Dünner Kader schlägt sich wacker

Rollhockey-Bundesligist RSC Darmstadt hält bei der 1:4-Niederlage bei Meister Herringen lange mit. Am Schluss muss der RSC har ohne Ersatzspieler agieren

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HERRINGEN. (red). Rollhockey-Bundesligist RSC Darmstadt hat seine Partie beim deutschen Meister SK Germania Herringen mit 1:4 verloren. Doch auch mit einem Minimalkader von fünf Feldspielern zeigten die Südhessen eine respektable Leistung.

Den Darmstädtern fehlten zahlreiche Leistungsträger, weshalb nur ein Auswechselspieler auf der Bank saß. Trotzdem zeigte sich das Team um Kapitän Philip Leyer hochkonzentriert und kämpferisch. Das Aufbauspiel der Herringer wurde erfolgreich gestört, Torwart Leyer ließ den Gegner lange verzweifeln. Christoph Rindfleisch (10.) und Lucas Karschau (12.) sorgten dann aber doch per Doppelschlag für die 2:0-Führung der Gastgeber. Danach fing sich die Darmstädter Abwehr, bis zur Halbzeitpause spielte der RSC zahlreiche Torchancen heraus, scheiterte aber am starken Torhüter Tegethoff.

Nach der Pause bot sich das gleiche Bild: Beide Mannschaften begegneten sich auf Augenhöhe, Torchancen gab es auf beiden Seiten. Dann hatten die Darmstädter Pech: Dominik May hatte nach einer starken Partie technische Probleme mit seinem Rollschuh und musste auf der Bank bleiben. Darmstadt hatte somit für den Rest der Partie gar keinen Auswechselspieler mehr. Lucas Karschau erhöhte per Doppelschlag auf 4:0 (39./ 43.).

Doch die Gäste gaben sich nicht auf. Nach einer Zeitstrafe gegen Herringen scheiterte Nils Koch noch am Herringer Torhüter, im anschließenden Überzahlspiel legte Maximilian Hack seinem Mitspieler Philip Wagner den Ball vor, Wagner musste diesen nur noch über die Linie schieben (49). Das 1:4 war gleichzeitig der Endstand; der RSC bleibt somit auf Platz sechs hinter der ERG Iserlohn.

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„Mit einem solchen Kader noch so ein gutes Spiel zu zeigen, das ist auf jeden Fall eine starke Leistung“, betonte Kapitän Philip Leyer. „Wir haben bis zum Ende dagegengehalten und hatten zahlreiche Chancen, die wir leider nicht zum Torerfolg nutzen konnten.“ Derselben Meinung war Stürmer Maximilian Hack, der als einzigen Kritikpunkt den Abschluss sah: „Gegen Herringen ohne Gegentor zu spielen, das ist nahezu unmöglich. Wenn man selbst keine Tore schießt, ist es schwierig, das Spiel offen zu halten. Am Ende hatten wir leider Pech im Abschluss.“

Für den RSC Darmstadt geht es jetzt in eine kurze Weihnachtspause. Am 4. Januar steht dann das nächste Bundesliga-Heimspiel gegen den Tabellen-Vorletzten RHC Recklinghausen auf dem Plan.