Doppelte Premiere für Timo Scheider im Opel Corsa

Timo Scheider startet für Opel bei der Premiere des ADAC e-Rallye Cup Mitte Juni. Foto: Opel
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Opel schickt für ein neues Projekt einen alten Bekannten ins Rennen. Der zweifache DTM-Champion Timo Scheider wird Gaststarter bei der Premiere des e-Rallye Cups sein.

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RÜSSELSHEIM. Opel schickt ein neues Auto mit einem alten Bekannten ins Rennen. Timo Scheider wird einen der Corsa steuern, die im Rallyesport sogar Pionierarbeit leisten sollen. Denn sie bilden die erste Rennserie abseits der Rundstrecke, die auf elektrischen Antrieb setzt. „Mit dem Gaststart im ADAC Opel e-Rally Cup schließt sich gewissermaßen ein Kreis“, wird Scheider in einer Mitteilung des Rüsselsheimer Autobauers zitiert.

Timo Scheider startet für Opel bei der Premiere des ADAC e-Rallye Cup Mitte Juni. Foto: Opel
Der Opel Corsa ist das erste Auto, in dem eine Rallyeserie mit Elektroantrieb gefahren wird. Foto: Opel
Timo Scheider fuhr mit Manuel Reuter, Marcel Tiemann und Volker Strycek im Opel Astra 2003 zum Sieg beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring. Foto: Opel / Krähling

Zwar hat der heute 42 Jahre alte Autorennfahrer seine größten Erfolge als zweifacher Gesamtsieger der Deutschen Tourenwagen Meisterschaft (DTM) für Audi eingefahren und ist aktuell mit einem Seat in der Rallyecross-Weltmeisterschaft im Einsatz. Das Logo mit dem Blitz zierte aber Autos in frühen Jahren seiner sportlichen Karriere. Mit 18 Jahren war Scheider 1997 Opel-Werksfahrer im Junior-Team der Formel 3, ab 2000 steuerte er dann einen Astra beim Comeback der DTM und 2003 als Teil des Sieger-Trios beim 24-Stunden-Rennen auf dem Nürburgring.

Im fortgeschrittenen Rennfahreralter erlebt Scheider nun eine doppelte Premiere, wenn am 12./13. Juni mit der zur deutschen Meisterschaften zählenden Rallye Stemweder Berg erstmals auch ein Lauf zum e-Rally Cup gefahren wird. „Ich freue mich unglaublich auf meinen ersten Einsatz bei einer klassischen Rallye“, sagt Scheider: „Nicht etwa, weil ich mir anmaße, gegen die Spezialisten an der Spitze etwas ausrichten zu können, denn das wird definitiv nicht so sein. Aber ich habe mir schon immer gewünscht, einmal eine Rallye zu bestreiten, was für mich die Krone des Autofahrens darstellt.“ Erfahrungen mit elektrischem Antrieb hat auch schon als Streckenplaner und Ersatzfahrer in der neuen Serie Extreme E, der Langstreckenvariante des Rallyesports gesammelt.

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„Timo weiß sehr genau, dass Rallye und Rundstrecke zwei verschiedene Paar Stiefel sind. Wir sind sehr gespannt, wie er sich bei seiner ersten Rallye schlägt“, sagt Jörg Schrott, der als Motorsport-Direktor bei Opel in dem prominenten Gaststart auch einen Anreiz für die permanenten und fast durchweg viel jüngeren Teilnehmer sieht. Etwa 15 Teams aus sechs Nationen werden am e-Rallye Cup teilnehmen. Der Großteil der knapp 50 000 teuren Corsa wurde vor knapp zwei Wochen ausgeliefert. Nachdem wegen der Pandemie auf Mitte Juni verschobenen Saisonstart sollen fünf weitere Läufe folgen.