Handball: MSG Odenwald II verliert beim Meister

Gegen die HSG Aschaffenburg halten die Odenwälder lange Zeit gut mit, am Ende geht ihnen aber die Luft aus. Die HSG Rodenstein II verliert unterdessen knapp.

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ODENWALDKREIS. In der Abstiegsrunde der Handball-Bezirksoberliga Odenwald/Spessart hat die HSG Erbach/Dorf-Erbach zum Abschluss noch einmal einen souveränen Sieg errungen. In der Handball-Bezirksliga A Odenwald/Spessart gab es für die MSG Odenwald II (Aufstiegsrunde) sowie für die HSG Rodenstein II (Abstiegsrunde) im letzten Saisonspiel dagegen jeweils eine Niederlage.

TV Erlenbach - HSG Erbach/Dorf-Erbach 23:36 (13:16). Die personell angeschlagenen Erbacher kamen schwer in die Partie, agierten zu langsam und brachten den gegnerischen Mittelmann nicht unter Kontrolle. Insgesamt kam die HSG im Angriff oft einen Schritt zu spät, was die 16:13-Pausenführung der Gäste aber nicht verhinderte, da Erlenbach seinerseits auch nicht mehr viel entgegenzusetzen hatte. Nach der Verletzung des Erlenbacher Mittelmannes schlug das Pendel immer mehr zugunsten der Gäste aus, die in der zweiten Hälfte die Partie an sich rissen, befreit aufspielten und am Ende deutlich mit 36:23 gewannen. "So groß war der Leistungsunterschied zwischen den Teams zwar nicht, aber Erlenbach hat sich irgendwann aufgegeben. Jetzt gehen wir nach den letzten zwei Siegen mit einem positiven Gefühl aus der Runde und nach fast elf Monaten Handball in unsere wohlverdiente Pause", sagte Erbachs scheidender Trainer Philip Schneller.

Die Erbacher Tore erzielten: Maximilian Zimmermann (7), Jan Müller (7), Samuel Rohr (6), Moritz Eisele (6), Lukas Eales (3), Philip Schneller (2), Christian Engelhardt (2), Fritz Bloser (2/1) und Dominic Hockertz.

HSG Aschaffenburg - MSG Odenwald II 33:25 (17:15). Die Odenwälder waren einmal mehr als bunt zusammengewürfelter Haufen angetreten, unter anderem mit vier A-Jugendspielern. Gegen die noch um die Meisterschaft kämpfenden Aschaffenburger hielt die MSG aber lange gut mit und verteidigte vor allem in der ersten Hälfte sehr engagiert. Das große Problem war jedoch, dass sich die hochmotivierten Gastgeber nahezu jeden Abpraller sicherten und entsprechend mit einer knappen 17:15-Führung in die Pause gingen. Nach dem Seitenwechsel schwanden bei den Gästen immer mehr die Kräfte, was sich defensiv an einigen verlorenen Eins-gegen-Eins-Duellen bemerkbar machte. Auch offensiv trafen die Odenwälder nun nicht mehr so gut. So konnten sich die Gastgeber über 25:20 auf ein deutliches 33:25-Endergebnis absetzen. Für den Odenwälder Kapitän und Torhüter David Delp fiel das Fazit dennoch positiv aus: "Alles in allem war das eine sehr gute Saison. Unser Ziel Aufstiegsrunde haben wir erreicht. Schade ist, dass wir immer in anderen Besetzungen antreten mussten, sonst hätten wir vielleicht noch den einen oder anderen Punkt mehr geholt."

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Die Odenwälder Tore warfen: Philip Reeg (8/2), Yannik Putz (4), Gregor Berres (4), Lauritz Eidenmüller (2), Laurens Kath (3), Moritz Spiegelhauer, Simon Fickinger, Nils Beck und Jens Muntermann.

TV Kirchzell II - HSG Rodenstein II 25:24 (12:13). Beide Teams waren zum unbedeutenden Rundenausklang mit einer Minimalbesetzung angetreten, die Gastgeber allerdings mit Marcel Schneider aus der ersten Mannschaft in ihren Reihen, der mit seinen 15 Treffern (davon vier Strafwürfe) letztlich maßgeblichen Anteil am Kirchzeller Sieg hatte. Die jungen Rodensteiner wussten zwar mit viel Einsatz zu überzeugen, bekamen Schneider jedoch nie unter Kontrolle. Bis zum Seitenwechsel lag die HSG dennoch mit 13:12 in Führung. Im zweiten Spielabschnitt agierte Rodenstein jedoch oft nicht clever genug, leistete sich einige schlechte Abschlüsse und verlor die Partie vor allem aufgrund der fehlenden Routine letztlich knapp mit 24:25. "Für uns war das mit der jungen Truppe eine Saison zum Lernen. Wir hätten es mit etwas Glück vielleicht in die Aufstiegsrunde schaffen können, waren aber zu unerfahren", resümierte Rodensteins Spielertrainer Marc Lossin.

Die Rodensteiner Treffer erzielten: Philipp Lein (9/3), Lukas Pfeifer (4), David Marquardt (3), Benedikt Mascher (3), Luca Arras (2), Simon Marquardt (2) und Marc Lossin.