Handball: HSG Rodenstein feiert torreichen Derbysieg

Der Bezirkoberligist bezwingt die HSG Erbach/Dorf-Erbach mit 36:32, während die HSG Odenwald zuhause gegen die HSG Aschafftal chancenlos unterliegt.

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ODENWALDKREIS. In der Handball-Bezirksoberliga Odenwald/Spessart hat sich die HSG Rodenstein den Derbysieg über die HSG Erbach/Dorf-Erbach gesichert. Für den TV Beerfelden und die HSG Odenwald gab es dagegen Niederlagen.

HSG Rodenstein - HSG Erbach/Dorf-Erbach 36:32 (18:14). "Ich bin positiv überrascht. Wir haben absolut nichts anbrennen lassen", freute sich Rodensteins Spielertrainer Björn Beilstein nach dem dritten Saisonsieg. Vor allem die Abstimmung zwischen Abwehr und Torhüter passte bestens bei den Gastgebern, die es trotz ihrer teils deutlichen Führung aber nicht schafften, den Deckel schon im ersten Durchgang drauf zu machen. Die Gäste ihrerseits waren zwar mit Unterstützung von Lukas Eales, Julian Volk und Andre Krüger in die Partie gegangen, verschliefen den Start aber komplett und lagen prompt mit 4:8 hinten.

Aufgrund mangelnder Einstellung bekamen die Gäste nie richtig Zugriff auf die Angriffsreihe der Rodensteiner, die ihrerseits immer wieder die Lücken in der Erbacher Defensive fanden und ihre Angriffe erfolgreich abschlossen. Die frühe Knieverletzung von Kevin Merkel tat ihr Übriges zum Erbacher Spiel, sodass es mit 18:14 in die Pause ging.

In der zweiten Hälfte fingen sich die Gäste zwar wieder, den Pausenrückstand konnten sie aber nicht mehr aufholen. Die Gastgeber zogen ihr Spiel dagegen durch, trafen fast mit jedem Angriff und fanden auf alles die passende Antwort. "Ich bin froh, dass wir das mannschaftlich so geschlossen runtergespielt haben. Ich würde mir wünschen, wir würden öfter so spielen", sagte Beilstein weiter. "Wir haben dieses Spiel aufgrund der mangelnden Einstellung verloren", resümierte dagegen Erbachs Pressesprecher Jan Müller.

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Für die Rodensteiner trafen: Thomas Berg (10), Jochen Heist (5), Kai Grossmann (5), John Vogler (5), Marc Lossin (5/3), Bastian Flechsenhar (3) und Björn Beilstein (3). Die Erbacher Tore erzielten: Maximilian Zimmermann (11), Samuel Rohr (10/1), Lukas Eales (4), Julian Volk (3), Patrizio Rendina (2), Kevin Merkel und Fritz Bloser.

HSG Odenwald - HSG Aschafftal 19:29 (10:19). "Das war eine auch in der Höhe verdiente Niederlage. Aschafftal war einfach eine Klasse besser an dem Tag", gab Odenwalds Trainer Andreas Gaubatz ehrlich zu. Dabei waren die Odenwälder gut in die Partie gestartet und Aschafftal rund eine Viertelstunde bis zum 8:8 auf Augenhöhe begegnet. In den folgenden zwölf Minuten der ersten Hälfte sollten den Gastgebern aber nur noch zwei magere Treffer gelingen, da man sich offensiv zu viele Fehlwürfe und technische Unzulänglichkeiten leistete. Daran hatte allerdings auch die starke Abwehr der Gäste ihren Anteil, die ihre gewonnenen Bälle direkt in Tempogegenstöße ummünzten.

Odenwald präsentierte sich in der eigenen Defensive dagegen weitaus weniger stabil als noch in den Spielen zuvor und fing sich entsprechend einfache Gegentore, was letztlich in einem 10:19-Halbzeitstand resultierte. Auch im zweiten Durchgang dauerte es rund 13 Minuten bis zum ersten Odenwälder Treffer, sodass Aschafftal bereits auf 24:11 davongezogen war. Angefeuert von der voll besetzten Halle rissen sich die Gastgeber in den letzten Minuten aber noch einmal zusammen und konnten das Ergebnis bis zum 19:29 noch einmal etwas ansehnlicher gestalten.

Die Odenwälder Tore markierten: Marcel Walther (4), Yannick Ripper (4), Yannik Putz (3), Julian Fröhlich (3), Gregor Berres (3/1), Tobias Weidmann und Torsten Kredel.

TV Niedernberg - TV Beerfelden 36:33 (16:20). Eigentlich führten die Gäste die meiste Zeit der Partie, ein Durchhänger in der ersten Hälfte brachte die Gastgeber aber wieder zurück in die Partie. Fortan ging es hin und her, bis sich Beerfelden in der Abwehr etwas stabilisieren und vor allem die torgefährlichen Niedernberger auf den Halbpositionen besser unter Kontrolle bringen konnte. Auch die Chancenverwertung wurde mit zunehmendem Spielverlauf besser, was sich bis zur Pause in einer 20:16-Führung niederschlug.

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Die zweite Hälfte setze sich sehr ausgeglichen fort, zumal Niedernberg beim 26:26 den Ausgleich wieder geschafft hatte. Da die Gäste ihre offensive Deckung im weiteren Verlauf auf ein 6-0 umstellten, womit Beerfelden gar nicht zurechtkam, lagen die Gastgeber plötzlich vorne. Ein paar vergebene Chancen und die darauffolgenden Tempogegenstöße ließen den Beerfelder Rückstand auf zwei Tore anwachsen. An der 33:36-Niederlage konnte dann auch der letzte Versuch einer offensiven Deckung nichts mehr ändern. "Diese Niederlage war sehr unglücklich und hätte nicht müssen sein. Jetzt müssen wir aus dieser Phase wieder rauskommen", forderte Beerfeldens Pressesprecher Christian Werner.

Die Beerfelder Tore erzielten: Oliver Schwöbel (7), Johannes Ewert (6), Philipp Holschuh (5), Bastian Müller (4), Moritz Holschuh (3), Max Dinnebier (3), Christian Werner (3/1), Björn Friedrich, Joshua Scheuermann und Steffen Black.