Handball: HSG Rodenstein fehlen zwei Stammkräfte im Derby

Der Bezirksoberligist freut sich auf das Duell mit der "Wundertüte" HSG Erbach/Dorf-Erbach, während die HSG Odenwald die HSG Aschafftal zum Topspiel erwartet.

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ODENWALDKREIS. In der Handball-Bezirksoberliga Odenwald/Spessart steht am Samstag (5.) ab 20 Uhr das Derby zwischen der HSG Rodenstein und der HSG Erbach/Dorf-Erbach auf dem Spielplan. Bereits um 19.30 Uhr erwartet die HSG Odenwald die HSG Aschafftal zum Topspiel, und am Sonntag (6.) gastiert der TV Beerfelden um 18 Uhr beim TV Niedernberg.

In Sachen Training sind die letzten beiden Wochen inklusive des spielfreien Wochenendes gut verlaufen bei der HSG Rodenstein, wie Spielertrainer Björn Beilstein berichtet. Was jedoch schwer wiegt beim Tabellenelften, ist die Tatsache, dass mit Hans Seibert und Rene Baier zwei wichtige Stammkräfte im Urlaub weilen und den ohnehin schon dünnen Kader weiter verkleinern. Zwei, drei Spieler aus der zweiten Mannschaft werden somit die Rodensteiner Bank im kommenden Derby gegen die HSG Erbach/Dorf-Erbach ergänzen. Dass Erbach nach seinem zweiten Saisonsieg in der Vorwoche gegen Beerfelden (34:29) in der Tabelle derzeit einen Rang vor Rodenstein liegt und laut Beilstein "mit Rückenwind" anreisen wird, macht es den Gastgebern nicht einfacher. "Eigentlich ist Erbach ein Gegner auf unserem Niveau, den wir zuhause schlagen müssen. Da gibt es nichts mehr zu diskutieren: Wir sind jetzt in der Pflicht zu siegen. Aber das wird ein ganz schwieriges Unterfangen", mutmaßt Beilstein. Personell bezeichnet der Spielertrainer Erbach als "Wundertüte", wobei man sich vor allem auf Linkshänder Samuel Rohr sowie den Erbacher Rückraum "abwehrtechnisch extrem einstellen" müsse. "Die ersten Sechs der Erbacher sind immer gut, da müssen wir die Räume eng halten", warnt Beilstein.

Nach dem guten Start mit fünf Siegen aus sechs Spielen und nur einer Niederlage gegen Spitzenreiter MSG Groß-Zimmern/Dieburg hat die HSG Odenwald das vergangene spielfreie Wochenende für eine Pause genutzt, um für das "absolute Topspiel", wie es Trainer Andreas Gaubatz bezeichnet, gerüstet zu sein. Gegner ist am Samstag der Tabellenzweite HSG Aschafftal, die zweite Topmannschaft der Liga neben Dieburg, die laut Gaubatz "zurecht da oben steht". Als Dritter habe sich aber auch Odenwald dieses Spitzenspiel verdient. "Aschafftal ist in der Favoritenrolle, aber wir wollen das Spiel gewinnen. Die Stimmung ist gut und wir wollen unseren Lauf fortsetzen", sagt Gaubatz, für den Kleinigkeiten am Samstag den Unterschied machen werden. "Wir verstecken uns nicht. Ich gehe davon aus, dass derjenige gewinnt, der weniger Fehler macht, die bessere Abwehr und den bessern Torhüter stellt. Vom Tempo her sind wir ungefähr gleichauf." Die offensivstarken Aschafftaler zeichnen sich vor allem durch ihre Körperlichkeit aus, verfügen über viele großgewachsene Spieler. Besonders auf die 1,90-Meter-Männer Philipp Klimmer und Tim Klümper gelte es dabei aufzupassen. "Wir heben immer noch die beste Abwehr der Liga und wollen Aschafftal entsprechend vor Aufgaben stellen", kündigt Gaubatz an. Personell lichtet sich das Lazarett ein wenig: Mit Moritz und Tom Ramb sowie Louis Kissinger sind drei Stammkräfte wieder ins Training eingestiegen, müssen die Sache aber noch langsam angehen.

"Es ist schade, dass wir unsere Leistung ausgerechnet im Derby nicht abrufen konnten", hatte Christian Werner zuletzt über die 29:24-Niederlage seines TV Beerfelden gegen Erbach gesagt. Die zweite Saisonniederlage ist jedoch abgehakt, gegen den Tabellenzwölften TV Niedernberg will Beerfelden wieder zur alten Leistungsstärke zurückfinden und seinen vierten Tabellenplatz verteidigen.