Handball: HSG Odenwald-Frauen unterliegen deutlich

Der Landesligist hat beim Tabellenführer aus Offenbach klar das Nachsehen, präsentiert sich aber kampfstark. Der HSG Rodenstein reichen 16 Tore zum Sieg.

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ODENWALDKREIS. Auch bei Landesliga-Spitzenreiter TSG Offenbach/Bürgel war für die HSG Odenwald nichts zu holen. In der Bezirksoberliga hofft die HSG Rodenstein nach dem Erfolg gegen Babenhausen wieder auf den Klassenerhalt.

TSG Offenbach/Bürgel - HSG Odenwald 32:23 (16:10). Die Odenwälderinnen wollten dem Oberliga-Absteiger mit engagierten Kampf und einer Extraportion Spielfreude begegnen. Aber auch taktische Maßnahmen waren von Beginn an geboten, denn Offenbach stellte mit Nicole Reichert die torgefährlichste Rückraumwerferin, die von der HSG von Beginn an unter Sonderbewachung gestellt werden musste. Die Odenwälderinnen fanden gut in das herausfordernde Spiel. Valerie Berres nutzte für die Gäste einen Doppelfehler der TSG zur 6:4-Führung. Was niemand ahnte, es sollte die einzige Gästeführung in diesem Spiel bleiben, denn Offenbach nutzte jedes Nachlassen der Odenwälderinnen gnadenlos aus. Besonders Konzentrationsschwächen der Gäste beim Abschlussverhalten oder bei technischen Fehlern, wenn die TSG schnell und zielstrebig aus der Balleroberung umschaltete. So war es dann auch nur konsequent, dass die Gastgeberinnen zur Halbzeit 16:10 vorne lagen. Die HSG wollte in der zweiten Hälfte vor allem die eigenen Fehler minimieren, um Offenbach nicht zu oft ins Umschaltspiel kommen zu lassen - bestenfalls den Rückstand gering zu halten. Wirklich den Anschluss fand der Gast nicht mehr, dafür geriet die HSG zu oft durch Zeitstrafen in Unterzahl. Ein völliges Debakel sollte es für den kämpferischen Gast letztlich nicht werden, was auch den treffsicheren Odenwälderinnen Jasmin Helbig (7 Tore) und Lea Rebscher (5 Treffer) zu verdanken war. Mit Ausdauer und bemerkenswerten Teamgeist hielten die Odenwälderinnen die Niederlage in einem erträglichen Rahmen.

HSG-Tore: Jasmin Hellbing (7/3), Lea Rebscher (5), Valerie Berres (4), Selina Mahla (2), Jule Hofferberth (2), Nasrim Nezami (2), Marisa Nieratzky.

HSG Rodenstein - Rot-Weiß Babenhausen 16:11 (6:5). Es war bereits in der ersten Hälfte ein ungewöhnlich torarmes Spiel. Nach einer Viertelstunde ging Rodenstein mit 4:3 in Front. Minutenlang fiel überhaupt kein Treffer, schließlich lagen die Gastgeber mit 6:5 zur Halbzeit vorn. Ähnlich sparsam ging es nach dem Seitenwechsel weiter: Nach dem 9:9 zog die HSG innerhalb von nur sechs Minuten auf 14:9 davon. Als dann auch noch Anna Delp und Lara Zeljkovoic nachlegten, setzten sich die Rodensteinerinnen in der torärmsten Bezirksoberliga-Begegnung dieser Saison mit 16:11 durch.

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HSG-Tore: Leoni Mark (2/1), Julchen Müller (2/1), Fabienne Horn (2), Larissa Abraham (2), Lara Zeljkovic (2), Lucie Bräunig (2), Anna Delp (2), Nicole Berg und Mira Lochschmidt.

HSG Sulzbach/Leidersbach - HSG Odenwald II 35:19 (21:11). Schon in der ersten Hälfte zeichnete sich die klare Niederlage des Aufsteigers ab, obwohl sich die Gäste in den ersten 20 Minuten noch ein Kopf-an-Kopf-Rennen lieferten (8:9, 8:10, 9:11). Doch dann setzte sich das reifere Spiel der Sulzbacherinnen durch. Nach der Pause fand die HSG II nie wieder den Anschluss. Eine Viertelstunde vor Spielende hatten der Aufsteiger bereits vorentscheidende 30 Gegentore hinnehmen müssen. Einziger Lichtblick war Nina König, die für die Landesliga-Reserve sieben Tore anbrachte, aber auch nichts daran ändern konnte, dass ihre Mannschaft 35 Gegentore verschmerzen musste.

Gästetore: Nina König (7), Madeleine Löw (6/4), Ina Hofmann (2), Marie Kratz (1/1), Jessica Trumpfheller, Stefanie Mahla und Mareike Balonier.