Einwurf oder Freiwurf ?

Frustriert: Erbachs Torwart Andreas Gaubatz kassierte im Spiel bei der HSG Rodenstein 39 Gegentreffer.Foto: Joaquim Ferreira  Foto: Joaquim Ferreira

In der Handball-Bezirksoberliga Odenwald/Spessart musste sich die HSG Erbach/Dorf-Erbach dem Spitzenreiter HSG Rodenstein trotz einer guten Leistung geschlagen geben....

Anzeige

REICHELSHEIM. In der Handball-Bezirksoberliga Odenwald/Spessart musste sich die HSG Erbach/Dorf-Erbach dem Spitzenreiter HSG Rodenstein trotz einer guten Leistung geschlagen geben. Allerdings haben die Kreisstädter Einspruch gegen die Wertung des Spiels eingelegt.

HSG Rodenstein – HSG Erbach/Dorf-Erbach 39:30 (19:15). Ohne die verletzten André Krüger und Max Turnwald sowie weiteren beruflich bedingten Ausfällen traten die Erbacher mit nur acht Feldspielern beim Tabellenführer an. Von Beginn an machten sich Probleme in der Defensive bemerkbar, da die Gastgeber Erbach körperlich doch klar überlegen waren und sich auf Erbacher Seite immer wieder Abstimmungsprobleme offenbarten.

Auf Torhüter Andreas Gaubatz konnte man sich an diesem Tag jedoch verlassen, sodass die Gastgeber alleine in der ersten Hälfte zehn hundertprozentige vergebene Chancen zu beklagen hatten. Das lag aber auch an der fehlenden Einstellung der Rodensteiner und einer zu laschen Körpersprache, die Erbach bis zum 3:3 mithielten ließ. Auch in der Folge hielt der Tabellenführer aus dem Gersprenztal den Vorsprung zwar immer bei mindestens zwei Toren, doch Erbach ließ sich durch variables Angriffsspiel über 11:6 bis zum 17:15 nicht abschütteln. Dann folgte die Schlüsselszene: „Rodenstein bekam einen Einwurf zugesprochen, führte jedoch einen Freiwurf in der Mitte des Spielfeldes aus. Dadurch kamen sie zu einem schnellen Gegenstoßtor. Trotz heftiger Proteste hat der Schiedsrichter den Treffer anerkannt“, erklärte Erbachs Trainer Heiko Kredel, warum sein Team Einspruch gegen die Spielwertung eingelegt hat. Mit 19:15 ging es schließlich in die Kabinen.

In der zweiten Hälfte agierten die Gastgeber deutlich aggressiver, konzentrierter und auch engagierter, sodass man den Vorsprung über 25:19 und 28:24 weiter konstant hielt. Die Spieler aus Erbach hielten jedoch immer dagegen und versuchten alles, bis die Kräfte ob der fehlenden Wechselmöglichkeiten sichtlich schwanden.

Anzeige

Tabellenführer nutzt Erbacher Fehler gut aus

Nun häuften sich die Fehler, die der Ligaprimus am Ende zu dem deutlichen Ergebnis von 39:30 nutzen konnte. „Etwas schwach fand ich, dass man meine Proteste im Spiel zu dem fraglichen Ereignis kurz vor der Halbzeit arrogant ignoriert hat. Im Halbzeitgespräch mit den Schiris wurde nämlich klar, dass dadurch der Fehler hätte korrigiert werden können. Zum Anderen war ich etwas enttäuscht, dass es so hoch ausging. Da müssen wir einfach länger den Ball halten und nicht überhastet den Abschluss suchen. Drei Gegentore in den letzten beiden Minuten sprechen da Bände“, sagte Kredel.

Auf der Gegenseite äußerte sich Rodensteins Trainer Armin Lehn: „Wenn wir so lasch weitergespielt hätten, kann so was auch mal schief gehen. Man sollte so ein Spiel nicht vorher schon abhaken.“ Die Rodensteiner Treffer erzielten Hans Seibert (9), Sebastian Lieb (8), Jochen Heist (6), Björn Beilstein (5/1), Christopher Heyd (2), Tobias Eckert (2), Rene Baier (2), Patrick Wörle (2), Gabor Kovaci (2) und Ciprian Jeler. Für Erbach trafen Michael Schneller (12/7), Daniel Ulrich (6), Philip Schneller (5), Samuel Rohr (2), Patrizio Rendina (2), Rasmus Streng (2) und Patrick Sandu.