Beerfelder Handballer profitieren vom schwachen Gegner

Und noch eins: Beerfeldens Oliver Schwöbel wirft im Duell gegen Kleinwallstadt die meisten Tore.  Foto: Herbert Krämer

Der Bezirksoberligist dreht einen Rückstand im Duell gegen Kleinwallstadt noch zum Sieg, muss aber an sich arbeiten. Derweil erlebt Erbach beim Tabellenführer einen schwarzen Tag.

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ODENWALDKREIS. In der Handball-Bezirksoberliga Odenwald/Spessart konnten der TV Beerfelden, die HSG Odenwald und die HSG Rodenstein teils deutliche Siege einfahren. Die HSG Erbach/Dorf-Erbach erlebte bei Tabellenführer MSG Groß-Zimmern/Dieburg dagegen einen schwarzen Tag.

TV Beerfelden - TV Kleinwallstadt 38:32 (21:15). Die Gastgeber kamen etwas schleppend in die Partie und sahen sich prompt einem 2:6-Rückstand gegenüber, da zum einen die vorhandenen Chancen nicht verwertet wurden und zum anderen die Anspiele zwischen Rückraum und Kreis sowie die Eins-gegen-Eins-Situationen nicht kontrolliert werden konnten. Überhaupt leistete sich Beerfelden viele technische Fehler und schlechte Torabschlüsse, die ein stärkerer Gegner durchaus für sich hätte nutzen können. Kleinwallstadt gelang das allerdings nicht, sodass sich Beerfelden fangen und sein Spiel fortan besser gestalten konnte. Nach dem Seitenwechsel beim 21:15 blieben die Gastgeber im zweiten Spielabschnitt dank vieler Tempogegenstöße konstant in Führung, wobei alle Akteure Spielpraxis bekamen. "Wir stehen gut da. Die Spiele, die wir gewinnen wollten, haben wir gewonnen. Aber 32 Gegentore sind zu viele, daran müssen wir arbeiten", sagte Beerfeldens Pressesprecher Christian Werner.

Die Beerfelder Tore erzielten: Oliver Schwöbel (12/3), Moritz Holschuh (8), Bastian Müller (6), Christian Werner (5/1), Hendrik Gutjahr (2), Diego Ortega (2), Philipp Holschuh, Lars Siefert und Felix Schneider.

HSG Odenwald - HSG Hörstein/Michelbach 33:19 (17:9). Die Odenwälder durften sich nach Abschluss der 60 Minuten über ein nahezu perfektes Spiel freuen, das lediglich zwei Haken hatte: Louis Kissinger musste nach wenigen Minuten mit Verdacht auf Bänderverletzung im Ellenbogen vom Feld, nachdem ihm ein Gegenspieler in den Wurfarm gegriffen hatte, zudem leisteten sich die Gastgeber rund 20 Fehlwürfe und hätten deutlich höher gewinnen müssen. Ansonsten war die Partie eine einseitige Angelegenheit. Die Odenwälder setzten sich nach dem 3:3 konstant weiter ab, zeigten sich spielerisch verbessert und erarbeiteten sich viele Torchancen. Beim 17:9 zur Pause war bereits alles entschieden. In der zweiten Hälfte trugen sich auch alle Feldspieler, die noch nicht getroffen hatten, in die Torschützenliste ein, sodass sich Odenwalds Trainer Andreas Gaubatz am Ende über einen souveränen Heimsieg freute, den die Gastgeber aus seiner Sicht aber "früher und deutlicher" für sich hätten sichern müssen.

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Die Odenwälder Tore markierten: Yannick Ripper (9), Gregor Berres (4), Tobias Weidmann (4), Justin Hatzel (4/1), Timo Kredel (3), Marcel Walther (2), Yannik Putz (2), Torsten Kredel (2), Nils Beck (2/1) und Louis Kissinger.

HSG Stockstadt/Mainaschaff - HSG Rodenstein 26:30 (10:14). Die Gäste legten den Fokus von Beginn an aufs Tempo, was auch gut funktionierte. Zwar blieb die Chancenverwertung im ersten Spielabschnitt noch etwas mager, dank der gut funktionierenden Abwehr konnte sich Rodenstein bis zur Pause aber dennoch auf 14:10 absetzen. In der zweiten Hälfte lief es vorm gegnerischen Tor deutlich besser, die Chancen wurden konsequenter genutzt und hinten hielt Torhüter Paul Seitz seinen Vordermännern den Rücken frei. Nach einer zwischenzeitlichen 25:18-Führung verwalteten die Gäste ihren Vorsprung bis zum 30:26-Endstand nur noch. "Das waren zwei ganz wichtige Punkte. Ich bin nicht richtig überzeugt vom Spiel, aber es geht in die richtige Richtung", lobte Rodensteins Spielertrainer Björn Beilstein.

Für die Rodensteiner trafen: Thomas Berg (7), Jochen Heist (6), Hans Seibert (5), Björn Beilstein (5/2), Kai Grossmann (2), André Speier (2), Bastian Flechsenhar, Rene Baier und John Vogler.

MSG Groß-Zimmern/Dieburg - HSG Erbach/Dorf-Erbach 44:15 (21:9). Als "Spiel zum Vergessen" bezeichnete Erbachs Pressesprecher Jan Müller rückblickend die Pleite gegen den Tabellenführer, der gegen schwache Gäste aber nicht mal all sein Können aufbieten musste. Weder in der Abwehr noch im Angriff lief bei der der HSG irgendetwas zusammen: Kein Zugriff, keine Absprache, keine Bewegung in der Defensive, unkonzentriert, mit vielen Ballverlusten und schlechten Angriffen in der Offensive - so lässt sich die Erbacher Leistung zusammenfassen. "Wenn dann auch noch die kämpferische Leistung nicht passt, dann geht ein Spiel so aus", so Müller.

Für die Erbacher trafen: Samuel Rohr (5/1), Moritz Eisele (3), Maximilian Zimmermann (2), Kevin Merkel (2), Fritz Bloser (1/1), Christian Engelhardt und Dominic Hockertz.