Rhein-Neckar Löwen machen wieder die alten Fehler

Beim 28:34 gegen den HSV Hamburg passt es weder vorne noch hinten. Coach Lubomir Vranjes: „Was wir gezeigt habe, war viel zu wenig.“ Jetzt ist erst mal Länderspielpause.

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MANNHEIM. Eigentlich sah es so aus, als kämen die Rhein-Neckar Löwen endlich auf Touren. Tja, dem ist nicht so. Der Mannheimer Handball-Bundesligist verlor am Donnerstagabend sein Heimspiel gegen den HSV Hamburg mit 28:34 (16:18).

Nach dem Spiel gaben sich die Löwen doch sehr nachdenklich. Rechtsaußen Patrick Groetzki sagte: „Es tut weh, so ein Spiel nach den vergangenen Wochen. Es ist natürlich nicht gleich alles kaputt, aber ...“ Coach Lubomir Vranjes, der seine Mannschaft zuletzt noch so lobte, war „unheimlich enttäuscht. Was wir gezeigt haben, war viel zu wenig.“ Und Defensivspezialist Matt Patrail legte nach: „Es hat nichts gepasst, weder im Angriff noch in der Abwehr.“

Dabei war der Start gut: Juri Knorr warf die Löwen mit 3:1 (5.) in Front. Doch dann drehten die Hamburger, die schon das Hinspiel 32:27 gewonnen hatten, den Spielstand, zogen auf 12:7 (17.) davon. Caspar Ulrich Mortensen, der neun Tore erzielte, bekamen die Löwen nie in den Griff. Erst in der Schlussphase hatten die Gastgeber eine Chance heranzukommen. Doch eine doppelte Überzahl überstanden die Hanseaten dank eines starken Johannes Bitter (14 Paraden) im Tor und siegten letztlich souverän. Die Hamburger überholten die Löwen, bei denen auch alle drei Torhüter keinen guten Abend erwischten, in der Tabelle und rückten auf den zehnten Rang vor. Die Löwen sind nur noch Elfter.

Wegen der Länderspielpause haben die Mannheimer nun Zeit: Am Donnerstag, 21. April, 19 Uhr, ist der TVB Stuttgart der nächste Gegner.

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Löwen: Appelgren, Birlehm, Katsigiannis (Tor); Schmid (2/1), Zacharias (3), Kirkeløkke (2), Patrail, Knorr (8/3), Helander (3), Abutovic, Lagergren (3), Groetzki (1), Horžen, Gislason (1), Nilsson (3), Kohlbacher (2).

Schiedsrichter: Baumgart/Wild (Altenheim/Elgersweiher). – Zuschauer: 3220. – Strafminuten: 4:14.