TV Lampertheim erwartet wütende Langener

Die Tvgg Lorsch (am Ball Torbjörn Müller) war die Überraschung der Vorrunde, der TV Lampertheim (links Robert Weiß, rechts Max Griesheimer) ist nach einem starken ersten Saisondrittel etwas eingebrochen und will Boden gutmachen. Foto: Thorsten Gutschalk

Die Turner haben dem Bezirksoberliga-Primus die einzige Niederlage der Saison zugefügt. Gibt es eine Wiederholung? Ein Derby steigt derweil bei der HSG Bensheim/Auerbach.

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BERGSTRASSE. Mit einem brisanten Derby startet die HSG Bensheim/Auerbach am Sonntag (16 Uhr) in die Rückrunde der Handball-Bezirksoberliga: Das Team von Trainer Moritz Brandt empfängt den Nachbarn HC VfL Heppenheim in der Halle der Geschwister-Scholl-Schule. „Wir freuen uns auf dieses Spiel und darauf, dass es endlich weitergeht“, so Brandt, dessen Team nach einem zähen Dezember die Akkus wieder aufgeladen hat und voller Tatendrang ist. Bis auf Dominik Schuh und Aaron Zotz, die wohl noch drei Wochen verletzt ausfallen, sind alle Spieler an Bord.

Freilich, die spielfreie Zeit tat auch den Heppenheimern gut. Es gab Zeit zum Verschnaufen und die Möglichkeit, sich gezielt auf die Rückrunde vorzubereiten. Dass mit dem Spiel bei der HSG nun gleich ein Derby wartet, freut die Mannschaft aus der Kreisstadt. „Ja, es kribbelt wieder. Das ist schon ein echter Kracher für uns“, sagt Heppenheims Coach Leister vor dem Vergleich. Für seine Mannschaft gelte es indes, an das starke Ende der Hinrunde anzuknüpfen. Aus den letzten vier Spielen vor Weihnachten holte der HC VfL 7:1-Punkte.

Auch für den SV Erbach startet an diesem Wochenende die Rückrunde. Zum Auftakt empfängt der SVE am Samstag (19.15 Uhr) die HSG Rüsselsheim/Bauschheim/Königstädten in der Mehrzweckhalle. Mit Erfelden hat Erbach zum Jahresabschluss einen direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt auf Distanz gehalten. Mit Rüsselsheim kommt nun erneut ein direkter Tabellennachbar in die Mehrzweckhalle (11:15 Punkte, Rang zehn).

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Der TV Lampertheim empfängt am Sonntag um 18 Uhr den Tabellenführer HSG Langen. Die Gäste haben erst eine Niederlage kassiert: zum Rundenstart zu Hause gegen Lampertheim mit 24:25. „Die werden schon mit viel Wut im Bauch zu uns kommen“, erwartet TVL-Trainer Achim Schmied. Aber: Gegen gute Mannschaften spielt der TVL selbst meist auch gut. In der Hinrunde sind die Lampertheimer nach einem starken ersten Rundendrittel etwas eingebrochen und belegen mit 16:10 Punkten nur noch Tabellenplatz fünf. „Unser Anspruch muss sein, schon noch etwas Boden gutzumachen“, so Schmied. Ein Heimsieg gegen den Meisterschaftsanwärter wäre da ganz hilfreich.

Die Überraschungsmannschaft der Hinrunde war die Tvgg Lorsch. Und die will auch in der Rückrunde für Furore sorgen. Allerdings wird das nicht ganz so leicht werden. „Uns wird niemand mehr unterschätzen“, glaubt Spielertrainer Dennis Rybakov. „Aber die Punkte, die wir geholt haben, kann uns niemand mehr nehmen und wir stehen klasse da. Das gibt uns auch Selbstvertrauen“, ist der Coach überzeugt, dass seine Mannschaft, die mit 18:6 Punkten und Tabellenplatz drei eine hervorragende Ausbeute hat, auf einem guten Weg ist. Wichtig für eine erfolgreiche Rückserie ist ein guter Start: Am Sonntag (18 Uhr) empfangen die Klosterstädter den Vorletzten ESG Erfelden. „Das Wichtigste wird sein, dass wir den Gegner nicht unterschätzen“, so Rybakov. Im Hinspiel gewann die Tvgg sicher mit 24:19 und legte in der Deckung den Grundstein zum Sieg.

Ein dicker Brocken wartet gleich zum Auftakt auf die HSG Weschnitztal. Am Samstag (19.30 Uhr) empfangen die Odenwälder in der Mörlenbacher Weschnitztalhalle Meisterschaftsanwärter ESG Crumstadt/Goddelau. „Mal schauen, inwieweit wir sie ärgern können“, sieht Co-Trainer Kevin Urban die Favoritenrolle eindeutig bei den Gästen. „Wir müssen versuchen, das schnelle Spiel zu unterbinden“, weiß Urban.