TSV Gadernheim zieht die Konsequenzen

Nachdem zuletzt nur noch vier, fünf Spielerinnen da waren, zieht der Verein seine Frauenmannschaft zurück. Wie es mit dem Handball im Lautertal weitergeht, ist ungewiss.

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GADERNHEIM. (esi/ü). Es zeichnete sich in den vergangenen Wochen ab, nun ist es amtlich: Der TSV Gadernheim hat seine Mannschaft aus der Frauenhandball-B-Liga abgemeldet. „Wir hatten zuletzt nur noch vier, fünf Spielerinnen. Eigentlich wollten wir die Runde zu Ende bringen, aber das hat nicht mehr funktioniert“, bedauert Abteilungsleiterin Simone Emmerich den Schritt.

Nachdem die Mannschaft zu Saisonbeginn sowohl qualitativ als auch zahlenmäßig gut besetzt schien, machte schließlich Corona einen Strich durch die Rechnung. Einige Spielerinnen hatten Bedenken, in der Pandemie aufzulaufen, hinzu kamen weitere Ausfälle. „Es kam eines zum anderen“, war Emmerich eigentlich überzeugt, eine gute und vor allem spielfähige Mannschaft in die Runde geschickt zu haben. Nun zog der TSV nach nur drei Spielen – der Rest wurde verlegt – und 4:2 Punkten die Notbremse.

Wie es jetzt mit dem Handball im Lautertal weitergeht, steht in den Sternen. Diese Woche will Vorsitzender Rainer Meyer in einer Vorstandssitzung über die Zukunft der Abteilung beraten. „Noch gibt es ja Mitglieder, und wir werden besprechen müssen, welche Optionen es noch gibt“, will er für den Handball noch keinen Schlussstrich ziehen.

Zukunft der Abteilung ist offen

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Allerdings sieht es für die einst so erfolgsverwöhnten Gadernheimerinnen, die sogar in der Oberliga für Furore sorgten, nicht gut aus. Mit der Corona-Pandemie lag die gerade erst wiederbelebte Jugendarbeit bei den jüngsten Jahrgängen schnell wieder im Argen, die Probleme mit der sanierungsbedürftigen Lautertalhalle – der TSV musste seine Heimspiele zeitweise in fremden Hallen austragen – taten ihr übriges in einem insgesamt schweren Umfeld.