Handball: HC VfL Heppenheim mit großem Respekt ins Derby

Der Bezirksoberligist empfängt bereits am Freitagabend die MSG Lorsch/Einhausen. Beide Trainer erwarten eine enge Begegnung.

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BERGSTRASSE. BERGSTRAßE. Derbyzeit in der Nibelungenhalle. Bereits am Freitagabend um 20 Uhr empfängt der Handball-Bezirksoberligist HC VfL Heppenheim die MSG Lorsch/Einhausen. Einen Tag später, am Samstagabend (19.15 Uhr), hat es der SV Erbach in der heimischen Mehrzweckhalle mit der SG Arheilgen zu tun.

Keine Frage, der jüngste Auswärtserfolg in Griesheim tat den Heppenheimern gut. Es war der zweite Sieg in Folge für den HC VfL, dessen Start ins Jahr 2023 geglückt ist. Nun wartet am Freitagabend das erste Bergstraßen-Derby des Jahres auf die Mannschaft von Trainer Simon Meier. Und der Respekt vor den Lorschern ist groß. "Nach Schwierigkeiten zu Beginn der Saison hat sich die Mannschaft meines Trainerkollegen Norbert Metzger mittlerweile gefangen und zuletzt drei Siege in Folge eingefahren", betont Meier. Der weiterhin auf Leon Schütz (Knieverletzung aus der Vorbereitung) verzichten muss.

Nahezu aus dem Vollen schöpfen kann wohl Lorschs Trainer Norbert Metzger. Auch Luca Kubasta, der zuletzt aussetzen musste, dürfte wieder dabei und gewillt sein, die heftige Hinspielniederlage (22:34) wieder wettzumachen. "Da haben wir in der Tat noch eine Rechnung offen", betont Metzger, der am Freitagabend allerdings mit einer "engen Kiste" rechnet.

Eine bislang starke Saison spielt der SV Erbach. Aktuell rangiert die Mannschaft von Trainer Jens Becker auf Platz vier, fünf Punkte hinter den beiden führenden Teams aus Pfungstadt und Fürth. "Es ist ein schöner Blick auf die Tabelle. Mehr aber auch nicht. Wir haben es uns als Verein verdient, da zu stehen, wo wir aktuell stehen", freut sich Abteilungsleiter Thomas Flath vor dem Heimspiel gegen Arheilgen. Wirklich gerechnet habe man mit einem derartigen Saisonverlauf zwar nicht, trotzdem wolle man alles daransetzen, die Leistungen auch in den nächsten Wochen zu bestätigen. Dabei kann Trainer Becker aller Voraussicht nach auf seinen kompletten Kader bauen.

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Ein Heimsieg ist Pflicht, wenn die Handballer des TV Siedelsbrunn am Samstagabend (19 Uhr) das sieglose Schlusslicht TGB Darmstadt zum Bezirksoberliga-Kellerduell empfangen. Seit Ende November und damit seit fünf Spielen warten die Überwälder auf einen Punktgewinn. Dass die Bekanntgabe des Rückzugs nach der Saison in diese Phase fiel, kommt sicherlich nicht von ungefähr und sorgte wohl auch für etwas nachlassende Motivation. "Wir werden die Runde sportlich anständig zu Ende spielen", verspricht TVS-Abteilungsleiter Timm Ehret.

Zwei Spiele hat die HSG Fürth/Krumbach in dieser Saison erst verloren. Eines beim Meisterschaftskandidaten MSG Roßdorf/Reinheim und eines gleich am dritten Spieltag der Bezirksoberliga bei der ESG Crumstadt/Goddelau. Und gegen diesen Gegner geht es nun am Samstag (19 Uhr) in der Fürther Schulsporthalle. Auf dem Spiel steht nicht weniger, als die Tabellenführung der Odenwälder. Gewinnt die HSG gegen die Ried-Handballer, dann bleibt sie aufgrund des besseren direkten Vergleichs Tabellenführer. Allerdings: Am Rundenende wir Fürth noch ein Punkt wegen fehlender Schiedsrichter abgezogen. "Das belastet uns aber derzeit nicht. Wir schauen von Spiel zu Spiel und wohin die Reise wirklich geht, darüber werden wir uns wohl erst Ende März unterhalten", erklärt Fürths Trainer Stefan Eger. Gleichzeitig ist für Eger aber auch klar, dass man gegen keine Mannschaft zweimal verlieren will. "Zu Hause ist das Ziel immer, zu gewinnen. Crumstadt ist aber eine harte Nuss", hat er Respekt vor den erfahrenen Gästen, die nach der Vize-Meisterschaft im vergangenen Jahr "nur" auf Rang fünf rangieren.

Mit viel Rückenwind empfängt die HSG Bensheim/Auerbach am Sonntagabend (18 Uhr) die ESG Erfelden. Der jüngste 36:33-Erfolg bei der ESG Crumstadt/Goddelau, zuvor die Mannschaft der Stunde, haben die Bensheimer viel Selbstvertrauen getankt. Übermütig wird man bei der HSG aber nicht. Dafür sorgt schon Trainer Moritz Brandt vor der Partie gegen den Tabellenelften. "Natürlich wollen wir dieses Spiel gewinnen. Aber wir brauchen genau die gleiche Einstellung, wie gegen Crumstadt. Mit halber Kraft gewinnt man in dieser Liga gegen keinen Gegner", so der Coach. Brandt will mit seinem Team vom derzeitigen Rang sechs noch zwei Plätze gutmachen, hat Tabellenplatz vier als Ziel ausgegeben.

"Das Spiel kommt jetzt vielleicht gerade recht. Es ist eine Partie, in der wir nichts zu verlieren haben und ohne Druck aufspielen können", blickt Frank Herbert, Trainer des TV Groß-Rohrheim, dem Auswärtsspiel am Sonntagabend beim Titelkandidaten MSG Roßdorf/Reinheim entgegen. Der Coach hofft, dass sein Team nach der bitteren 24:33-Heimschlappe gegen den SV Erbach, nun beim scheinbar übermächtigen Gegner eine starke Leistung abrufen kann. So deutlich wie beim 22:36 im Hinspiel soll es diesmal nicht werden. Und seine Mannschaft hat zuletzt schon gezeigt, dass sie das Potenzial hat, die Großen der Liga zu ärgern. So wartet der TVG zwar seit fünf Spielen auf einen Sieg, holte in dieser Zeit aber gegen die beiden Spitzenreiter Pfungstadt und Fürth/Krumbach Unentschieden.

Von Erik Eichhornund Marcus Essinger