Kein Golf-Sieg beim „Lieblingsturnier“ in München

„Geburtstagskind“ Maximilian Kieffer enttäuscht über dritten Rang bei den BMW International Open. Maximilian Schmitt vom GC Rheinhessen belegt den 18. Platz. 

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München. Die deutschen Golf-Fans müssen weiter auf einen Heimsieg bei den BMW International Open warten. Ein gewisser Martin Kaymer war 2008 der letzte deutsche Champion in München. Der ehemalige Vorzeigegolfer gehört der sogenannten World Tour aber gar nicht mehr an, verdient er doch derzeit gutes Geld bei der umstrittenen LIV Serie.

Südafrikaner Lawrence fängt Niederländer Luiten noch ab

Dafür hätte sein Landsmann Maximilian Kieffer den Sieg in diesem Jahr verdient gehabt. Just an seinem 33. Geburtstag legte Kieffer eine fulminante Aufholjagd hin, um auf der 16. Bahn mit einem risikoreichen Schlag ins Wasser seine Träume platzen zu sehen. Statt des erwünschten Birdies wurde es ein Bogey. „Dies ist absolut mein Lieblingsturnier. Ich hätte gerne diesen Pokal in den Händen gehalten und bin definitiv enttäuscht“, sagte der am Ende mit elf Schlägen unter Par geteilte Dritte. Den Pokal und 340.000 US-Dollar durfte dagegen ein Südafrikaner einstreichen. Thriston Lawrence siegte mit 13 unter. Der Niederländer Joost Luiten, der noch als Führender in den Schlusstag gegangen war, verspielte seinen Vorsprung auf den letzten Löchern und musste mit zwölf unter mit dem zweiten Rang vorlieb. Wobei sein vorletzter Putt auf der 18 nur knapp am Loch für ein mögliches Stechen mit Lawrence vorbei lief.

Aus deutscher Sicht sorgte noch ein anderer Maximilian für Aufsehen. Max Schmitt vom GC Rheinhessen sollte nach der dritten Runde als geteilter Sechster der beste Deutsche sein. Mit einer eher bescheidenen Finalrunde von drei über rutschte der 25-Jährige am Finaltag noch auf Rang 18 zurück. „Die Woche war echt cool, auch wenn es heute dürftig war. Das Jahr war bisher eher durchwachsen“, hofft Schmitt, dass das gute Ergebnis aus München ihm Schub für die nächsten Wochen gibt.

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Deutsche mit Chancen auf den Ryder Cup

Das deutsche Golf hat ohnehin einige vielversprechende junge Männer in den Touren am Start. Yannik Paul, der sogar Chancen hat, in diesem Jahr beim Ryder Cup für das europäische Team zu spielen, musste allerdings in München verletzungsbedingt absagen. Altmeister Marcel Siem, ebenfalls noch mit Chancen auf den Ryder Cup, brach in München mit einer laut eigener Aussage „extrem peinlichen“ Schlussrunde ein und belegte nur Rang 73. Doch Kieffer, dem bisher ein Sieg auf der European Tour gelang, kündigte schon an, im nächsten Jahr beim Lieblingsturnier wieder anzugreifen.