Unerwartetes Comeback von Christoph Moritz

aus SV Darmstadt 98

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Christoph Moritz gibt beim 3:0-Testspielsieg sein Comeback im Lilien-Trikot. Foto: Florian Ulrich

Leihspieler vom Hamburger SV kommt nach auskurierter Schulterverletzung beim 3:0-Testspielsieg des SV Darmstadt 98 in Aschaffenburg eine Halbzeit lang zum Einsatz.

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ASCHAFFENBURG. (jaf). Der eine oder andere Fan des Fußball-Zweitligisten SV Darmstadt 98 rieb sich am Freitagabend beim Testspiel beim Regionalligisten Viktoria Aschaffenburg verwundert die Augen: In den ersten 45 Minuten stand Christoph Moritz auf dem Platz, einen knappen Monat, nachdem er sich im Spiel gegen Dynamo Dresden die Schulter ausgekugelt hatte. Viele hatten befürchtet, dass der Leihspieler vom Hamburger SV bis Saisonende ausfällt – das ist nicht der Fall.

„Es gab die Überlegung, ob man das operativ oder konservativ behandelt“, sagte Lilien-Trainer Dimitrios Grammozis nach dem 3:0-Testspielsieg. „Die Ärzte haben zusammen mit dem Verein und in Absprache mit dem Spieler entschieden, das konservativ anzugehen. Bisher ist es relativ schnell gegangen – toi, toi, toi“, sagte Grammozis. In der ersten Halbzeit war Moritz nichts mehr anzumerken, ob er schon eine Option für das Zweitligaspiel am kommenden Samstag (13 Uhr) gegen Jahn Regensburg ist, wird sich erweisen.

„Wichtig ist, dass er sich schnell stabilisiert und dann die restlichen Spiele bis zum Ende der Saison voll durchziehen kann. Er ist jetzt aber natürlich ein bisschen raus gewesen, man muss abwarten, wie die Fitness ist.“

Der Sieg auf einem schlechten Platz – gespielt wurde wegen der dortigen Flutlichtanlage im Stadion am Damm – stellte Grammozis insgesamt zufrieden. „Erst mal bin ich froh, dass sich kein Spieler verletzt hat, das war unsere größte Sorge“, atmete der Trainer durch. „Die Jungs haben das sehr professionell gemacht, auch auf diesem Platz war Spiellaune da. Und die Tore waren schön herausgespielt.“

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Johannes Wurtz (34.), Serdar Dursun (67./Foulelfmeter) und Sören Bertram (69.) hatten die Treffer für den SV 98 erzielt. Vor allem Bertrams 3:0 sorgte für viel Applaus: Er schoss einen Freistoß aus knapp 20 Metern Entfernung genau ins rechte obere Eck. „Wer trifft, hat immer recht“, sagte Grammozis lachend. „Es ist eine gute Option, gute Jungs zu haben, die Standards schießen können. Tobias Kempe kann das, Sören auch.“

Den Aschaffenburger Trainer Jochen Seitz kennt Grammozis übrigens noch aus gemeinsamen Zeiten beim 1. FC Kaiserslautern, und er traut der Viktoria noch einiges zu. „Jochen stellt Mannschaften immer gut ein. Sie werden noch eine gute Rolle spielen in der Rückrunde.“