Marvin Mehlem sehnt die Trainingsnormalität herbei

aus SV Darmstadt 98

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Lilien trainieren weiter in Kleingruppen. Die Trainerfrage ist beim SV Darmstadt 98 weiter offen.

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DARMSTADT. „Wir müssen weiter geduldig bleiben und dürfen nichts übers Knie brechen. Auch wenn wir natürlich alle hoffen, dass wir bald wieder normal trainieren können“, sagt Marvin Mehlem nach der Mittwochstrainingseinheit des Fußball-Zweitligisten SV Darmstadt 98. Er klingt müde, sehen können ihn die Journalisten nicht. Denn auch zu den Lilien besteht derzeit kein persönlicher, sondern nur telefonischer Kontakt.

Die Mannschaft ist in Kleingruppen mit maximal sechs Spielern aufgeteilt, die auf zwei Plätzen im Schichtbetrieb trainieren. „Vielleicht wird in den nächsten Tagen neu eingeteilt“, sagt Mehlem, der mit Tobias Kempe, Marcel Heller, Braydon Manu, Tim Skarke und Erich Berko seit dem Trainingswiederbeginn in der vergangenen Woche eine Gruppe bildet.

„Das macht auf jeden Fall mehr Spaß als zuvor beim Einzeltraining zu Hause. Es ist schön, wieder den Ball am Fuß zu haben. Passspiel, Taktik und Torschussübungen sind nun wieder drin – aber mehr geht nunmal nicht“, sagt Mehlem. Und natürlich Kondition bolzen ist möglich, wie am Mittwoch. „Der Parcours war verdammt anstrengend“, sagt Mehlem. Er sehnt die Trainings-Normalität „mit Zweikämpfen und allem was dazu gehört“, herbei. Auch wenn es derzeit schon wieder mehr Freude machen würde, als alleine durch den Wald zu joggen.

Marvin Mehlem muss sich zumindest keinen Kopf um die eigene Zukunft machen. Der Vertrag des 22 Jahre alten Mittelfeldspielers, der seit 2017 für die Lilien spielt, läuft noch bis 2022. Wer Nachfolger von Trainer Dimitrios Grammozis wird, wagt er nicht einzuschätzen. „Da wird zwar viel spekuliert, aber darüber mache ich mir keine großen Gedanken. Der Verein wird sicherlich wieder die richtige Entscheidung treffen.“ Für ihn hat die Fortsetzung der Runde Priorität. Wann auch immer das sein wird.

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Von Jens-Jörg Wannemacher