Keine Neuen beim Trainingsauftakt des SV Darmstadt 98

aus SV Darmstadt 98

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Lilien-Torwarttrainer Dimo Wache (rechts) und Torhüter Max Grün (Mitte) sind wieder am Ball. Foto: Florian Ulrich

Beim ersten Training der Lilien nach der Winterpause gaben nicht nur die Torhüter Max Grün und Rouven Sattelmaier ihre Comebacks. Auch Torwarttrainer Dimo Wache stand wieder...

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DARMSTADT. Das Weihnachtsfest hatten sich die Fußball-Zweitligaprofis des SV Darmstadt 98 selbst verdorben. Denn tags vor dem Heiligen Abend hatten sie sich bei der 2:6-Niederlage beim SC Paderborn blamiert. Viel Zeit zum Abschalten und Nachdenken hatten die Lilien nicht. Wie viele andere Proficlubs starteten sie am Donnerstag, nicht einmal zwei Wochen nach dem letzten Spieltag vor der kurzen Winterpause, in die Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte.

Und es standen drei Mann auf dem Trainingsplatz, die monatelang pausieren mussten: Torwarttrainer Dimo Wache, der seit Sommer wegen seiner Diabeteserkrankung passen musste, sowie die Torhüter Max Grün (Bänderverletzung am Ellbogen) und Rouven Sattelmaier (Kreuzbandriss). "Wir sind froh, dass Dimo Wache wieder auf dem Platz steht. Wer heute sein Lachen auf dem Gesicht gesehen hat, weiß wie froh er ist", sagte Schuster. Uwe Zimmermann und Wache werden bis zum Saisonende gemeinsam das Torwarttraining leiten.

Wer jedoch auf Neuzugänge gehofft hatte, wurde im ersten Training enttäuscht. Doch überraschend war das nicht. "Gute und für uns interessante Spieler haben Verträge. Wir müssen genau hinsehen und versuchen, das Optimale herauszuholen", sagte Schuster. Er sucht vor allem für zwei Positionen Verstärkungen: fürs defensive Mittelfeld sowie die rechte Außenverteidigerposition. "Qualitätssteigerung wäre gut für uns. Zumal das den Leistungsdruck erhöht", wich Schuster der Frage aus, ob er daran denkt, dafür andere Spieler abzugeben.

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Und mehr als zwei Neue dürften es wohl nicht werden. "Wenn wir bis zum Beginn des Trainingslagers einen Zugang dabei haben, wäre das super. Aber das kann auch bis Mitte oder Ende des Trainingslagers dauern", schließt er Schnellschüsse aus - das war noch nie Schusters Ding. Um die Neuen zu integrieren, bleibt aber nicht viel Zeit, denn am 29. Januar geht es gegen St. Pauli weiter. Die Transferperiode endet Ende Januar.

Nicht dabei waren am Donnerstag Joevin Jones und Orrin McKinze Gaines. Schuster: "Wir haben ihnen aufgrund der Entfernung zu ihren Familien ein bisschen länger Urlaub gegeben. Sie haben während der Saison keine Möglichkeit, ihre Familien zu sehen." Bis zum ersten Testspiel am Dienstag gegen den Drittligisten SV Wehen Wiesbaden (15 Uhr) sollen die beiden aus Trinidad und Tobago (Jones) sowie den USA (Gaines) zurückgekehrt sein.

Marcel Franke und Slobodan Medojevic wurden noch geschont. Aber sie steigen am Freitag wieder voll ins Geschehen ein. "Das war heute nur ein lockerer Aufgalopp mit der Maßgabe, das Training unfallfrei zu überstehen", sagte Schuster. Kein Grätschen, kein zu intensives Zweikampfverhalten lauteten die Vorgaben. "Dennoch war viel Elan drin, alle wirken hochmotiviert", war der Coach, der am vergangenen Samstag 51 Jahre alt wurde, zufrieden. "Ab morgen wird es ernst, ab dann geht's richtig zur Sache."

"Wir müssen einige taktische Sachen in die positive Richtung drehen. Offensiv Automatismen anbieten und vor allem defensiv kompakter stehen", fordert der Trainer "die Flut von Gegentoren einzudämmen." Wie zuletzt bei der 2:6-Packung in Paderborn. Dass ausgerechnet Paderborn am 22. Januar der letzte Testgegner vor Rundenbeginn ist, hat mit dem 2:6 nichts zu tun. "Das Spiel hatten wir schon vor längerem ausgemacht, denn so viele Möglichkeiten gibt es ja nicht." Aus der Zweiten Liga ist Paderborn der einzige Verein, gegen den die Lilien in dieser Saison bereits beide Spiele bestritten haben."

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Von Jens-Jörg Wannemacher