Gladbach benötigt Schützenhilfe

aus SV Darmstadt 98

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Lars Stindl kämpft mit Borussia Mönchengladbach noch um die Teilnahme an der Europa League.Foto: dpa  Foto: dpa

In der Champions League zeigte Borussia Mönchengladbach in der ersten Saisonhälfte teils mutige Auftritte, in der Europa League schieden die Fohlen schließlich gegen den FC...

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MÖNCHENGLADBACH. In der Champions League zeigte Borussia Mönchengladbach in der ersten Saisonhälfte teils mutige Auftritte, in der Europa League schieden die Fohlen schließlich gegen den FC Schalke aus. In der Fußball-Bundesliga endet die Saison für den Traditionsklub wahrscheinlich im Mittelmaß – wenn nicht am Samstag (15.30 Uhr) im Heimspiel gegen den SV Darmstadt 98 und auch auf den anderen Plätzen noch so einiges passiert.

Theoretisch ist noch Platz sieben möglich

Die Gladbacher sind derzeit Tabellenneunter, haben häufiger verloren als gewonnen und ein negatives Torverhältnis. Dennoch besteht in Zeiten der vielen Europacup-Plätzen für deutsche Vereine weiter die Möglichkeit, in der kommenden Runde international dabei zu sein. Voraussetzung dafür ist, dass Borussia Dortmund das Pokalfinale am 27. Mai gegen Eintracht Frankfurt gewinnt. Dann würde Platz sieben für die Europa League ausreichen. Und den kann die Borussia noch schaffen.

Voraussetzung dafür ist einerseits, dass der 1. FC Köln sein Heimspiel gegen Mainz 05 verliert. Zugleich darf Werder Bremen in Dortmund nicht gewinnen. Tritt beides ein und schlägt die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking am Samstag die Darmstädter, erreicht sie noch Platz sieben – und müsste dann den Dortmundern die Daumen drücken.

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Selbst für den Fall, dass während der Partie gegen die Lilien durchsickert, dass es auf den anderen Plätzen aus Gladbacher Sicht hoffnungslos steht, dürften die Fohlen nichts zu verschenken haben: So könnten sie im Falle einer Niederlage gegen die Mannschaft von Trainer Torsten Frings noch von Schalke und der Frankfurter Eintracht überholt werden – was in der TV-Geld-Tabelle und der damit verbundenen Ausschüttung in der kommenden Saison einen Millionenbetrag kosten würde.

Mindestens zwei Spieler werden mit besonderem Rückenwind in die Begegnung mit den Südhessen gehen: Ibrahima Traoré und Lars Stindl verlängerten in dieser Woche vorzeitig ihre Verträge bis 2021. Traoré gilt als Publikumsliebling, Stindl ist Kapitän und wettbewerbsübergreifend torgefährlichster Borusse. Zudem wurde Stindl am gestrigen Mittwoch für den Confed-Cup nominiert – ein Zeichen, dass für ihn auch die WM 2018 in Russland erreichbar ist.

Stindl dürfte am Samstag als hängende Spitze hinter dem Ex-Offenbacher André Hahn agieren, Traoré mit Jonas Hofmann das offensive Mittelfeld bilden.