Fabian Holland ist zurück

aus SV Darmstadt 98

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Links hinten eigentlich unverzichtbar: Lilien-Verteidiger Fabian Holland. Foto: Florian Ulrich

Am 3. November sah Fabian Holland gegen den 1. FC Magdeburg die Gelb-Rote Karte. Die Sperre ist abgesessen, Freude beim Verteidiger, denn: "Es ist echt schlimm, auf der Tribüne...

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DARMSTADT. Fabian Holland ist so etwas wie der Dauerbrenner beim Fußball-Zweitligisten SV Darmstadt 98: Zwölf Mal stand er in dieser Saison in der Startelf, zehnmal spielte er durch. Nur am zweiten Spieltag, beim 0:2 beim FC St. Pauli, wurde er ausgewechselt - nach 81 Minuten, um die Mannschaft offensiver auszurichten. Und am 3. November durfte er nicht durchspielen - gegen den 1. FC Magdeburg sah der Verteidiger nach 69 Minuten die Gelb-Rote Karte.

Die Sperre hat er vor eineinhalb Wochen abgesessen, beim 0:1 beim VfL Bochum ersetzte Sebastian Hertner den Linksverteidiger positionsgetreu. Dass Holland am kommenden Samstag gegen den 1. FC Köln - Anstoß am Böllenfalltor ist um 13 Uhr - wieder spielen wird, darf aber als sicher gelten. "Vom Gefühl her ist es viel schlimmer, draußen zu stehen, nur zuschauen zu können und mitzufiebern", sagt der 28-Jährige, der als Zuschauer in Bochum dabei war. "Man ist voller Adrenalin. Es ist echt schlimm, auf der Tribüne zu sitzen."

Vier Gelbe Karten

Vor seiner Gelb-Roten Karte hatte Holland gegen Magdeburg übrigens schon Gelb gesehen, er wäre in Bochum sowieso gesperrt gewesen. Nun hat er also wieder vier Gelbe Karten auf dem Konto - bei der nächsten wäre er folglich wieder gesperrt. "Es lohnt nicht, sich da groß Gedanken drüber zu machen", sagt Holland. "Ich kann ja nicht ins Spiel gehen mit dem Gedanken, dass ich mir bloß keine Gelbe abholen darf." Das würde hemmen, und das würde gegen einen Gegner wie Köln auch nicht funktionieren. Denn gegen eines der Spitzenteams der Liga heißt es immer vollen Einsatz zeigen - und das geht nur, wenn auch wirklich jeder Zweikampf voll angenommen wird.

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Dass die Lilien am Samstag Außenseiter sind, würde Holland wohl nicht verneinen. "Das wird definitiv Schwerstarbeit. Das ist eine der Mannschaften mit der höchsten Qualität, sowohl offensiv als auch defensiv", zollt der Verteidiger dem Gegner Respekt. "Ihr Kader ist definitiv erstligareif. Da kommt eine Riesenaufgabe auf uns zu." Angst hat aber natürlich keiner, die Mannschaft freut sich auf die Aufgabe, sagt der Linksverteidiger. "Wir wollen etwas mitnehmen. Allgemein ist es in der Zweiten Liga ja immer sehr schwer." Gegen Köln freilich dürfte es noch einmal einen Tick schwerer sein.

Holland brennt auf die Partie, in der nicht nur er, sondern auch Kapitän Aytac Sulu von einer Sperre bedroht ist - beide haben viermal Gelb gesehen. Fehlen wird am Samstag Tobias Kempe, der in Bochum seine fünfte Gelbe Karte gesehen hat. Weshalb wahrscheinlich Yannick Stark wieder im defensiven Mittelfeld spielen wird. Wilson Kamavuaka stand zuletzt nicht einmal mehr im Kader.

"Köln ist schon nochmal ein anderes Kaliber", denkt der 28-Jährige, der im Sommer 2014 von Hertha BSC ans Böllenfalltor kam und somit schon ein alter Hase bei den Lilien ist. "Aber die müssen auch erst mal herkommen und die drei Punkte holen. Wenn wir es schaffen, die Räume eng zu machen, Torchancen zu verhindern und auch noch Akzente nach vorne setzen, dann können wir definitiv etwas holen."

Nach Köln wartet Union Berlin

Nach dem Spiel gegen Köln geht es zu Union Berlin, was mindestens genauso schwer werden dürfte. Die letzten drei Partien des Jahres 2018 finden dann statt gegen Ingolstadt, in Aue und in Paderborn. Vermeintlich leichtere Gegner, sodass die 20 Punkte-Marke in der Winterpause realistisch ist. Aber wie Holland schon sagte: "In der Zweiten Liga ist es wirklich gegen jeden Gegner schwer."

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Auffällig ist, dass sich der SV 98 daheim deutlich leichter tut als auswärts. 13 von 17 Punkten haben die Lilien am Böllenfalltor geholt, nur Union Berlin war erfolgreicher (15 Punkte). In der Fremde hingegen gab es bisher nur einen Sieg - 1:0 in Heidenheim - und ein Remis (1:1 in Regensburg). Das ergibt Platz 17 in der Auswärtstabelle. "Wir werden auch auswärts wieder Punkte holen", misst Holland dem aber nicht allzu viel Bedeutung bei. "Positiv ist, dass wir zuhause schwer zu schlagen sind. Da wollen wir dran bleiben."

Am besten auch am Samstag gegen Köln. Der Linksverteidiger setzt dabei auch auf die Fans: "Wir müssen 100 Prozent abrufen. Mit unseren Anhängern im Rücken wollen wir alles geben, was wir können." Das dürften die Fans gerne hören.