Stammplatz: Ladehemmung, ungleiches Derby und Comeback

Was läuft am Sport-Wochenende in Mittelhessen? Wir blicken vom "Stammplatz" aus darauf.

Sportsfreunde, hier ist unser gemeinsamer Stammplatz: An dieser Stelle blicken wir auf das Sport-Wochenende - kompakt und treffsicher.

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Mittelhessen. Herzlich willkommen zu unserem Überblick. Wir setzen uns gemeinsam auf den Stammplatz, um auf das Sport-Wochenende zu schauen. Unter anderem mit diesen Themen: ein Urgestein des RSV Lahn-Dill kehrt auf das Parkett zurück, beim TSV Steinbach Haiger will man keine Stürmer-Diskussion, in Braunfels und Burgsolms ist man heiß auf das direkte Duell und der EC Bad Nauheim will aufpassen, dass es nicht zu deutlich wird.

(Hinweis: weiterführende Links zu den Artikeln findet ihr am Ende)

Im Fokus:

Feiert nach sechs Wochen Zwangspause sein Comeback gegen Hamburg: Thomas Böhme (l.), Kapitän und Topscorer des RSV Lahn-Dill.
Feiert nach sechs Wochen Zwangspause sein Comeback gegen Hamburg: Thomas Böhme (l.), Kapitän und Topscorer des RSV Lahn-Dill. (© Armin Diekmann)
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Rollstuhlbasketball - RSV Lahn-Dill will beim Böhme-Comeback Heimnimbus wahren

Das letzte Heimspiel des Sportjahres 2022 wird für den RSV Lahn-Dill noch einmal zu einem echten Highlight. Beim Gastspiel der BG Baskets Hamburg kommt es für den Tabellenführer der Rollstuhlbasketball-Bundesliga, der seine letzte Begegnung bei den Hamburgern vor rund drei Wochen absolviert hat, unter anderem zum Comeback von Kapitän Thomas Böhme. Hochball zur Partie des siebten Liga-Spieltages ist am Samstag um 19.30 Uhr in der Wetzlarer Buderus-Arena. Sollte der RSV auch gegen die Hanseaten siegreich sein, wären sie im gesamten Jahr 2022 in der heimischen Spielstätte gänzlich ungeschlagen geblieben. Nach sechs Wochen Zwangspause aufgrund einer Verletzung an der linken Hand überstrahlt dabei am Wochenende das Comeback des Wetzlarer Topscorers Thomas Böhme alle anderen sportlichen Aspekte des letzten Heimspiels in diesem Jahr. 

Fußball - TSV Steinbach: Bieler fordert mehr Fokus

Hat der TSV Steinbach Haiger auch in dieser Spielzeit ein Stürmerproblem? Eine Frage, die beim Blick auf die Statistik zunächst etwas absurd anmuten mag, stellt der Fußball-Regionalligist mit 42 Treffern doch die mit Abstand - der FC Homburg folgt mit 36 Toren auf Rang zwei - beste Offensive der Südwest-Staffel. Die beiden Stoßstürmer Arif Güclü und Danny Breitfelder haben daran aber nicht unbedingt den größten Anteil. Beide „Neuner” zeichnet zweifellos ein hohes Engagement aus. Sie lassen sich immer wieder fallen, fordern die Bälle und kurbeln die Offensive an. Vor dem Tor aber fehlt nicht nur in den Luftduellen die letzte Wucht, die letzte Konsequenz, der letzte Ticken Selbstverständnis. So richtig geplatzt ist der Knoten noch bei keinem von beiden. TSV-Trainer Pascal Bieler will diese Diskussion allerdings nicht aufkommen lassen. „Nein, wir haben kein Stürmerproblem”, wird der 36-Jährige deutlich und stellt einmal mehr das „Wir” in den Vordergrund. „Wir haben zuvor als Team gewonnen und in den vergangenen drei Partien eben auch als Team die Unentschieden geholt.”

Spruchreif - das Zitat zum Wochenende:

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Der dazugehörige Artikel:

EC Bad Nauheim will sich auf hohem Niveau stabilisieren -Mit Siegen gegen zwei Topteams hat der Eishockey-Zweitligist Ausrufezeichen gesetzt. Gegen unter Druck stehende Landshuter sowie die „Wundertüte” Freiburg soll nachgelegt werden.

Weitere Meldungen:

Fußball - Beide Seiten sind heiß auf ein eigentlich ungleiches Derby

Der letzte Spieltag vor der Winterpause in der Fußball-Gruppenliga hat es in sich: Denn unterschiedlicher könnten die Ausgangslagen im Derby zwischen dem FSV Braunfels und dem FC Burgsolms nicht sein. Während für die „Schlossstädter” weiterhin jedes Pünktchen im Kampf gegen den Abstieg Gold wert ist, gelang Peter Nagels Schützlingen eine Hinserie wie aus dem Bilderbuch. Mit nur einer einzigen Niederlage aus 20 Partien sind die Burgsolmser unangefochtener Spitzenreiter. „Wir wollen unbedingt gewinnen und werden alles reinhauen. Auf das 3:2 gegen Leusel, das aus meiner Sicht ein absolutes Topspiel war, werden wir aufbauen. Wir haben uns trotz des Rückstandes nicht aus dem Konzept bringen lassen und verdient gewonnen. Taktisch und läuferisch war das auf höchstem Niveau”, freut sich der FCB-Coach. „Wir haben das Hinspiel verdient verloren, aber das Derby ist für uns immer etwas Besonderes, darauf freuen wir uns das ganze Jahr. Wenn wir in der Defensive gut stehen und von Beginn an hellwach sind, dann ist etwas möglich”, sagt indes Nebil Yener, Trainer des FSV Braunfels.

Auch wenn Nadine Gradl (M.) womöglich nicht dabei sein kann, die Waldgirmeser Volleyballerinnen wollen sich weiterhin nicht unterkriegen lassen. Beim nächsten Versuch, endlich zu punkten, wird der TSV Haching München in Atzbach vorstellig.
Auch wenn Nadine Gradl (M.) womöglich nicht dabei sein kann, die Waldgirmeser Volleyballerinnen wollen sich weiterhin nicht unterkriegen lassen. Beim nächsten Versuch, endlich zu punkten, wird der TSV Haching München in Atzbach vorstellig. (© Steffen Bär)

Volleyball - „Hasen” sollen nicht durch Lahnaue hoppeln, wie sie wollen

Unterhaching? Da denkt der Sportinteressierte erst mal an die Spielvereinigung, die Fußballer, die einst Ballack und Bayer schlugen und Bayern damit zum Deutschen Meister machten. Im zweiten Atemzug sind dann aber schon die Volleyballer zu nennen, der TSV Haching München (so der Name seit der Kooperation mit den „Sechzigern” 2021) spielt in der höchsten deutschen Spielklasse. Still und heimlich haben sich aber auch die Volleyballerinnen aus der Gemeinde vor den Toren der bayrischen Landeshauptstadt einen Namen in der Szene gemacht. In der vergangenen Saison stiegen die „Hachinger Hasen” in die 2. Bundesliga Süd auf - und treffen nun am Sonntag (16 Uhr) in der Sporthalle der Atzbacher Lahntalschule auf den TV Waldgirmes.

Basketball - Gießen 46ers: Eine Frage der richtigen Motivation

Branislav Ignjatovic hat gute Laune. Dafür hat der Headcoach der Gießen 46ers auch allen Grund. Zuletzt sammelte sein Team in der 2. Basketball-Bundesliga ProA drei Siege am Stück ein, kletterte so im Klassement aus dem biederen Mittelfeld auf Rang drei. „Es ist eine stetige Entwicklung der Mannschaft zu sehen. Defensiv standen wir in den letzten Spielen immer besser und offensiv haben wir sehr gut den Ball laufen lassen”, freut sich „Frenki” über die starke Form seiner Jungs. Denn: Zuletzt hatten die 46ers im Jahr 2018 drei Siege am Stück gelandet. Entsprechend gestärkt gehen die Lahnstädter in die nächste Heimaufgabe, wenn am Samstagabend (19 Uhr) die Baskets Münster in der Osthalle gastieren. Das anstehende Spiel ist vor allem im doppelten Sinne ein kleines Wiedersehen. So standen sich beide Teams vor Saisonbeginn im Finale des Pointers-Cups gegenüber. Zum anderen steht mit Björn Harmsen ein Trainer an der Münsteraner Seitenlinie, der vor einer Dekade noch seine Brötchen an der Lahn verdiente.

Durch die Linse - das Foto:

Der dazugehörige Artikel:

Abschied vom FSV Hessen Wetzlar mit drei Punkten? - Die Regionalliga-Fußballerinnen aus der Domstadt wollen im Heimspiel gegen den SV Alberweiler ihren guten Lauf fortsetzen. Eine Akteurin läuft dabei letztmals im FSV-Trikot auf.

Wir wünschen euch ein schönes Wochenende, bis nächste Woche an dieser Stelle auf unserem Stammplatz. Bleibt sportlich.