VfR Würzberg: Neuer Spielertrainer, neue Hoffnungen

Tobias Back und drei Neuzugänge verstärken den B-Ligisten zur neuen Saison. Der Kapitän Rene Jung verlässt den VfR.

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WÜRZBERG. Häufig genug wurde der VfR Würzberg mit einem schlafenden Riesen in der Fußball-Kreisliga B verglichen, der immer etwas zu spät aufwacht, wenn der Zug bereits ohne ihn abgefahren ist. Das soll sich künftig ändern: Dafür steht ein neuer Mann auf der sportlichen Kommandobrücke: Tobias Back.

Auch in der vergangenen Spielzeit kam der VfR erst sehr spät in die Gänge: Mit etwas Fortune erreichten die Fußballer aus dem Michelstädter Stadtteil die Aufstiegsrunde. Glück deswegen, weil beispielsweise die Gruppenliga-Reserve des FV Mümling-Grumbach und die Kreisoberliga-Reserve der TSG Steinbach zu viel liegen ließen und der VfR somit bis in die Runde der besten Acht vorstieß. Dort angekommen, war die Mannschaft des damaligen Trainers Andreas Trunk allerdings schnell auf Betriebstemperatur, kam nach drei Siegen und einem unglücklichen Unentschieden bis auf sechs Zähler an das führende Führungsduo heran. Dann aber verlor der VfR gegen Gammelsbach (2:5), gewann gegen Breitenbrunn sensationell 5:0 und unterlag abschließend in Neustadt 3:5. Das wiederum bedeutete Platz fünf in der Endabrechnung.

Jetzt soll es Tobias Back also richten. Der 31-Jährige wohnt im Mossautal und hatte zuletzt für Eintracht Wald-Michelbach in der Verbandsliga sowie SG Unter-Absteinach in der Kreisoberliga gespielt. Vor zwei Wochen begrüßte Back 20 Spieler beim Trainingsauftakt. Drei weitere Neuverpflichtungen sollen dem VfR in der neuen Saison helfen: Vom Kreisoberligisten VfL Michelstadt kommt Noah Neff, der den Angriff verstärkt, ähnlich wie Simon Strauß, der zuletzt für den A-Liga-Fünften KSG Vielbrunn auf Torejagd ging. Er ist nach Ansicht des neuen Spielertrainers ein Mann für das Mittelfeld.

Ebenfalls vom VfL Michelstadt wechselt Patrick Reh an die Hesselbacher Straße. Er könne der Mannschaft in jedem Fall weiterhelfen, machte zum Trainingsauftakt einen starken Eindruck. Auch zwei Abgänge beklagt Back: "Mit Rene Jung verlieren wir einen starken Angreifer und unseren Kapitän, der wieder nach Mümling-Grumbach wechselt. Gewechselt ist auch Tim Krauß nach Bad König." Der neue Mann sah seine neue Mannschaft schon in der gerade abgelaufenen Spielzeit, bezeichnet sie als charakterstark, kann auch dabei weiter auf routinierte Spieler wie Jens Waldhoff bauen, während Christopher Breitwieser (beide früher für Michelstadt in der Gruppenliga Darmstadt spielend) in den "Stand-by-Modus" geht.

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Geschlossenheit und Zusammenhalt machen für Back derzeit den Verein für Rasensport aus, wo er auch ansetzen will: Die B-Liga Odenwald sei nach Auffassung des Spielertrainers so stark, wie schon seit Jahren nicht mehr. Der Mossautaler sieht sieben, acht Mannschaften, die um Meisterschaft und Aufstieg mitspielen können. Darunter möchte auch Back sein: "Klar, wir wollen weiter nach oben. Abstiegskampf sollte eigentlich kein Thema für uns sein. Mit dem FC Finkenbachtal hat die Liga sicherlich auch ein Spitzenteam, das noch einmal das Teilnehmerfeld überragt."