TV Fränkisch-Crumbach II: Der Wiederaufstieg ist kein Muss

Der C-Ligist hat nach dem Abstieg zwar noch alle Chancen auf die Rückkehr in der B-Liga, will sich aber vor allem im Team weiterentwickeln.

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ODENENWALDKREIS. Die Absteiger aus der Fußball-Kreisliga B dominieren seit dem letzten Sommer die C-Liga Odenwald: Darunter auch die Kreisoberliga-Reserven des TV Fränkisch-Crumbach II und SG Nieder-Kainsbach II. Beide dürfen sich noch berechtigte Hoffnungen auf eine Rückkehr machen.

Der TV Fränkisch-Crumbach II entwickelte sich schnell zur Torfabrik in dieser Spielzeit: Sie schossen 76 Tore in 17 Spielen. Erzielten in nur drei Begegnungen 31:2 Tore. Darunter zwei zweistellige Erfolge. Dabei starteten die Rodensteiner denkbar schlecht in die Runde: Spielertrainer Björn Bathke erlitt schon im ersten Spiel gegen Türk Beerfelden II (4:4) einen Schien- und Wadenbeinbruch. Leon Keil, mit Unterstützung von Klaus Schulze, übernahm und machte ein Klassejob, lobte Marcus Weber vom Turnverein: "Sicherlich liegen wir im Aufstiegsrennen noch ganz gut als Fünfter, mit auch noch mehreren Spielen Rückstand. Wir werden uns auch nicht gegen den B-Liga-Aufstieg wehren, geplant ist der aber für diese Saison nicht", so der stellvertretende Abteilungsleiter. Die Rodensteiner stellen eine ganz junge Mannschaft, die einfach noch nicht über die nötige Erfahrung verfüge. Wie stark die Crumbacher in der neuen Besetzung aufspielen können, haben sie beim 2:1-Erfolg beim Topfavoriten SG Rothenberg II gezeigt. Aber Marcus Weber ist vorsichtig: "Wir haben ja in der letzten Saison selbst erfahren müssen, was passiert, wenn durch Ausfälle und Verletzungen die Mannschaft immer weniger konkurrenzfähig wird. Schnell gerät man in die Bredouille und steigt schließlich ab", betont Weber. Für Weber steht der Lerneffekt im Vordergrund: "Wir wollen auf Sicht wieder eine Mannschaft, die etwas erreichen kann."

Wer in der C-Liga am Ende letztlich oben stehen wird, ist noch längst nicht ausgemacht. Die SG Nieder-Kainsbach II ist in jedem Fall ein Kandidat für Meisterschaft und Aufstieg. Lediglich in drei von 17 Spielen verlor der B-Liga-Absteiger: Schon im dritten Spiel hieß es nach 1:0-Führung von Markus Karg doch 1:2 beim TSV Höchst III. Danach blieb das Team von Spielertrainer Dennis Meister sechsmal ohne Niederlage, darunter auch die Punkteteilung im Derby gegen den TV Fränkisch-Crumbach II. Direkt im Anschluss erlebte die SG II ein 3:5-Desaster gegen den Favoriten SG Rothenberg II. Die SGR II trat mit A-Liga-Top-Torjäger Steffen Heckmann an, der auch noch alle fünf Tore für seine Mannschaft schoss. Immerhin kam die SG II noch zur 1:0-Führung durch Patrick Haass und präsentierte sich auch ansonsten sehr durchdacht gegen die Rothenberger Angriffswucht.

SG Nieder-Kainsbach II ein heißer Aufstiegskandidat

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Da kam anschließend der späte 3:2-Erfolg gegen die KSG Vielbrunn II gerade richtig, als Timo Fornoff (84.) erst in der Schlussphase den umkämpften Sieg klar machte. Mit 18 Gegentreffern kassierte Nieder-Kainsbach die zweitwenigsten Tore in der Liga. Die Bilanz wurde etwas beim letzten Spiel vor der Winterpause getrübt. Beim neuen Spitzenreiter SSV Brensbach II setzte es eine 0:3-Niederlage. Gegen den Nachbarn war die Meister-Elf ohnehin nicht sehr erfolgreich: Kein Torerfolg in 180 Minuten gegen den Kooperationspartner im Jugendfußball. Dennoch bleibt die SG ein ganz heißer Tipp im Kampf um den B-Liga-Aufstieg.