Tabellenbild trügt: Seckmauern hat es in eigener Hand

Die Mannschaft des TSV Seckmauern will am Samstag den Klassenerhalt perfekt machen. Archivfoto: Joaquim Ferreira

Gruppenligist TSV Seckmauern rangiert zwar auf dem Relegationsplatz, hat dennoch alles in der eigenen Hand. In der Kreisoberliga ist der FC Rimhorn im Dauereinsatz.

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ODENWALDKREIS. In der Fußball-Gruppenliga Darmstadt braucht der TSV Seckmauern für den Klassenerhalt am Samstag (27.) ab 16.30 Uhr gegen die FSG Riedrode einen letzten Sieg. Die Partie des TSV Höchst wurde verlegt. In der Kreisoberliga Dieburg/Odenwald sind zwar alle Entscheidungen gefallen, auf den FC Rimhorn wartet aber trotzdem noch eine letzte turbulente Woche, die am Samstag um 12.45 Uhr mit der Partie beim VfL Michelstadt beginnt.

Die Tabelle trügt: Zwar rangiert der TSV Seckmauern dort aktuell noch auf Platz zwölf und somit auf dem Relegationsrang, tatsächlich dürfen die drei Punkte aus dem letzten Spieltag, welche der TSV gegen die zurückgezogenen Sportfreunde aus Heppenheim kampflos erhält, bereits mit eingerechnet werden. Somit geht Seckmauern mit zwei Zählern Vorsprung in seinen letzten Spieltag gegen die FSG Riedrode. Ein Punkt würde gegen den Tabellenfünften, der in diesem Jahr noch kein Ligaspiel verloren hat, bereits reichen. Und Unentschieden kann Riedrode: Mit neun Remis hat kein anderes Team in der Liga öfter die Punkte geteilt. „Riedrode gehört zu den stärksten Rückrundenmannschaften, aber wir wissen, was auf uns zukommt und werden alles rausfeuern“, kündigt Trainer Albano Carneiro an, der auf einen kompletten Kader zurückgreifen kann.

Doch auch bei einer Niederlage droht dem TSV keineswegs die Relegation, muss Konkurrent TSV Auerbach doch einen Tag später gegen den Meisterschaftsanwärter Rot-Weiß Walldorf II ran, der auf dem Weg zum Titel keine Punkte zu verschenken hat. „Wir wollen nicht bis Sonntag warten“, stellt Carneiro vorab aber schon mal klar, „sondern wollen den Klassenerhalt am Samstag festmachen und 90 Minuten Gas geben.“ Im Hinspiel reichte es dadurch immerhin zu einem 3:1-Sieg.

Nachdem der TV Fränkisch-Crumbach unter der Woche den Klassenerhalt durch einen 2:1-Sieg gegen den FV Mümling-Grumbach endgültig gesichert hat, sind in der Kreisoberliga alle Entscheidungen mit Odenwälder Beteiligung gefallen. Ein spannendes Restprogramm hat somit nur der FC Rimhorn vorzuweisen, der aufgrund diverser Spielabsagen erst 30 Spiele auf dem Konto hat und nun binnen einer Woche noch vier Spiele absolvieren muss.

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Auf den VfL Michelstadt am Samstag folgt am Dienstag Viktoria Klein-Zimmern, am Donnerstag der FV Mümling-Grumbach und am finalen Spieltag die SG Nieder-Kainsbach. Bis auf Mümling-Grumbach wären Siege gegen die drei bereits feststehenden Absteiger für den FC eigentlich Pflicht, sodass es für Spielertrainer Dane Tarhan vor allem darum gehen wird, die Belastung zum Saisonende hin noch einmal gut zu dosieren. Mit Robin Breunig, Benjamin Bertholdt und Simon Friedrich sind drei angeschlagenen Spieler definitiv fraglich.

Immerhin konnte der FC nach sechs Niederlagen in Serie unter der Woche mal wieder mit 3:1 gegen den TSV Altheim gewinnen. „Das war unser erstes normales Spiel seit Wochen“, berichtet Tarhan, der sein Team zuletzt als „völlig außer Form“ bezeichnete. Wochenlang habe man auf das Pokalhalbfinale gegen den SV Hummetroth hingefiebert, das letztlich mit 1:5 verloren wurde, während es in der Liga schon längst um nichts mehr ging. „Nach dem Pokalspiel war alles richtig schlecht, wir hatten einen richtigen Leistungsabfall“, erinnert sich Tarhan. Dass die Rimhorner Fußball spielen können, hatten sie erst gegen Altheim wieder gezeigt. „Daran wollen wir in dieser Woche anknüpfen, um die Saison doch noch ordentlich zu Ende zu bringen“, sagt der Spielertrainer, der mit seinem FC trotz allem noch bis auf Rang sechs klettern könnte.

Die weiteren Spiele am Samstag: SV Groß-Bieberau – SV Hummetroth, Viktoria Klein-Zimmern – SV Lützel-Wiebelsbach, SG Nieder-Kainsbach – SC Hassia Dieburg, TSG Steinbach – SG Ueberau (alle 15.30 Uhr).