Kreisoberliga: SG Sandbach holt zwei Neue aus Steinbach

Die SG blickt auf ein erstes Halbjahr mit Aufs und Abs zurück und blickt bereits auf die nächste Saison.

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SANDBACH. Nach einem durchwachsenen Saisonstart ist die SG Sandbach unter ihrem neuen Trainer Husam Sanori inzwischen im Ligaalltag der Fußball-Kreisoberliga Dieburg/Odenwald angekommen.

Das nennt man wohl einen Lauf: Mitte Oktober gab es die letzte nennenswerte Niederlage der SG Sandbach (0:3 gegen den TSV Lengfeld), danach verloren die Sandbacher von ihren sieben Spielen nur noch eines gegen das Spitzenteam des SV Groß-Bieberau (1:2) - und das ausgerechnet durch ein Gegentor in der Nachspielzeit. Zuvor hatte die SG auch Spitzenreiter SV Hummetroth einen Punkt abgetrotzt (2:2). Kein Wunder also, dass Trainer Husam Sanori nach dem "Punktemarathon" nun fordert, "dass wir genau da weitermachen".

Die Sandbacher Anlaufschwierigkeiten sind also behoben, die Verletzten und Urlauber nach den stets kritischen Sommermonaten in den Kader zurückgekehrt. Und auch die Chemie mit dem neuen Trainergespann stimmt inzwischen. "Das musste natürlich erst einmal wachsen zwischen Trainerteam und Mannschaft. Die Chemie hat von Anfang an gestimmt, aber wir mussten erst mal unsere Philosophie festigen. Inzwischen funktioniert das gut", berichtet Sanori, der mit seinem Team entsprechend schon neun Siege aus 19 Partien aufweisen kann.

Für die Restrunde haben sich die Sandbacher nun vor allem eine stabilere Defensive und besseres Pressing zum Ziel gesetzt, woran in der Vorbereitung gearbeitet werden soll. "Wir haben am Anfang viele Gegentore kassiert", erinnert sich Sanori, wobei sich die Abwehrleistung mit 34 Gegentoren inzwischen auf einem soliden Niveau eingependelt hat. Aber auch am Umschaltspiel und der Fitness will der Trainer in der Winterpause arbeiten, um im zweiten Saisonabschnitt vielleicht doch noch einen einstelligen Tabellenplatz realisieren zu können. Das Primärziel, nichts mit dem Abstieg zu tun zu haben, scheint bei zwölf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz immerhin zum Greifen nah. Und auch auf den neunten Platz fehlen den Sandbachern aktuell nur zwei Punkte. Bei der Erreichung des neuen Ziels sollen auch zwei neue Spieler helfen, die Sanori bereits bestens kennt - denn mit Anas Sanori und Nazmi Sanori (beide von der TSG Steinbach) haben sich seine beiden Söhne der SG angeschlossen.

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Ganz nebenbei will Sanori die restlichen 15 Spiele auch schon als Vorbereitung auf die neue Saison nutzen - denn dann will die SG angreifen. "Wir haben in den letzten fünf, sechs Spielen gezeigt, dass wir mithalten können. Deshalb setzen wir uns für die nächste Saison höhere Ziele", kündigt der Trainer an, der deshalb auch auf einen Aufstieg der beiden Über-Teams aus Hummetroth und Groß-Bieberau hofft.

In den kommenden Wochen werden der SV Traisa, der SV Mechenhard und die Darmstädter TSG 1846 noch Sandbacher Gegner in den Testspielen sein, ehe die Restrunde am 26. Februar mit dem Duell bei der KSG Georgenhausen startet. Zuhause hatte die SG Anfang November gegen den gleichen Gegner bereits einen 5:2-Sie bejubelt - den Sanori in der Form sicher gerne wiederholen würde.