Gruppenliga: Rückrundenauftakt mit Derby

Noch vor wenigen Wochen hätte man kaum geglaubt, dass sich im Odenwälder Derby in der Gruppenliga auch zwei Tabellennachbarn gegenüberstehen würden.

Anzeige

ODENWALD. In der Fußball-Gruppenliga Darmstadt empfängt der TSV Seckmauern am Sonntag (20.) ab 14.45 Uhr den TSV Höchst sowohl zum Derby als auch zum Rückrundenauftakt. In der Fußball-Kreisoberliga Dieburg/Odenwald ist der FV Mümling-Grumbach nach seiner Niederlage gegen den SV Hummetroth am Sonntag ab 15 Uhr bei der SG Mosbach/Radheim zu Gast.

Noch vor wenigen Wochen hätte kaum ein Beobachter der Liga geglaubt, dass sich im Odenwälder Derby auch zwei Tabellennachbarn gegenüberstehen würden. Nach gänzlich entgegensetzten Richtungen zu Beginn der Runde - Höchst orientierte sich damals eher in Richtung Spitzengruppe, Seckmauern in Richtung Abstiegsplätze - hat sich die Formkurve der beiden Odenwälder Teams inzwischen stark angenähert. Während Höchst seit sieben Spielen auf einen Sieg wartet, hat sich Seckmauern vom vorletzten Tabellenplatz rauf auf Rang zehn gekämpft - einen Platz und einen Punkt hinter Höchst. "Die Tabelle sieht jetzt recht freundlich aus. Es hat gedauert, aber inzwischen sind wir in der Liga angekommen", sagt Seckmauerns Trainer Albano Carneiro, der die Spielklasse nach den Erfahrungen der ersten Hälfte "als "unfassbar stark" bezeichnet. Dass sich Seckmauern anfangs noch schwergetan hat, lag vor allem an immer wieder fehlenden Spielern und ständig wechselnden Aufstellungen. "Das erste Spiel gegen Höchst (1:2, Anm. d Red.) hätten wir nicht verlieren dürfen. Danach sind wir in einen Strudel geraten. Fakt ist aber: Wenn wir komplett sind, wächst die Mannschaft über sich hinaus", stellt Carneiro klar. Und das erhofft sich der Trainer auch am Sonntag von seinem Team, das dann erneut in Bestbesetzung antreten wird und den Anpfiff kaum erwarten kann. "Die Jungs freuen sich riesig darauf, sind richtig heiß und wollen punkten." Kein Wunder, würde Seckmauern mit einem Sieg doch an Höchst in der Tabelle vorbeiziehen. "Wir haben gegen Riedrode zuletzt ein klasse Spiel gemacht, aber Höchst ist ein ganz anderer Gegner. Das wird unglaublich schwer", will Carneiro den Gegner aber auch keineswegs unterschätzen.

Während sich also das eine Odenwälder Team aus seinem Abwärtsstrudel herausgekämpft hat, steckt das andere noch mittendrin. Nach der bitteren 2:4-Niederlage gegen Eintracht Bürstadt muss Höchst seinen Blick nun langsam doch nach unten richten. Entsprechend kommt das Derby für Spielertrainer Christian Remmers genau zur richtigen Zeit: "Ein Derby hat wie der Pokal seine eigenen Gesetzte. Das ist unsere Chance, die Köpfe endlich freizubekommen." Dafür müsse Höchst aber auch jede Menge Kampf, Aggressivität und Leidenschaft auf den Platz bringen, denn den Gegner lobt Remmers zugleich für seine gute Arbeit in dieser Saison. "Es ist schön, dass es mit Seckmauern eine weitere Mannschaft gibt, die den Odenwald so gut vertritt. Albano ist ein akribischer Arbeiter, der seine Mannschaft sehr gut formt. Sie sind auf dem richtigen Weg, und davor haben wir Respekt", sagt Remmers weiter. Anders als beim Gegner gibt es bei Höchst für Sonntag indes personell noch viele Fragezeichen. Mit Leo Schnellbacher, Deniz Babayigit, Christoph Eisenhauer und Rico Blecher sind gleich vier Spieler angeschlagen.

SV Hummetroth - FV Mümling-Grumbach 5:2 (4:0). Die Gäste bekamen vor allem in der ersten Halbzeit keinen Zugriff im Mittelfeld und mussten so die Gegentreffer durch Morten Gräf (20.), Giuseppe Burgio (31.), Christopher Nguyen (42.) und Tino Lagator (45.) hinnehmen. In der zweiten Hälfte lief es zwar besser für Mümling-Grumbach, zu mehr als den beiden Treffern von Marco Kepper (70.) und Lukas Gebhardt (81.) reichte es aber nicht mehr. Daniele Toch legte zudem für den SV noch einen Tor nach (76.). "Aufgrund der Konsequenz verdient", wie Mümling-Grumbachs Vorstand Thomas Schmauß anerkannte, "aber vielleicht ein Tor zu hoch". Insgesamt hätte sich der FV in der abgelaufenen Hinrunde drei, vier Punkte mehr gewünscht, Mentalität und Einstellung hätten zu Saisonbeginn aber noch nicht so gestimmt, wie Schmauß erklärt.

Anzeige

Zum Rückrundenstart gastiert der Tabellensiebte nun bei der SG Mosbach/Radheim, die man im ersten Aufeinandertreffen noch 2:0 geschlagen hatte. "Mosbach hat einen guten Lauf, das wird ein schweres Unterfangen. Wir müssen aus einer stabilen Abwehr heraus unsere Möglichkeiten nach vorne suchen." Immerhin geht es personell durch die Rückkehr von Angreifer Gebhardt wieder bergauf, der nach seinem Handbruch wieder fit ist und gegen Hummetroth prompt traf. Spielertrainer Chris Volk (krank) fehlt dagegen weiterhin.

Die weiteren Odenwälder Spiele am Wochenende: Germania Ober-Roden II - FC Rimhorn (Sonntag, 13 Uhr), VfL Michelstadt - SV Hummetroth, KSG Georgenhausen - SG Sandbach, TSG Steinbach - SV Lützel-Wiebelsbach, TV Fränkisch-Crumbach - TSV Altheim (alle Sonntag, 15 Uhr), SG Nieder-Kainsbach - TSV Lengfeld (Sonntag, 15.15 Uhr)