B-Liga: KSV Haingrund von Abstiegssorgen noch nicht erlöst

Der B-Ligist spielt eine durchwachsene Saison, darf sich aber vor allem über die Entwicklung eines Trios freuen.

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ODENWALDKREIS. Fußball-B-Ligist KSV Haingrund kann bislang nicht an die gute Vorsaison anknüpfen, in der die Mannschaft aus der Windlücke bis in die Aufstiegsrunde stürmte und sich zum Favoritenschreck entwickelte. Zum Eintritt in die Winterpause stand der KSV auf Tabellenposition zwölf, also genau einen Platz vor der Abstiegszone.

Aber längst nicht alles lief schief: "Es ist bislang eine durchwachsene Spielzeit, weil wir uns natürlich durch die Vorsaison mehr erhofft hatten", sagt Dorian Siebenlist. Der junge Trainer beklagt mehrere personelle Ausfälle, es fehle auch etwas die Harmonie und in den ausgetragenen Spielen habe ihm manchmal auch der notwendige Biss, die allerletzte Entschlossenheit, gefehlt. Der Coach ist von einem sicheren Tabellenplatz überzeugt, auch wenn die Mannschaft noch sehr jung ist. Sie habe dennoch ein starkes Potenzial.

Die Lage ist für die Lützelbacher nicht ungefährlich: Die Kreisoberliga-Reserven aus Michelstadt und Lützel-Wiebelsbach werden alles daran setzen, um ihre Perspektivteams in der B-Liga zu halten. Der TV Hetzbach II wird sich auf dem letzten Platz auch nicht kampflos ergeben und mit besserer Personaldecke wieder angreifen. "Uns fehlen einfach einige Punkte, die wir gegen die Spitzenteams liegen haben lassen", sagt Siebenlist, wo sich Haingrund häufig gut verkauft hat. Gegen Spitzenreiter Neustadt und gegen die Aufstiegskandidaten Gammelsbach sowie Günterfürst II verlor die Elf von der Windlücke jeweils mit einem Tor. "Wir stehen schlechter da, als wir uns selbst sehen", fügt Dorian Siebenlist. Schon gegen Topfavorit TSV Neustadt war eindeutig mehr drin, meint der Spielertrainer, der auch die 0:1-Niederlage gegen taktisch starke Gammelsbach als unglücklich bezeichnet. Das 1:2 gegen den TSV Günterfürst II war dagegen verdient. Umso wichtiger war der 1:0-Derbysieg gegen die GSV Breitenbrunn: "Das war für unsere Moral sehr gut. Die Mannschaft ist in diesem Spiel stark über den Kampf gekommen, habe enorme Leidenschaft gezeigt, einfach auch eine beachtenswerte Mannschaftsleistung geboten", sagt der Trainer.

Norbert Lauth wird in der neuen Saison Co-Trainer

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Die Liga ist gegenüber der Spielzeit 21/22 deutlich stärker geworden. Haingrund will sich aber nicht von seinem Weg abbringen lassen: "Wir werden weiter junge Fußballer in unser Team integrieren, dafür spricht auch unsere hohe Trainingsbeteiligung", macht Dorian Siebenlist den KSV-Plan deutlich. Trotz größeren Kaders konnte er selten die Mannschaft der Vorwoche zuvor bringen, weil personelle Ausfälle dem gegenüber standen. Auch diese Tatsache macht es in der Windlücke nicht leichter. Es gibt aber auch eine positive Entwicklung in der Altersstruktur der Mannschaft: Mit Max, Luis und Luca Tartler machen drei ganz junge Spieler immer mehr von sich reden und schießen bereits wichtige Tore für das Siebenlist-Team. Am letzten Spieltag vor der Winterpause schossen die jungen "Wilden" alle vier Tore beim 4:2 gegen Schlusslicht TV Hetzbach II. Es bewegt sich also etwas in Haingrund. Zur neuen Saison hat der Club mit Norbert Lauth einen Co-Trainer aus Amorbach verpflichtet. Lauth war mal Jugendtrainer in Seckmauern und Mechenhard. Er soll Dorian Siebenlist unterstützen, dessen private und beruflichen Verpflichtungen gestiegen sind.