B-Liga: KSV Haingrund hat Lust auf mehr

Der Verein aus dem Lützelbacher Stadtteil hat sechs neue Spieler verpflichtet und will auch in der kommenden Saison oben mitspielen.

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HAINGRUND. Es lohnt sich wieder, ein Fußballspiel auf der Windlücke anzuschauen: Dank einer starken Hinrunde in der vergangenen Saison ist der KSV Haingrund bis in die Aufstiegsrunde der Fußball-Kreisliga B gestürmt. Daran wollen die Fußballer aus dem Lützelbacher Stadtteil auch in der kommenden Spielzeit anschließen.

Nach der Winterpause lief bei den Spielern um Trainer Dorian Siebenlist hingegen längst nicht mehr alles so rund: Zwei Abgänge und zwei Spieler mit Kreuzbandrissen sowie Corona bremsten die Haingrunder etwas in ihrem Tatendrang aus. Auch wenn aus den restlichen sieben Spielen nur noch ein 3:3 gegen Aufstiegskandidat TSV Neustadt heraussprang, so ist der Aufwärtstrend dennoch erkennbar. "Die Umstände nahmen natürlich etwas den Fuß vom Pedal, dennoch hat sich Mannschaft enorm entwickelt, steht defensiv kompakter, hat nach wie vor viel Dynamik in ihren Aktionen nach vorne und nutzt vor allem die Torchancen konsequenter", sagt Siebenlist. Die Mannschaft habe überhaupt immer Lust auf Fußball, und bleibt auch außerhalb des Platzes gerne zusammen. Viele Mannschaftsabende, Trainingslager und jeden Freitag ein gemeinsames Essen tragen zum Teambuilding bei.

Der KSV hat zudem seine Personalplanungen frühzeitig und konsequent vorangetrieben, wodurch die Lützelbacher erneut sechs Neuzugänge begrüßen werden. Mit Thomas Wölfelschneider kehrt ein erfahrener Kicker zurück, der die Abwehr mit einem Durchschnittsalter von rund 20 Jahren verstärken wird. Auch Dominic Löw, der aus Bad König zurückkam, soll im Abwehrverbund weiterhelfen. In der Offensive erwartet der Haingrunder Coach gleich drei schnelle und torgefährliche Jungs: Von Türk Beerfelden kommt der 27-jährige Diyar Yildirim und aus der eigenen Jugend wechseln Luis und Luca Tartler in den Akivenbereich. Ebenfalls im Kader steht der erst 17-jährige Noah Tartler.

Siebenlist ist mit der Kaderzusammenstellung sehr zufrieden. Auch die Aussicht, dass im Januar 2023 zwei weitere 18-Jährige zum B-Ligisten dazustoßen werden, eröffnet dem engagierten Trainer neue Optionen.

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Die Erwartungen in Haingrund sind verständlicherweise gestiegen: "Ja, die Auftritte unserer Mannschaft machen auch uns selbst Lust auf mehr", sagt der Spielertrainer. Auf keinen Fall will der ehemalige Gruppenligaspieler des TSV Seckmauern in den Abstiegskampf verwickelt werden. Der KSV will sich weiter nach oben orientieren, auch unter der Einschätzung, dass diese neue Saison mit den A-Liga-Absteigern FC Finkenbachtal und Türk Breuberg nicht einfach wird. Und dann sind da noch immer die starken Mannschaften aus Gammelsbach, Kinzigtal, Breitenbrunn und Neustadt, die personell alle etwas für eine erfolgreichere Saison getan haben.

In Haingrund will der KSV seine Altersstruktur weiter betont jung halten. Die Neuzugänge eröffnen jedenfalls die Chance auf eine erneut erfolgreiche Spielzeit, davon ist auch Dorian Siebenlist überzeugt.