A-Liga: SV Beerfelden reicht 3:0-Führung nicht zum Sieg

Im Derby bei der SG Rothenberg sehen die Zuschauer viel Spektakel bis in die Nachspielzeit. Der TSV Sensbachtal feiert unterdessen den ersten Saisonerfolg.

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ODENWALDKREIS. Die SG Rothenberg hat den Sprung an die Tabellenspitze in der Fußball-Kreisliga A verpasst. Im Derby gegen den bislang noch sieglosen SV Beerfelden kam die SGR beim 4:4 mit einem blauen Auge davon. Den ersten Sieg feierte Aufsteiger TSV Sensbachtal in Erbach.

KSG Rai-Breitenbach - TSV Hainstadt 5:0 (2:0). Die KSG fand gut in die Begegnung, führte durch das Tor von Salih Atmaca (18.) folgerichtig. Danach war plötzlich Hainstadt besser, weil die Gastmannschaft die Zweikämpfe entschlossener annahm. Das 2:0 von Timm Heusel (43.), unmittelbar vor der Pause, schockte die Gäste nicht wirklich, denn diese wollten es zu Beginn der zweiten Hälfte wissen und warfen alles in die Waagschale. Sie gaben nie auf, schafften es aber nicht, einen Treffer anzubringen. Den wiederum besorgte der Gastgeber durch Patrick Romera Garcia (60.). Als dann auch noch Marc Giegerich (75.) draufsattelte, war die Begegnung gelaufen. Mit Maximilian Schultis' (80., Foulelfmeter) 5:0 bröckelte die Gegenwehr der Hainstädter endgültig. Da aber waren nur noch zehn Minuten zu spielen. Rai-Breitenbach zeigte einmal mehr, dass die Mannschaft von Spielertrainer Karsten Luft ein ernsthafter Kandidat für den Aufstieg zu sein scheint.

SG Rothenberg - SV Beerfelden 4:4 (2:3). Was für ein Derby in Rothenberg: Der SVB führte schnell mit 2:0 durch die Tore von Yannic Hartmann (10.) und Ilja Rupcic (20.). Dazwischen hielt Beerfeldens Schlussmann Kevin Gerbig (11.) einen Foulelfmeter und verhinderte den Ausgleich. Tim Löffler (21.) stellte sogar auf 0:3. Die Platzherren, die die Frühphase völlig verschliefen, kamen nach einer halben Stunde durch Tom Bulling (29., 37.) zum 2:3-Anschluss. Als Dennis Brauch (73.) zum 2:4 einschoss, sah alles nach einem Beerfelder Überraschungssieg aus. Doch die SGR wollte die Blamage vor eigenem Publikum verhindern: In der Schlussphase schafften sie es tatsächlich noch, durch Luca Jungblut (82.) und Elias Ben Hamed (88.) auszugleichen. Die Selbstkritik in Rothenberg war dennoch groß: Von Überheblichkeit, nicht genug Konzentration und den Gegner auch etwas unterschätzt zu haben war die Rede. Der SVB jedenfalls verdiente sich den Punkt allemal.

KSV Reichelsheim - TV Hetzbach 2:2 (0:2). Es war das erwartet schwere Heimspiel für die Reichelsheimer, die auf eine eingespielte, gut strukturierte Mannschaft aus der Oberzent trafen. Und dass der TVH auch torgefährlich ist, bewies er einmal mehr im ersten Durchgang: Kevin Schuhmann (3., 43.) traf gleich doppelt und stellte die Weichen auf Auswärtssieg. "Wir hatten auch unsere Chancen, aber wir nutzten sie nicht mit allerletzter Konsequenz", kommentierte Norbert Leist vom KSV. In der zweiten Halbzeit habe die KSV-Mannschaft eine unübersehbare Reaktion gezeigt, machte Leist deutlich. Reichelsheim machte Druck - und diesmal nutzten die Gastgeber auch ihre Chancen: Edwin Untereiner (57.) sowie Nils Arras (58.) glichen innerhalb einer Minute den Zwei-Tore-Rückstand aus. Auch danach besaß Reichelsheim Torgelegenheiten, um den Siegtreffer anzubringen, doch erneut brachten sie das Spielgerät nicht über die Hetzbacher Torlinie. "Insgesamt ist das Unentschieden gerecht", sagte Leist abschließend.

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FSV Erbach - TSV Sensbachtal 3:4 (0:1). Der Auftakt war für die Erbacher durchaus verheißungsvoll, denn schon in der dritten Minute hatte Wilson Machado die Riesenchance zur Führung. Wie die Platzherren mitteilten, besaßen Machado und seine Mitspieler noch weitere gute Möglichkeiten. Doch noch hatte die FSV Ladehemmungen und kassierte unmittelbar vor dem Seitenwechsel den Rückstand durch den Ex-Erbacher Bugra Kocahal (45.). Wiederum war es Sensbachtals Angreifer Bugra Kocahal (57.), der auf 0:2 stellte. Doch die Erbacher gaben im heimischen Sportpark nie auf, mobilisierten alle Kraftreserven und wurden für das gezeigte Engagement zunächst einmal belohnt: Wilson Machado (59., 65.) besorgte per Doppelschlag den Ausgleich. Es war ein offener Schlagabtausch in der zweiten Hälfte: Burak Kocahal (68.) brachte die spielerisch reifere FSV mit 3:2 in Führung. Doch die Oberzent-Elf steckte nie auf und suchte ihre Chance in der Offensive. Nach 72 Minute glich wiederum Bugra Kocahal für die Gäste aus. In der Nachspielzeit war es dann Noah Ulrich (90.+3), der eine Gelegenheit zum glücklichen Auswärtssieg der Ober-Sensbacher nutzte.