A-Liga: Friedrich und Schwarz verstärken SSV Brensbach

Lars Fornoff (links, im Zweikampf mit Dustin Wallraff von der SG Sandbach) und der SSV Brensbach müssen sich für den Klassenerhalt in der A-Liga noch ordentlich strecken.  Archivfoto: Herbert Krämer

Die Brensbacher blicken auf eine unglückliche erste Halbserie zurück, peilen aber trotzdem den Klassenerhalt an.

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BRENSBACH. Sorgen um einen möglichen Abstieg macht man sich beim Odenwälder Fußball-A-Ligisten SSV Brensbach. Bis auf Rang 15 stürzten die Gersprenztaler vor der Winterpause ab, doch es überwiegt nach wie vor Optimismus und Selbstvertrauen.

"Spielerisch liefern wir sogar eine gute Saison, wir waren oft die bessere Mannschaft, haben enge Spiele mit Pech verloren", erklärt Thomas Kerz. Gegentore in allerletzter Minute, wie beispielsweise gegen Hainstadt und Sandbachs Reserve haben der SSV den Rundenbeginn verhagelt. "Auch gegen das Spitzenteam aus Günterfürst (1:3) präsentierten wir uns engagiert. Das Heimspiel gegen Seckmauern II (1:2) müssen wir allerdings gewinnen", ergänzte Brensbachs Fußball-Abteilungsleiter.

Trotzdem war auch Trainer Michele Rodemer voller Selbstbewusstsein und kündigte bessere Zeiten für seine Mannschaft an. Gesagt, getan: Im Heimspiel gegen Inter Erbach gelang mit 4:0 ein erster Sieg mit Ausrufezeichen. Es folgte ein nicht unbedingt zu erwartender 2:1-Erfolg beim heimstarken FC Finkenbachtal. "Beim TSV Höchst II hatten wir etwas Pech, dass wir auf eine Mannschaft trafen, die Spieler aus der Gruppenliga eingesetzt hat." Eine 1:3-Niederlage war letztlich die Konsequenz.

Auf der Zielgerade zur Winterpause setzte es ein 1:3 gegen zielstrebigere Bad Königer und eine ganz bittere 2:4-Schlappe beim SV Beerfelden. Die Männer um Trainer Rodemer können sich in der Tabelle aber noch etwas nach vorne arbeiten: Am 6. März geht es bei der FSV Erbach um drei ganz wichtige Punkte, genauso wie bei der KSG Vielbrunn (13. März) und SG Rothenberg (20. März).

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"Wir haben zu viele Chancen liegengelassen und sind ständig Rückständen hinterhergelaufen. Dem Team ist aber kein Vorwurf zu machen. Es wird auch künftig nur über die Mannschaftsleistung gehen. Wir haben jetzt in der Winterpause mit Martin Schwarz und Tim Friedrich zwei hervorragende Verstärkungen dazu bekommen, die uns gerade im Offensivbereich und im Spielaufbau weiterhelfen werden", so Kerz. Gerade Tim Friedrich, der eigentlich aus dem Nachwuchsbereich der SSV entsprang und zuletzt für Nachbar KSV Reichelsheim in der Kreisoberliga Erfahrungen sammelte, ist kein Unbekannter: Er war mit seinen vielen Toren maßgeblich am A-Liga-Aufstieg 2019 beteiligt und wurde damals sogar Torschützenkönig in der B-Liga. Auch Martin Schwarz kommt vom KSV Reichelsheim. Dort war der Routinier einer der ganz wichtigen Leistungsträger. Er ist bei der SSV in einer spielgestaltenden Position zu erwarten, gerade auch deswegen, weil die Rückkehr von Spielertrainer Michele Rodemer auf das Spielfeld nach seiner Verletzung noch nicht abzusehen ist. Und gerade der Spielertrainer wird von den jungen Spielern auf dem Platz stark vermisst. Thomas Kerz bleibt sehr zuversichtlich: "Auch wenn es bis zu vier Absteiger geben wird, schaffen wir den Klassenerhalt."