VfB Ginsheim bringt sich um den Sieg

Sieg verschenkt: Stefan Baljak und die Verbandsliga-Fußballer des VfB Ginsheim kamen gegen Germania Ober-Roden unter der Woche nicht über ein 3:3 hinaus. Foto: FuPa Darmstadt/Norbert Kaus

Zu viele individuelle Fehler des Fußball-Verbandsligisten kosten die Punkte gegen Ober-Roden. Der SV Dersim Rüsselsheim holt sich erneut eine Klatsche ab.

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GINSHEIM/RÜSSELSHEIM. Eigentlich hätte der VfB Ginsheim bei seinem 3:3 (3:2) im Heimspiel gegen Germania Ober-Roden zur Halbzeit höher führen müssen, da Eray Öztürk (25., 40.) und Alexander Scholz (35.) Großchancen vergaben. So blieb es bei den Treffern von Mikail Ünal (26.) und Öztürk (45.) sowie dem Eigentor von Gästetorhüter Marius Heinlein (41.), der sich den Ball selbst ins Tor faustete. Alle drei Gegentore hatte sich der VfB mit individuellen Patzern selbst zuzuschreiben. Mohamud Abdullahi Mohamed verursachte einen überflüssigen Freistoß, den Marco Christophori-Como aus 20 Metern ins Eck zirkelte (9.). Ähnlich kam auch der Freistoß zum 3:3 zustande. Diesmal versprang Mohamed den Ball, ehe sich der Verteidiger nur mit einem Foul zu helfen wusste. Den 17-Meter-Freistoß schoss Christophori-Como an die Latte, dort prallte die Kugel an den Rücken von Torhüter David Staegemann und von dort ins Netz (53.). Staegemann sah zudem in der Schlussphase wegen Handspiels außerhalb des Strafraums die Rote Karte. Christophori-Como bestrafte auch die Fehlerkette, die zum 1:2 führte. Die Defensivschwäche ist die größte Baustelle, an der VfB-Trainer Ermin Melunovic mit seinem Team arbeitet: „Das ist ein Prozess, der noch einige Zeit dauert“, sagt der Trainer.

Besser funktionieren muss die Ginsheimer Defensive bereits am Sonntag (15 Uhr) in der Partie beim Spitzenreiter SC 1960 Hanau.

VfB Ginsheim: Staegemann – Vietze, Ünal, Baljak, Kohnhäuser, Scholz (74. Onyia), Oriana (71. Garte), Öztürk (86. Erb), Mohamed (53. Joo), Manneck, Speranza (89. Alebiosu).

Tore: 0:1 Christophori-Como (9.), 1:1 Ünal (26.), 1:2 Christophori-Como (36.), 2:2 Heinlein (41./Eigentor), 3:2 Öztürk (45.), 3:3 Christophori-Como (53.). Schiedsrichter: Jantz (Wiesbaden). Zuschauer: 100. Rote Karten: Trainer Melunovic (76.), Staegemann (85./beide Ginsheim).

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Wieder eine hohe Niederlage, wieder keine Punkte: Nach dem 0:7 bei Rot-Weiß Darmstadt mussten die Verbandsliga-Fußballer des SV Dersim Rüsselsheim auch am Mittwochabend beim FV Bad Vilbel mit 1:5 (1:3) die Segel streichen. „Wir haben von den zwölf Gegentreffern, die wir in beiden Spielen gekriegt haben, acht selbst verursacht und zwei unglücklich bekommen. Wir müssen das nun schnellstens abstellen mit den vielen individuellen Fehlern“, hofft Trainer Suat Türker am Sonntag um 15.30 Uhr bei der SG Bornheim auf eine Trendwende. „Dann werden auch wieder zwei, drei Spieler mehr dazu kommen.“ Insgesamt fehlen dem Dersim-Coach jedoch immer noch fünf Mann. „Aber entscheidend ist die Einstellung“, betont Türker. Das gilt besonders gegen eine spielerisch und kämpferisch gute Mannschaft wie Bornheim.

Die Partie in Bad Vilbel nahm schon keinen guten Anfang. „Da hat der Schiedsrichter einen komischen Elfmeter gegeben, den keiner im Stadion verstanden hat“, ärgerte sich Türker über den Strafstoß, den Vladimiros Safaridis zum 1:0 (6.) verwandelte. Zwar kam seine Elf nur wenig später durch Natanael Batista Pereira zum Ausgleich, der nach einem Freistoß per Kopf das 1:1 erzielte (15.). Dann leistete sich Dersim jedoch zwei folgenreiche Fehler in der Verteidigung, die Giorgi Kandelaki (18.) und Justus Loose (38.) zur 3:1-Pausenführung nutzten. „Wir hatten einen kleinen Blackout zum 1:2. Und das dritte Tor war ähnlich“, bedauerte Türker.

SV Dersim: Kraft – Laguenaoui, Nishida, Memet, Askinartar, Hornung, Halilovic, Müller, Pereira, Günel, Pascali.

Tore: 1:0 Safaridis (6../FE), 1:1 Pereira (15.), 2:1 Kandelaki (18.), 3:1 Loose (38.), 4:1 Yamamoto (54.), 5:1 Hadzimusic (67.). Schiedsrichter: Tavasolli (Rumpenheim). Zuschauer: 150. Rote Karte: Askinartar (46.).