Walldorf II dreht Derby in Geinsheim

Erstmannschaftsspieler Manuel Konaté Lueken (Mitte) verstärkte Rot-Weiß Walldorf II im Derby gegen den SV Geinsheim (rechts Samuel Sorge, links Yannik Keller). Foto: Uwe Krämer

Nach 0:1-Pausenrückstand setzen sich die Rot-Weißen im Gruppenliga-Derby noch mit 2:1 durch. Der VfR Groß-Gerau verliert überraschend in Bürstadt.

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KREIS GROSS-GERAU. Im Aufstiegsrennen der Fußball-Gruppenliga kassierte der VfR Groß-Gerau eine unerwartete Niederlage. Rot-Weiß Walldorf II gab sich in Geinsheim keine Blöße.

SV 07 Geinsheim – SV Rot-Weiß Walldorf II 1:2 (1:0). Erst durch eine Steigerung nach der Pause erreichte Walldorf den wichtigen Dreier im Titelkampf. In den ersten 45 Minuten waren die Gäste nie richtig im Spiel, bemängelte Trainer Ercan Dursun. Neben einem gut aufspielenden Geinsheimer Team hatten die Walldorfer großen Schwierigkeiten mit dem tiefen Rasenplatz. „Wir hatten Glück, dass wir nicht mit zwei Treffern Unterschied im Rückstand lagen“, gab Dursun zu.

Obwohl der Geinsheimer Spielertrainer Kim Ginkel mit dem Auftritt im ersten Abschnitt zufrieden war, bezeichnete er den Sieg von Walldorf als verdient: „Wir haben es in der ersten Halbzeit verpasst, eine höhere Führung zu erzielen.“ Im zweiten Abschnitt zeigte das von Ercan Dursun perfekt in der Kabine aufgebaute Team, dass es zurecht um den Aufstieg in die Verbandsliga spielt. Für Ginkel waren es vor allem die besseren personellen Alternativen auf der Ersatzbank, die den Unterschied ausmachten. Doch auch nach dem Führungstreffer bangte Dursun noch um den Erfolg, da Geinsheim mit seinem guten Konterspiel immer gefährlich war. Die Gastgeber steckten bis Spielende nicht auf, konnten das Walldorfer Gehäuse aber nicht mehr in Gefahr bringen. Ärgerlich war für die Gäste, dass Simon Geisler in der Nachspielzeit die Rote Karte sah.

SV 07 Geinsheim: Kiesel - Sorge, Maier, Finger, Keller, Ulrich (69. Engel), Celik, Melchior, Leon (85. Ngo), Krumb, Finger.

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SV Rot-Weiß Walldorf II: Spahn - Gürbüz, Sallan, Konate (72. Geisler), Lhadaf (85. Saldanha), Fabio Lombardi (46. Kremer), Kakamura, El Haddoudi, Zariouh, Mönke (46. Dervishi), Kohnhäuser.

Tore: 1:0 Celik (7.), 1:1 Lhadaf (46.), 1:2 Dervishi (64.).

Rote Karte: Simon Geisler (90.+4/Walldorf).

Schiedsrichter: Tobias Michler (Neu-Isenburg), Zuschauer: 120.

SV DJK Eintracht Bürstadt – VfR Groß-Gerau 2:1 (1:1). Nach einer enttäuschenden Leistung musste Groß-Gerau beim Abstiegskandidaten eine schmerzhafte Niederlage hinnehmen. Im ersten Abschnitt war die Mannschaft von Trainer Gaetano Bauso besser, ließ aber vor dem gegnerischen Gehäuse Konsequenz in der Chancenverwertung vermissen. „Wir mussten drei weitere Treffer erzielen“, bemängelte Driton Kameraj, Sportlicher Leiter des VfR. Dazu wurden die Räume nicht so genutzt, wie man es sich vorgestellt hatte. Nach dem Seitenwechsel steigerte sich Bürstadt, während Groß-Gerau nachließ und vor allem im Offensivspiel enttäuschte. „Uns fehlt die Konstanz“, so Kameraj. Ein Warnsignal ist für ihn allerdings, dass einige Spieler nicht an ihre Grenzen gegangen seien.

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VfR Groß-Gerau: Piskavica - Schröter, De Leo (46. Lorenz), Milutinovic, Herth, Krasniqi (53. Wicht), Ribeiro (82. Pasha), Petri, Fiandaca (69. Hesse), Knoll (66. Mathes), Haddad.

Tore: 0:1 Haddad (5./Foulelfmeter), 1:1 Dushaj (14./Foulelfmeter), 2:1 Akcan (66.).

Schiedsrichter: Hashim Rehman (SG Bornheim), Zuschauer: 120.

SV 07 Nauheim – TSV Seckmauern 0:2 (0:0). Lange schien es, als ob in dieser Partie nicht viel passieren würde. Ausgeglichen und arm an Torchancen ging es in der ersten Halbzeit zu. Für SV-Trainer Matti Herdt war zu diesem Zeitpunkt klar: „Das wird so ein Spiel, in dem derjenige gewinnt, der das erste Tor schießt.“ Dieser Treffer gelang dem TSV in der 57. Minute. Aber nicht nur daran lag es, dass die Nauheimer verloren und so wichtige Punkte im Abstiegskampf nach Seckmauern gingen. Einen weiteren Knackpunkt sieht Herdt in einer umstrittenen Rote Karte für Onur Coskunsu. Dass Schiedsrichter Olaf Kehne seine Abwehraktion als „Notbremse“ gewertet hatte, darüber regten sich die Nauheimer mächtig auf. Herdt sogar so sehr, dass ihm Kehne erst Gelb, kurz darauf Gelb-Rot zeigte (73.). Sportlicher Leiter Tobias Schmidt erklärte, Jan Gerlach habe noch hinter Coskunsu gestanden. In Unterzahl drängte der SV 07 auf den Ausgleichstreffer, kassierte in der Nachspielzeit aber per Konter noch das 0:2.

SV 07: Hart – Demirkaya, Gamulin, Thar, Stein, Bozikovic, Boomgarden, Primus (46. Nuhn), Gerlach (80. Eyigün), Coskunsu, Grossklos.

Tore: 0:1 Hener (57.), 0:2 Leon Raitz (90+3).

Schiedsrichter: Kehne (Altenstadt). Zuschauer: 80. Rote Karte: Coskunsu (69.). Gelb-Rote Karte: Trainer Herdt (beide Nauheim/73.).

SKV Büttelborn – SG Langstadt-Babenhausen 1:3 (1:2). Auf eine Überraschung hoffte die SKV, doch der Tabellenzweite gab sich keine Blöße. Dabei war es eine temporeiche Partie mit zwei Teams auf Augenhöhe. Gut spielte die Heimmannschaft mit und hatte durchaus ihre Chancen, während die Gäste von einem frühen Tor von Jannik Heßler profitierten. Unglücklich aus Sicht der Gastgeber war, dass SG-Toptorjäger Lucas Sitter nach 34 Spielminuten traf und Büttelborn somit früh einem 0:2- Rückstand hinterherlaufen musste. Für ihre kämpferische Einstellung belohnte sich die SKV mit einem Kopfballtor nach Eckball von Issam Laghouali in der 40. Minute. Auch nach dem 1:3 durch Jannik Heßler war die Partie noch nicht entschieden, denn die Gastgeber hatten noch gute Chancen zu verkürzen. Doch blieben die Büttelborner im Abschluss glücklos. „Wir haben vom Spielverlauf her unverdient verloren. Wir haben guten Fußball gespielt, aber die Gäste haben eine ungeheure Qualität. Sie haben ihre Chancen genutzt, wir leider nicht“, so die Analyse von SKV-Trainer Francisco Ortega.

SKV Büttelborn: Francioso – Krieg, Laghouali, Ashibuogwu (71. Wicht), Jung (68. Schmidt), Darrah (80. Dilling), Schek, Westermann, Lorenz, Basser (80. Heinz), Mulatu (71. Haus)

Tore: 0:1 Heßler (3.), 0:2 Sitter (34.), 1:2 Laghouali (40.), 1:3 Heßler (63.)

Schiedsrichter: Dominik Magel (Offenbach).

Zuschauer: 80.