RW Walldorf schnörkellos zum 3:2-Sieg

Der Fußball-Hessenligist muss gegen Baunatal in der Nachspielzeit aber noch zittern. Kevin Schuller kommt nach seinem Treffer zum 2:1 ins Krankenhaus.

Anzeige

WALLDORF. (dirk). Es gab nur einen Sieger, aber zwei zufriedene Trainer. Der Coach der Walldorfer Hessenliga-Fußballer, Artur Lemm, wollte Schnörkellosigkeit im Angriff und Sicherheit in der Abwehr sehen. „Das ist uns zum größten Teil auch gelungen“, sagte er am Sonntag nach dem 3:2 (1:0)-Sieg gegen den KSV Baunatal. KSV-Trainer Tobias Nebe gefiel, dass sich seine Ausgewählten nie aufgaben, den SV Rot-Weiß in der siebenminütigen Nachspielzeit sogar mächtig ins Schwimmen brachten: „Da muss ich der Mannschaft ein Kompliment machen.“

Es wurde deshalb so lange nachgespielt, weil Kevin Schuller beim Tor zum 2:1 mit KSV-Keeper Yannick Wilke zusammenprallte. Der Torhüter war schnell wieder einsatzbereit. Doch Schuller, erst zwei Minuten vor dem Treffer eingewechselt, wurde mit einer Platzwunde über dem Auge und mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ins Krankenhaus gebracht.

Mit einer Prachtparade bewahrte Wilke den KSV vor einem Gegentor, als Walldorfs Laurin Vogt nach Doppelpass mit Jonas Herberg frei vorm Keeper zum Schuss kam (26.). Kurz darauf war der KSV-Keeper schon überlaufen, doch Mahdi Mehnatgir hatte sich den Ball weit vorgelegt. Zu weit, um noch die Kurve zum Tor zu kriegen (28.). Besser machte es Mehnatgir nach einer Flanke von Alexander Vogler, in die der RWW-Stürmer zielgerichtet hineingrätschte – 1:0 (32.).

Dass die Gäste danach mit etwas mehr Offensivdrang antworteten, hätte Leon Lindenthal fast mit dem Ausgleichstreffer belohnt. Aus halbrechter Position schlenzte er das Spielgerät an Torhüter Julian Koch, aber auch knapp am Tor vorbei (44.).

Anzeige

Aus der Kabine kamen die Rot-Weißen mit dem Schwung, der sie über den Großteil der ersten Halbzeit getragen hatte. Mitten in diese Phase der Überlegenheit platzte der KSV mit einem Konter. Ein Pass in die Tiefe reichte, um erst Lindenthal in Vorbereiter-, dann den eingewechselten Hüseyin Cakmak in Vollenderposition zu bringen – 1:1 (59.). Aber der SV Rot-Weiß, namentlich Schuller, brauchte nur sieben Minuten, um diesen Rückschlag zu korrigieren. Vogt traf nach Hereingabe von Manuel Konaté-Lueken zum 3:1 (87.).

SV Rot-Weiß Walldorf: Koch – Herberg, Mehnatgir (64. Schuller/72. Konaté-Lueken), Vogt, Thomasberger, Vogler (81. Neway), Matheisen, Dogan, Velosa, Mladenovic, Huß.

Tore: 1:0 Mehnatgir (32.), 1:1 Cakmak (59.), 2:1 Schuller (66.), 3:1 Vogt (87.), 3:2 Recker (89.).

Schiedsrichterin: Boike (Büdingen).

Zuschauer: 240.