Rot-Weiß Walldorf will nicht nachlassen

Trainer Artur Lemm ist mit der Entwicklung beim Fußball-Hessenligisten zufrieden. Am Sonntag ist das Team beim SV Neuhof gefordert.

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WALLDORF. (dirk). 33 Punkte in 16 Spielen lautet die beeindruckende Bilanz des SV Rot-Weiß Walldorf im Kalenderjahr 2022. Nach dem jüngsten 3:1-Sieg gegen den FSV Fernwald war der Fußball-Hessenligist sogar für zwei Tage Tabellenführer – bis Türk Gücü Friedberg sein Nachholspiel in Stadtallendorf gewann (4:0) und die Walldorfer überholte.

RWW-Trainer Artur Lemm sagt: „Unsere Entwicklung geht in eine sehr gute Richtung.“ Nun gelte es, nicht nachzulassen. Lemms Aufgabe als Trainer sei es, dafür zu sorgen, „dass jetzt kein Schlendrian bei uns reinkommt“. Bloß nicht bequem werden, sondern weiter gallig bleiben. „Denn so gut sind wir nicht“, so Lemm, „dass wir uns zurücknehmen können und trotzdem weiter erfolgreich bleiben.“

Mit diesen mahnenden Worten gibt der Übungsleiter also vor, was er von seiner Mannschaft im Training erwartet. Und was am kommenden Sonntag (15 Uhr), wenn der SV Rot-Weiß beim SV Neuhof den vierten Saisonsieg in Folge anstrebt. Auf der „Glück-Auf-Kampfbahn“ nahe des Salzbergs „Monte Kali“ haben die Walldorfer gleich zwei Gegner: die Heimelf und einen Rasenplatz, den selbst Neuhofs Trainer Alexander Bär in einer Presseverlautbarung als schwer bespielbar bezeichnete.

Mit einigen statistischen Daten belegt Lemm, dass seine Mannschaft auf dem richtigen Weg sei: Zwölf Tore in vier Saisonpartien zeugen von einer hohen Offensivkraft. Dass sich diese Treffer auf acht Torschützen verteilen, findet der Trainer allerdings noch interessanter. Denn er weist auf das Motto hin, das er ausgegeben habe: „Alle Spieler greifen an, und alle verteidigen.“ Der aktuelle zweite Platz in der Fairnesswertung (sieben Gelbe Karten, kein Platzverweis) gefällt Lemm ebenfalls. Seine Mannschaft solle „sauberen, ehrlichen Fußball“ spielen. Aggressiv, aber fair des Gegners Spielaufbau stören, ihm möglichst frühzeitig den Ball abjagen. „Nur eine Statistik interessiert mich zurzeit gar nicht, und das ist die Tabelle“, betont Lemm. Durchaus nachvollziehbar, denn das Klassement sei nach gerade einmal vier Spieltagen noch nicht wirklich aussagekräftig.

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Wichtig ist dem Coach auch, dass sich die Walldorfer Spieler als eine große Mannschaft begreifen. Von den RWW-Fußballern, die es aktuell (noch) nicht in die Startelf schaffen, fordert Lemm beständigen Fleiß und Teamgeist. Auf dass keine Unruhe innerhalb des Kaders aufkomme. „Wenn wir das gut hinkriegen“, sagt der Trainer, „wüsste ich nicht, warum wir in den nächsten Spielen schlechter spielen sollten.“