Rot-Weiß Walldorf schießt sich an die Spitze

Die Hessenliga-Fußballer besiegen den FSV Fernwald mit 3:1, aber die Sommerhitze macht Spielern und Schiedsrichter Pfeifer zu schaffen.

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WALLDORF. Die Walldorfer Hessenliga-Fußballer haben am Sonntagnachmittag den FSV Fernwald mit 3:1 (3:1) besiegt und damit die Tabellenführung übernommen. Und das, obwohl der gastgebende SV Rot-Weiß „unnötig viele Bälle verloren und Überzahlsituationen nicht gut ausgespielt“ habe, wie Trainer Artur Lemm im Mannschaftskreis befand. Ob der enormen Hitze wollte Lemm die Fehler nur ansprechen, aber nicht kritisieren: „Heute war es für alle unfassbar schwer“, sagte der Trainer und wies auf Spieler hin, denen während der Partie schwindelig wurde. Auch Schiedsrichter Joschka Pfeifer sackte in der zweiten Halbzeit kurz zu Boden, konnte nach kurzer Ruhe- und Trinkpause jedoch weitermachen.

„In der richtigen Phase des Spiels haben wir unsere Tore gemacht“, so Lemm. „Und danach haben wir es, glaube ich, relativ souverän runtergespielt.“ Ehe es bei den Rot-Weißen aber lief, holperten sie erst einmal in die Partie hinein. „Da konnten wir uns bei Marcel Czirbus bedanken, der uns im Spiel gehalten hat“, lobte Lemm den Torhüter für mehrere Rettungstaten in der Anfangsphase. Als die Walldorfer wieder einen Zweikampf verloren, und der freistehende Yannis Grönke traf, war Czirbus jedoch machtlos – 0:1 (15.).

Aber schon im Gegenzug wehrte FSV-Torhüter Pierre Kleinheider einen Kopfball von Alexander Vogler ab, und im Nachschuss sorgte Ahmet Dogan für den Ausgleich (16.). „Ab da haben wir die Kontrolle über das Spiel bekommen“, sagte Lemm. Gut 20 weitere Minuten vergingen, ehe Laurin Vogt, von Julian Ludwig bedient, ins lange Eck köpfte – 2:1 (37.). Herrlich das 3:1, bei dem Mahdi Mehnatgir den Ball von der Brust abtropfen ließ, sich um seinen Gegenspieler drehte und im äußersten rechten Eck platzierte (41.).

Die erste Topchance im zweiten Durchgang bot sich dem SV Rot-Weiß mittels Konter. Dogan lief aufs FSV-Tor zu, wo aber Kleinheider rettete (60.). Kurz danach stand Vogt in guter Schussposition, brachte die Kugel aber nicht im Ziel unter (61.). Wenig später krachte ein 23-Meter-Freistoß von Ludwig an den Pfosten (69.). Die Gäste wurden erst in der Nachspielzeit nochmals torgefährlich. Erdinc Solak, der in der Strafraummitte völlig frei zum Abschluss kam, verfehlte den Anschlusstreffer nur um Zentimeter.

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SV Rot-Weiß Walldorf: Czirbus – Ludwig, Mehnatgir (76. Herdt), Vogt (83. Spamer), Thomasberger (46. Metzler), Vogler (46. Benazza), Matheisen, Borger (67. Velosa), Dogan, Mladenovic, Huß. Tore: 0:1 Grönke (15.), 1:1 Dogan (16.), 2:1 Vogt (37.), 3:1 Mehnatgir (41.). Schiedsrichter: Pfeifer (Rimbach). Zuschauer: 250.