Griesheims Trainer sauer: "Situation ist nicht zufriedenstellend"

Richard Hasa fordert vor den Spielen am Wochenende vorne und auch hinten mehr, um den Anschluss ans Mittelfeld herzustellen. Die Schießbude der Liga will man eigentlich nicht sein.

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GRIESHEIM. Volles Programm am verlängerten Wochenende in der Fußball-Hessenliga für den SC Viktoria Griesheim: An diesem Freitag (19.30 Uhr) treten die Südhessen beim FC Eddersheim an, am Montag (3. Oktober, 15 Uhr) empfangen sie den SV Neuhof. Trainer Richard Hasa fordert dabei vorne wie auch hinten mehr von seiner Mannschaft.

"Die Gesamtsituation ist nicht zufriedenstellend", macht Hasa aus seinem Herzen keine Mördergrube. Dies meint zum einen die personelle Situation mit einigen Spielern, die verletzt oder aus anderen Gründen nicht verfügbar sind - auch wenn das wie im Falle des längere Zeit in den USA weilenden Oliver Schumacher schon vor der Saison besprochen worden war. Die Verletzung des in der Vorsaison zum starken Hessenliga-Innenverteidiger gereiften Niklas Kern tut besonders weh. Hinzu kommen kürzere Ausfälle, zuletzt der des verreisten Nick Volk, der aber zurück ist.

Gerade im Offensivspiel vermisst Hasa einiges. "Da sind wir zu harmlos und müssen mehr anbieten." Zwar ist Stürmer Patrick Stumpf immer für einen erfolgreichen Abschluss gut, er muss aber mit Anspielen und Flanken versorgt werden. Noah Lorenz läuft seiner guten Verfassung der Vorsaison hinterher, bei Emir Aykir und Ali Kazimi wechseln Licht und Schatten. Der letztjährige Kreisoberliga-Torschützenkönig Benedikt Saltzer wartet auf seinen ersten Treffer in der fünfthöchsten Spielklasse.

Auch hinten müsse man konsequenter agieren. "Es kann nicht sein, dass wir immer vier, fünf oder sechs Tore kassieren", spielt Hasa auf teils deftige Niederlagen an, die die Viktoria mit 32 Gegentreffern in elf Partien zur Schießbude der Liga machen. "Wir müssen auch mal so dagegenhalten, dass wir vielleicht nur 0:2 verlieren." Tabellarisch hat sich die Lage nach dem 0:4 in Gießen zugespitzt: Aktuell rangieren die Griesheimer als 16. auf einem Abstiegsplatz.

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In Eddersheim und gegen Neuhof könnten sie den Anschluss ans Mittelfeld herstellen. "Gegen die Teams aus der oberen Tabellenhälfte haben wir fast alle gespielt", skizziert Hasa, dass der Spielplan im Herbst der Freund des Sportclubs sein könnte. Wobei der Coach Eddersheim (derzeit 13.) nicht als Abstiegskandidaten sieht.