Griesheims letzter Schritt zum Klassenerhalt?

Der Fußball-Hessenligist wäre mit Sieg gegen Flieden am Sonntag gerettet - vielleicht ist er es aber auch schon zuvor. Trainer Richard Hasa verlängert wohl.

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GRIESHEIM. In der Fußball-Hessenliga kann Viktoria Griesheim am Sonntag (15 Uhr) vor heimischer Kulisse den Klassenerhalt perfekt machen: Bei einem Sieg gegen den als Absteiger feststehenden SV Buchonia Flieden ist eine weitere Saison im hessischen Oberhaus sicher.

Womöglich braucht es aber nicht mal mehr das eigene Zutun: Sollte am Freitagabend der FV Bad Vilbel sein Heimspiel gegen Hanau 93 verlieren, könnten die Griesheimer nicht mehr auf den fünftletzten Platz, auf dem Bad Vilbel derzeit sieben Punkte hinter den Südhessen liegt, zurückfallen. Die Kellerkinder Ginsheim, Hünfeld, Flieden und Zeilsheim sind gegenüber der Viktoria schon jetzt abgeschlagen. Hünfeld, Flieden und Zeilsheim können sich auch rechnerisch nicht mehr retten.

"Wir können mit einem Sieg den Klassenerhalt schaffen", weiß Viktoria-Trainer Richard Hasa um die potenzielle Endgültigkeit des Spiels gegen Flieden, das größere personelle Probleme hat und schon beim Griesheimer 3:0 im Hinspiel deutlich unterlegen gewesen war. Noch vermelden Verein und Coach keinen Vollzug, was ihre Zusammenarbeit über diese Runde hinaus betrifft. Hasa deutet aber an, dass er verlängern wird: "Es sind nur noch Details zu klären". Auch Co-Trainer Ramssi Retailly steht einem Verbleib offen gegenüber.

Gegen Flieden hat Hasa eine Reihe personeller Möglichkeiten. Unter anderem haben sich Ali Kazimi und Enes Arslan wieder ins Rampenlicht gespielt. Kazimi war beim jüngsten 3:0 in Hünfeld an allen Toren beteiligt, er traf zuvor schon sehenswert beim 5:0 über Baunatal. "Ali hat gut gearbeitet, und auch Enes ist ein williger Spieler", lobt Hasa das Duo, das trotz langer Bankzeiten nicht schmollte. "Die Jungs haben sich bemüht und gut trainiert. Entscheidungen, Spieler wie sie, die einen guten Charakter und eine gute Qualität haben, draußen zu lassen, tun immer weh."

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Andererseits sind sie Ausdruck dessen, dass die Viktoria ihren Kader in dieser Saison mal nicht auf Kante genäht hat wie in den Jahren zuvor. Auch deshalb war der Abstiegsstress etwas geringer als sonst - von den Abbruchszenarien der Corona-Jahre mal abgesehen. Ausfallen wird Niklas Kern, der sich an der Kniescheibe verletzt hat.