Warten auf den ersten Sieg: Frankfurt mit Remis in Bielefeld

aus Eintracht Frankfurt

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Bielefelds Masaya Okugawa (re.) im Kampf um den Ball mit Frankfurts Martin Hinteregger (li.).  Foto: dpa/ Friso Gentsch

Fußball-Bundesligist Eintracht Frankfurt verpasst beim 1:1 (1:0) bei Arminia Bielefeld erneut den möglichen ersten Saisonsieg. Am Ende war es ein glücklicher Punkt.

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BIELEFELD. Die Frankfurter Eintracht wartet weiter auf den ersten Sieg der Saison. Beim Arminia Bielefeld reichte es nur zu einem letzten Endes glücklichen 1:1 (1:0). Zum 47. Geburtstag von Trainer Oliver Glasner gab es also nur einen Punkt. Vor der Pause waren die Frankfurter haushoch überlegen, konnten durch Jens Petter Hauge in Führung gehen. Doch in der zweiten Halbzeit brach die Eintracht komplett ein, konnte weder spielerisch noch konditionell den Standard halten und kassierte vier Minuten vor dem Ende den verdienten Ausgleich durch Patrick Wimmer.

Der Frankfurter Trainer hatte auf den Streik von Filip Kostic ziemlich pragmatisch reagiert. Daichi Kamada kam ins Team, Jesper Lindström rückte nach außen, alles andere blieb unverändert. Es entwickelte sich dann schnell ein Spiel auf ein Tor. Immer Richtung Arminia-Keeper Stefan Ortega. Die Frankfurter hatten gefühlt 90 Prozent Ballbesitz, sie hatten die totale Kontrolle übers Spiel, sie wirkten über weite Phasen ballsicher. Was fehlte war der wirkliche Zug nach vorne. Es ging zu häufig nur quer und zurück. Und so blieben Chancen Mangelware. Immerhin, die Eintracht konnte sich zweimal durchkombinieren und dabei verdient in Führung gehen.

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Strömender Regen

In der 22. Minute lief der Ball über fünf, sechs Stationen. Am Ende der Lieferkette standen Daichi Kamada, der nach außen spielte, und Erik Durm, der flach nach innen passte. Dort hatte Jens Petter Hauge wenig Mühe aus sechs Metern einzuschießen. Schon das zweite Tor des Norwegers im dritten Spiel. Mittelstürmer Rafael Borré hatte in der 35. Minute die Gelegenheit zum 2:0, brachte den Ball aber nicht an Ortega vorbei. Kurz vor der Pause kämpften sich dann auch mal die Bielefelder nach vorne. Fabian Klos und Florian Krüger prüften Kevin Trapp mit Weitschüssen. Der Frankfurter Torwart hatte auf rutschigem Untergrund bei strömenden Regen beide Male keine Mühe.

Das wurde alles nach der Pause ganz anders. Bielefeld wehrte sich nun und wurde minütlich stärker, die Eintracht dagegen minütlich schwächer. In der Schlussviertelstunde geriet das Spiel dann sogar zur Peinlichkeit für die Frankfurter. Die Arminia hatte plötzlich Chance auf Chance, dir Frankfurter brachten keine Entlastung mehr zustande. Hack traf nur den Pfosten, Okungawa scheiterte an Trapp und in der 79.Minute war Trapp geschlagen, doch Hinteregger kratzte den Ball von der Linie. Das konnte nicht gutgehen und das ging nicht gut.

In der 86. Minute gelang den Gastgebern der nun hochverdiente Ausgleich. Nach einem Eckball der Eintracht (!) konterten die Bielefelder blitzschnell. Am Frankfurter Strafraum kam der kurz zuvor eingewechselte Patrick Wimmer an den Ball, zog aus 18 Metern ab und traf flach ins linke Eck. Trapp war ohne jede Abwehrchance. Am Ende wurden acht Minuten nachgespielt, weil die Partie wegen einer Verletzung des Bielefelders Jacob Lausen lange unterbrochen war. Wimmer hatte sogar noch die Chance zum Bielefelder Sieg, doch Trapp konnte parieren.

Von Peppi Schmitt