Viertes Heimspiel in Folge ohne Sieg: Eintracht Frankfurt...

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Frankfurts Carlos Salcedo (l.) beim Kopfballduell mit Freiburgs Lucas Höler. Foto: dpa

Eintracht Frankfurt musste sich zum Start in die Rückrunde mit einem Remis zufrieden geben: Die hessischen Bundesliga-Fußballer kamen gegen den SC Freiburg nur zu einem 1:1...

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FRANKFURT. Eintracht Frankfurt musste sich zum Start in die Rückrunde mit einem Remis zufrieden geben: Die hessischen Bundesliga-Fußballer kamen gegen den SC Freiburg nur zu einem 1:1 (1:0), blieben damit im vierten Heimspiel in Folge ohne Sieg. Sébastien Haller (28.) war vor 45.300 Zuschauern für die Gastgeber erfolgreich, Robin Koch (51.) für die Breisgauer. Die Eintracht war in der ersten Halbzeit das dominierende Team, baute nach der Pause dann aber deutlich ab. Für die Hessen geht es am kommenden Samstag mit dem Auswärtsspiel beim VfL Wolfsburg weiter.

Eintracht-Trainer Niko Kovac musste ohne die Stammkräfte David Abraham (Wade), Ante Rebic (Erkältung) und Simon Falette (Gelbsperre) auskommen, den wieder genesenen Marco Fabiàn ließ er außen vor. "Marco wollen wir in den nächsten zwei, drei Wochen aufpäppeln, damit er uns spätestens am 1. Februar zur Verfügung steht", so Kovac. Nicht den Kader schaffte es erstaunlicherweise auch Jetro Willems. Als Linksverteidiger bot Kovac überraschend Timothy Chandler auf. Der US-Amerikaner ist sonst auf der rechten Seite zuhause. Ebenfalls in der Startelf: Rückkehrer Omar Mascarell und Branimir Hrgota, der Dauerreservist der Hinrunde.

Verdiente Führung durch Haller

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Die Hausherren nahmen das Heft sofort in die Hand, eroberten aggressiv die Bälle und suchten den direkten Weg zum Tor. In der zehnten Minute vergab die Eintracht eine Doppelchance, Haller und Hrgota scheiterten binnen Sekunden jeweils am gebürtigen Wiesbadener Alexander Schwolow im SC-Kasten. Drei Minuten später stockte den SGE-Fans der Atem: Marco Russ, der mit Makoto Hasebe und Carlos Salcedo die Dreierkette bildete, fälschte einen Schuss von Bartosz Kapustka so unglücklich ab, dass der Ball über Torwart Lukas Hradecky hinweg die Linie entlang flog, Marius Wolf und der Innenpfosten retteten. Der Sport-Club fand immer besser ins Spiel, Petersen kam alleine durch, spielte aber quer zu Lucas Höler statt selbst abzuziehen - Hasebe klärte (18.).

Auf der anderen Seite stand Chandler zwei Mal in kürzester Zeit im Mittelpunkt. Erst köpfte der US-Amerikaner knapp drüber (25.). Drei Minuten danach bereitete er das Führungstor mit dem Kopf vor. Mascarell schlug einen langen Ball zu Chandler, der Linksverteidiger bediente Haller, der mit der Fußspitze zur Stelle war. Das verdiente 1:0 für die Hessen, die sich anschließend etwas zurückzogen. Freiburg strahlte keinerlei Gefahr aus, stattdessen schoss Gacinovic in der 44. Minute haarscharf am Gehäuse vorbei.

Möglichkeit zum späten Sieg durch Boateng

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Kurz nach dem Seitenwechsel gelang Freiburg dann der Ausgleich: Nach einer Ecke von Christian Günter köpfte Koch völlig unbedrängt in die Maschen. Die Eintracht wirkte plötzlich gehemmt, offenbarte immer wieder Lücken in der Defensive. Nach vorne klappte gar nichts mehr. In der 78. Minute musste Marco Russ mit Schmerzen im Fuß vom Feld. Da Kovac kein Innenverteidiger mehr zur Verfügung stand, brachte er Danny da Costa. Und stellte den Abwehrriegel um: Da Costa spielte rechts, Wolf links und Chandler rückte ins Zentrum. Sekunden später tauchte die Eintracht mal wieder vor dem SC-Kasten auf, Haller verpasste knapp (79.). Kovac wechselte mit Aymen Barkok (für Gacinovic) fünf Minuten vor dem Ende eine frische Offensivkraft ein. In der 90. Minute hatten die Hessen dann die große Möglichkeit zum späten Sieg, doch Kevin-Prince Boateng rauschte haarscharf an der Flanke von da Costa vorbei. Es blieb bei der Punkteteilung.