Personalpuzzle bei Eintracht Frankfurt: Beginnen Mascarell und...

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Will nach der verpassten Hinrunde nun angreifen: Omar Mascarell. Der wieder genesene Spanier dürfte am Samstag gegen den SC Freiburg direkt in die Startelf rutschen. Foto: Jan Hübner  Foto: Jan Hübner

Niko Kovac tritt zum Rückrundenstart gegen den SC Freiburg an diesem Samstag (15.30 Uhr) zuversichtlich an. Aber auch mit allergrößtem Respekt. Bei der Aufstellung seiner...

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FRANKFURT. Niko Kovac tritt zum Rückrundenstart gegen den SC Freiburg an diesem Samstag (15.30 Uhr) zuversichtlich an. Aber auch mit allergrößtem Respekt. „Ich kann von Christian Streich nur in Superlativen reden“, schwärmt der Trainer von Eintracht Frankfurt von seinem Gegenüber. „Was er leistet, ist in der Bundesliga einzigartig. Jedes Jahr verliert er zwei, drei Spieler. Aber er steckt sein Team immer wieder mit seiner Leidenschaft an.“ Obendrein weiß Kovac, „dass die Freiburger Ende der Hinrunde sehr viele Fortschitte gemacht haben. Sie werden ein unangenehmer Gegner sein“. Der Kroate muss sich nicht nur intensiv mit den Breisgauern beschäftigen, sondern auch mit seinen eigenem Aufgebot. Einige Leistungsträger fallen aus, andere drängen zurück. So könnte die Eintracht ins Duell gehen:

Tor

Das ist Fakt: Lukas Hradecky wird die Eintracht zwar aller Voraussicht nach im Sommer verlassen, bis dahin ist der Finne aber die unumstrittene Nummer eins. Eine Rückkehr von Kevin Trapp ist zu teuer.

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Abwehr

David Abraham (Wade) und Simon Falette (Gelbsperre) fehlen definitiv. Demnach werden wohl Makoto Hasebe, Marco Russ und Carlos Salcedo wie beim 3:1-Testspielerfolg gegen Erzgebirge Aue vor einer Woche die Dreierkette bilden. Das Trio wirkte in Spanien gut in Form, das Prunkstück Defensive könnte also weiterhin bestens funktionieren. Auf den Außenbahnen dürfte Kovac auf Marius Wolf, der seine Muskelverhärtung auskuriert hat, und Jetro Willems setzen. Rechtsverteidiger Timothy Chandler ist zwar wieder fit, muss sich aber erst mal hinten anstellen.

Mittelfeld

Kovac hat im Trainingslager bekanntlich an besseren spielerischen Lösungen gearbeitet. Überbewerten will der Kroate dies jedoch nicht. „Natürlich wollen wir da zulegen, aber wie wir letztlich die Punkte holen, ist mir egal. Die Bayern haben im Dezember auch drei Mal 1:0 gewonnen – und Jupp Heynckes war trotzdem zufrieden“, betont Kovac. In jedem Fall soll seine Elf „offensiv auftreten, denn wir möchten gewinnen. Freiburg arbeitet sehr aktiv gegen den Ball. Da wollen wir dagegensteuern“. Kovac erinnert daran, „dass wir bislang die meisten Tore nach Ballgewinnen, sieben Stück, erzielt haben. Das muss und wird wieder unser Spiel sein“. Einer, der stark in dieser Disziplin ist: Omar Mascarell. Der wieder genesene Spanier, der keine Sekunde in der Hinrunde gespielt hat, dürfte wohl sofort in die Anfangsformation rutschen. „Und wenn wir nach 60 Minuten wechseln müssen, haben wir genug Optionen“, erklärt Kovac. Den Platz im defensiven Mittelfeld muss dafür mutmaßlich der Ex-Freiburger Gelson Fernandes räumen. Gesetzt ist Kevin-Prince Boateng, der körperlich noch mal einen großen Schritt nach vorne gemacht hat, im Zentrum. Davor dürfte Mijat Gacinovic wirbeln, auch wenn Aymen Barkok dem Serben dicht im Nacken sitzt. Marco Fabián, der zweite Rückkehrer, ist laut Kovac noch kein Thema für die Startelf: „Er brennt darauf. Und denkt, er sei fit, weil er gesund ist. Aber das sehe ich anders. Wir wollen kein Risiko eingehen. Wir werden ihn die nächsten zwei, drei Wochen aufpäppeln, damit er spätestens ab 1. Februar zur Verfügung steht.“

Sturm

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Sebastién Haller hat sein kleines Formtief überwunden, wirkt selbstbewusst und fit. Verzichten muss die Eintracht wiederum wohl auf Ante Rebic. Der Kroate leidet noch an den Folgen einer Erkältung. „Wir wissen noch nicht, was wir machen. Wenn der Gegner Antes Namen auf dem Bogen liest, hat das schon eine besondere Wirkung. Aber wir müssen langfristig denken. Es geht eher in die Richtung, dass er keine Alternative ist“, so Kovac. Luka Jovic könnte den Platz einnehmen. Gut möglich aber auch, dass Branimir Hrgota anfängt. „Er hat es in der Vorbereitung gut gemacht, ist eine große Alternative. Wenn er nicht anfängt, kommt er von der Bank.“