Paciencia sichert der Eintracht kurz vor Schluss drei Punkte

aus Eintracht Frankfurt

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Goncalo Paciencia soll es im Angriff der Eintracht richten.  Foto: dpa

Kurz vor Spielende hat Eintracht Frankfurt am Sonntagabend einen anfänglichen Rückstand gegen Fortuna Düsseldorf noch in einen 2:1-Sieg verwandelt.

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FRANKFURT. Ein Sieg gegen Hoffenheim, eine Niederlage in Leipzig, jetzt ein Sieg gegen Fortuna Düsseldorf – der Start der Frankfurter Eintracht in die Bundesliga ist geglückt. Die Frankfurter haben mit dem Vordringen in die Gruppenphase der Europa-League und den Liga-Erfolgen ihre erste Pflicht erfüllt. Knapp 50.000 Zuschauer in der Arena hatten gesehen, wie sehr die Europacupspiele an den Kräften gezehrt hatten. Darum war das 2:1 (0:1) auch ein wenig glücklich, wurde erst in der zweiten Halbzeit erkämpft. Rouwen Hennings hatte die Fortuna in Führung gebracht und Bas Dost den Ausgleich erzielt. Der neue Mittelstürmer hat also gleich getroffen und sich damit schon mit seinem ersten Einsatz als Verstärkung gezeigt. Der Siegtreffer gelang Goncalo Paciencia vier Minuten vor dem Ende nach Vorarbeit von Danny da Costa.

Rebic wechselt zum AC Mailand, Silva kommt zur Eintracht

David Abraham war ins Team zurückgekehrt und für Ante Rebic, der „aus persönlichen Gründen“ gebeten hatte, nicht spielen zu müssen, stand Dejan Joveljic auf dem Feld. In Wahrheit natürlich will Rebic den Verein wechseln und hat deshalb nicht mehr gespielt. Er saß die 90 Minuten auf der Tribüne neben Fredi Bobic. Der Sportvorstand bestätigte anschließend bei „Sky“, dass Rebic aller Voraussicht nach am Montag einen Vertrag beim AC Mailand unterschreiben wird. Im Gegenzug wollen die Hessen André Silva von den Italienern holen. „Beide Vereine sind sich einig, jetzt geht es noch um Details“, so Bobic. Beide Personalien sollen als Leihe plus Kaufverpflichtung abgewickelt werden. Der 23 Jahre alte Silva kam 2017 für 38 Millionen Euro vom FC Porto. Der portugiesische Nationalstürmer erzielte in seiner ersten Saison für Milan zehn Treffer in 41 Partien. In der zurückliegenden Runde war er an den FC Sevilla (elf Treffer in 40 Begegnungen) ausgeliehen. „Wir sind schon seit ein paar Wochen an ihm interessiert. Da war der Deal aber noch zu groß für uns“, erklärte Bobic. „Andé ist ein richtig guter Fußballer, ein ganz anderer Typ als Ante. Er bringt viel Erfahrung mit, hat aber auch noch unheimlich viel Potanzial.“

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Zurück zum Düsseldorf-Spiel. Die Mannschaft war nicht mehr wieder zu erkennen gegenüber dem Europacupspiel. Die Frankfurter zahlten schon zu Beginn der Saison Lehrgeld für die vielen internationalen Spiele, sie wirkten müde und ausgelaugt. Die Düsseldorfer waren frischer und wacher und spielten sich von Beginn an die besseren Gelegenheiten heraus. Dominik Kohr rettete nach einer Viertelstunde gegen Rouwen Hennings, Abraham rutschte nach einer Flanke aus und rettet gerade noch mit der Brust, die Reklamationen auf Handspiel der Gäste waren unbegründet. Die Eintracht kam nur ganz schwer ins Spiel. Sebastian Rode und Makoto Hasebe mühten sich, aber nach vorne lief wenig bis gar nichts. Und in der 36.Minute gingen die Gäste dann einigermaßen überraschend in Führung. Alfredo Morales hatte geflankt und Hennings eingeköpft. Beide unbedrängt, beide alleine gelassen. Ein kompletter Blackout der Abwehr.

Die Frankfurter mühten sich, aber man konnte sehen, wie schwer ihnen jeder Schritt fiel. Die angruefer Goncalo Paciencia und Dejan Joveljic waren total abgemeldet. In der 45.Minute aber hatte Daichi Kamada dann doch die große Ausgleichschance. Doch sein Volleyschuss ging knapp vorbei. Zur zweiten Halbzeit korrigierte Trainer Hütter seine Angriffsaufstellung und brachte Neuzugang Bas Dost für Joveljic. Das war eine Initialzündung mit etwas Verspätung. Erst musste Trapp noch bei einem Schuss von Hennigs fliegen, dann war die Eintracht da. Und schaffte in der 57.Minute den Ausgleich. Da Costa warf den Ball bei einem Einwurf auf Paciencia, der chippte in die Mitte und dort knipste Dost. Mit dem Kopf traf der 30 Jahre alte Holländer aus kurzer Distanz.

Die Partie war nun völlig offen, die Eintracht endlich gleichwertig gegen konzentriert, manchmal auch rustikal verteidigende Gäste. Die besten Siegchancen hatten neun Minuten vor dem Ende Paciencia, der mit einem Flachschuss knapp verfehlte und kurz darauf Kamada, dessen Schuss Torwart Steffen abwehrte. Am Ende feierte dann nach Dost mit Djibril Sow noch ein zweiter Neuer sein Debüt im Eintracht-Trikot. Und es gelang tatsächlich noch der Siegtreffer. Da Costa brachte den Ball nach innen, Paciencia vollendete.

Von Peppi Schmitt