Mainz 05: Startelf, Sieg und Rosenmontagszug - perfekte Tage...

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Im Fastnachtsmodus: Fabian Frei (l) und Gaetan Bussmann sitzen nach der Partie gegen Leverkusen mit Karnevalsmasken vor der Fankurve. Foto: dpa

Fabian Frei gehört ohnehin schon zu den fröhlichsten Zeitgenossen bei den Bundesliga-Fußballern des FSV Mainz 05. Nach dem 2:0-Erfolg am vergangenen Samstag gegen Bayer 04...

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MAINZ. Seit mehr als anderthalb Jahren trägt Fabian Frei das Trikot des Fußball-Bundesligisten FSV Mainz 05. Und der Schweizer gehört grundsätzlich auch zu den fröhlicheren Zeitgenossen. Doch so ausgelassen wie nach dem 2:0 (2:0)-Sieg am vergangenen Samstag bei Bayer Leverkusen hat sich Frei nach einer Partie noch selten gezeigt. Nach dem Spiel zog er sich zunächst einen Hasenkopf an und sprach anschließend bestens gelaunt über die Partie bei der Werkself und über den Rosenmontag. Spätestens mit dem Abpfiff am Samstag war Frei komplett im Fastnachtsmodus.

Es lief auch einfach perfekt für den 28-Jährigen. Zum ersten Mal nach drei Spielen mit nur einem Kurzeinsatz stand Frei wieder in der Mainzer Startelf. Die Mannschaft gewann nach einer überzeugenden Leistung durch die frühen Tore von Stefan Bell (3. Minute) und Levin Öztunali (11.). Vor allem aber verdiente sich Frei die Erfüllung eines großen Wunsches: Er darf mit dem Rosenmontagszug mitfahren. „Das ist wirklich etwas, von dem ich schon geträumt habe, als ich hier unterschrieben habe“, berichtet er. Und dank der überzeugenden Vorstellung bei Bayer wird sich sein Traum nun erfüllen.

„Wir haben gesagt: Wir fahren nur mit, wenn das Ergebnis und die Leistung in Leverkusen stimmen“, verriet Frei. Und beides war der Fall. So wie im vergangenen Jahr, als die komplette Mannschaft mitfahren sollte – bis die Verantwortlichen den Zug wegen eines drohenden Unwetters absagten. Diesmal, erklärt Vize-Kapitän Stefan Bell, „ist geplant, dass nur die Spieler auf dem Wagen gehen, die Lust darauf haben“. Dazu gehört Fabian Frei auf alle Fälle. Und wenn Bell sagt: „Fabi ist repräsentativ für den Großteil der Mannschaft“, dann lässt sich daraus schließen, dass doch mehr als die zunächst angekündigten acht Profis beim Rosenmontagszug dabei sein werden.

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Gegen Leverkusen die dominierende Elf

Und das bestens gelaunt. Denn im Gegensatz zur 0:2-Niederlage eine Woche zuvor gegen Werder Bremen war diesmal Mainz die dominierende Elf. Das fand auch Frei: „Wir haben heute in etwa das Gefühl gehabt, das Bremen vergangene Woche gegen uns gehabt hat. Da hätten wir auch noch stundenlang weiterspielen können und hätten kein Tor geschossen. Ich habe heute auch die zweite Hälfte lang nicht das Gefühl gehabt, dass wir noch in die Bredouille kommen.“

Dieses gute Gefühl möchten die Mainzer nun mit in die Trainingswoche nehmen. Auch Frei hofft auf eine bessere Reaktion als nach dem Sieg vor zwei Wochen gegen Augsburg, auf den die enttäuschende Leistung gegen Bremen folgte. „Jetzt gilt es, einfach nicht mehr die gleichen Fehler zu machen wie vergangene Woche“, mahnt Frei.

Der Organisator im defensiven Mittelfeld

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Der Schweizer hat sich mit einer starken Leistung in der Startelf zurückgemeldet. Frei strahlte Sicherheit aus, zeigte Übersicht und organisierte das Mainzer Spiel aus dem defensiven Mittelfeld heraus. Damit dürfte er sich fürs Erste in die Stammelf gespielt haben. „Ich bin auch persönlich zufrieden, was selten genug vorkommt“, sagt er über seine Leistung und fasste den Tag überschwänglich zusammen: „In erster Linie bin ich happy mit dem Sieg, mit der Mannschaftsleistung und dass ich 90 Minuten der Mannschaft helfen konnte. Und natürlich war das ein perfektes Timing vor Rosenmontag“, grinst er.

Und auf ein mögliches Unwetter ist er diesmal auch vorbereitet: „Wenn es am Montag windet, dann gehe ich trotzdem in die Stadt“, erklärt er. Denn diesmal will er sich die Erfüllung seines Traums nicht nehmen lassen.