Eintracht Frankfurt verliert wieder bei Mainz 05

aus Eintracht Frankfurt

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Heiß ging es her im Spiel Mainz 05 gegen Eintracht Frankfurt.  Foto: Sascha Kopp

Der neue Mainz-05-Trainer Achim Beierlorzer hat den Rheinhessen eine glänzende Heimpremiere beschert - und die schwarze Derby-Serie von Eintracht Frankfurt verlängert.

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FRANKFURT. Mainz bleibt einfach ein schlechtes Pflaster für die Eintracht: Auch im zwölften Anlauf konnten die Frankfurter bei den 05ern nicht gewinnen, unterlagen diesmal mit 1:2 (1:0). Martin Hinteregger (34.) hatte die Gäste vor 33.184 Zuschauern, darunter 6000 mitgereiste Eintracht-Fans, in Führung gebracht, doch Karim Onisiwo (50.) und Adam Szalai (69.) drehten die intensive Bundesliga-Partie. Die Hessen mussten ab der 44. Minute in Unterzahl agieren: Dominik Kohr sah nach einer Notbremse gegen Levin Öztunali die Rote Karte. Für die Eintracht war es die dritte Liga-Niederlage in Folge, für den neuen 05-Trainer Achim Beierlorzer der zweite Sieg im zweiten Spiel.

Szenen vom Spiel Mainz 05 gegen Eintracht Frankfurt.
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Die Begegnung begann mit hässlichen Szenen: Frankfurter Chaoten warfen mehr als ein Dutzend Leuchtraketen auf den Rasen, zündeten zudem einen Böller. Schiedsrichter Manuel Gräfe schickte beide Mannschaften, die schon zum Anstoß bereitstanden, erst mal wieder in die Kabinen. Sebastian Rode und Filip Kostic liefen die Eintracht-Kurve, versuchten, die Chaoten zu beruhigen – wurden aber von den eigenen Fans beschimpft ("Verpiss dich!"). Als sich der Rauch verzogen hatte, kehrten die Teams zurück. Die Partie wurde mit zehnminütiger Verspätung angepfiffen. Wie angekündigt boykottierten beide Fanlager aus Protest gegen die Montagsspiele erst mal die Unterstützung: Die 05-Anhänger 15:30 Minuten lang, die Frankfurter die komplette erste Hälfte.

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Auf dem Platz taten sich beide Mannschaften zunächst schwer, ihren Rhythmus zu finden. Die Eintracht, bei der im Vergleich zum Europa-Coup bei Arsenal London Evan Ndicka, Almamy Touré, Sebastian Rode und Kohr für Makoto Hasebe (grippaler Infekt), David Abraham (Rotsperre), Gelson Fernandes und André Silva in die Startelf rotierten, hatte die besseren Chancen. Kohr vergab eine 100-prozentige (11.). Beierlorzer vertraute den 5:1-Siegern von Hoffenheim, einzig Danny Latza übernahm für den gesperrten Ridle Baku. Die Gastgeber agierten auf Augenhöhe, der letzte Pass kam jedoch zu selten an.

Führung dank Hinteregger

Dann die 34. Minute: Ecke Frankfurt, der Ball landet über die Stationen Daichi Kamada, Djibril Sow und Touré auch etwas glücklich bei Hinteregger, der aus zwölf Metern zur SGE-Führung trifft. Das vierte Saisontor des Innenverteidigers. Zehn Minuten später verloren die Gäste Kohr, der den durchgestarteten Öztunali kurz vor dem eigenen Strafraum nur noch mit einem Foul stoppen konnte.

Die Mainzer kamen schwungvoll aus der Pause, nutzten die Überzahl direkt aus. Jeremiah St. Juste zog ab, Onisiwo verlängerte den Ball – der Ausgleich. Keine drei Minuten später jubelten die 05er erneut, als Onisiwo das Spielgerät wieder über die Linie drückte. Doch der Videoassistent zeigte: Bei der Hereingabe von Aaron Martin befand sich der Ball knapp im Toraus. Der Treffer zählte zurecht nicht.

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Die Hausherren drängten weiter, die Eintracht schwamm immer wieder. Beierlorzer brachte mit Szalai in der 57. Minute einen dritten Stürmer. SGE-Keeper Frederik Rönnow patzte zunächst bei einem 17-Meter-Versuch von Öztunali, lenkte den Szalai-Nachschuss dann überragend an die Latte (68.). Eine Minute danach war Rönnow machtlos: Kunde Malong setzte sich auf der rechten Seite durch (Ndicka ließ ihm zu viel Platz), Onisiwo köpfte zu Szalai, der sich geschickte drehte und im Fallen einschob. Die Führung für die Rheinhessen.

Konnte die Eintracht noch mal zurückkommen? Frankfurts Chefcoach Adi Hütter wechselte Mijat Gacinovic für Rode ein, die Hessen bemühten sich wieder um mehr Spielkontrolle. Kostic verpasste eine Flanke haarscharf (79.). Auf der anderen Seite lenkte Rönnow den Distanzhammer von Robin Quaison mit Mühe zur Ecke (80.). Kurz darauf parierte der Däne gegen Szalai. In der Nachspielzeit scheiterte Kostic an 05-Torwart Robin Zentner. Es blieb beim Mainzer Sieg.