Eintracht Frankfurt verliert 1:3 in Hoffenheim

aus Eintracht Frankfurt

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Die Eintracht zeigt in der ersten Halbzeit eine indiskutable Leistung und verliert verdient bei der TSG Hoffenheim.

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Sinsheim. Die Frankfurter Eintracht hat die Steilvorlage, die ihnen Mainz 05 und Bayer Leverkusen mit ihren Heimniederlagen am Freitagabend geliefert hatten, nicht nutzen. Die Frankfurter unterlagen nach einer indiskutablen ersten Halbzeit bei der TSG Hoffenheim verdient mit 1:3 (0:3). Da half auch die Unterstützung durch rund 15.000 der 30.000 Zuschauer in der ausverkauften Sinsheimer Arena nichts. Die Eintracht war von Beginn an von der Rolle, verlor nicht nur die Punkte, sondern kurz vor der Pause auch noch Trainer Oliver Glasner mit der roten Karte. Baumgartner, Kramaric und Bebou schossen die Tore für die kampfstarken Gastgeber, Mario Götze schaffte nur noch den Anschlusstreffer.

Hoffenheim trifft vor der Pause dreimal

Der Frankfurter Trainer setzte mit seiner Aufstellung auf Offensive. Für den leicht angeschlagenen Sebastian Rode rückte Daichi Kamada ins defensive Mittelfeld, neu ins Team kam Jesper Lindström. In der Abwehr ersetzte Almamy Touré den verletzten Tuta. Danach entwickelte sich ein Spiel, wie es sich die Frankfurter nach dem Erfolgserlebnis vom letzten letzten Mittwoch nicht hätten vorstellen können. Hoffenheim war die bessere Mannschaft und traf schon bis zur Pause dreimal. Freilich hatte die Partie einen üblen Beigeschmack. Denn Schiedsrichter Harm Osmers Spielleitung zeichnete sich durch eine selten gesehene Einseitigkeit aus. Der Referee aus Hannover machte keine spielentscheidenden Fehler, aber im Zweifel pfiff er dann doch für die blauen Hoffenheimer.

Das freilich konnte die Leistung der Eintracht nicht entschuldigen. Wie in den letzten Spielen war auch diesmal wieder der erste Ball drin. Dennis Geiger hatte in der 8. Minute völlig frei von rechts flanken können, Christoph Baumgartner stand in der Mitte genauso frei, Touré hatte nicht aufgepasst, und ließ sich nicht lange bitten. Er köpfte den Ball ins Tor. Die Eintracht brauchte 21 Minuten, um überhaupt einmal in die Nähe des Hoffenheimer Tors zu kommen. Aurelio Buta schoss weit drüber. In der 35. Minute verhinderte Nationaltorhüter Kevin Trapp unter den Augen von Bundestrainer Hansi Flick das zweite Gegentor, als er nach einem Schuss von Kramaric den Ball an die Latte lenkte. In der 39. Minute gab's dann Elfmeter für die TSG. Kamada hatte Baumgartner im Strafraum gefoult. Kramaric blieb eiskalt und verlud Trapp.

Was danach kam, hatte viel mit dem Referee zu tun. Zunächst zeigte er Götze die gelbe Karte, dann Trapp, obwohl der Keeper zuvor von Hoffenheims Dabbur klar gefoult worden war. Kurz darauf rannte Osmers im Mittelfeld mit Djibril Sow zusammen, die Eintracht war in dieser Szene am Ball. Nach der kurzen Unterbrechung gab Osmers dann aber den Hoffenheimern das Spielgerät. Den Frankfurter Trainer regte das so auf, dass er einen anderen Ball ins Feld schoss und Osmers ihm „Rot“ zeigte. Die Partie schien nun aus den Fugen zu geraten. Was der Eintracht nun wirklich nicht gut tat. In der Nachspielzeit mussten die Hessen sogar noch den dritten Gegentreffer hinnehmen. Von links war der Ball in den Strafraum gekommen, Bebou hatte ihn am langen Eck über die Linie gedrückt.

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Die zweite Halbzeit begann genauso hektisch wie die erste geendet hatte, nur diesmal in die andere Richtung. In der 48. Minute zeigte der Referee dem Hoffenheimer Stanley Nsoki die rote Karte, nachdem er dem Frankfurter Kamada eher unabsichtlich an den Kopf getreten hatte. Die Eintracht witterte nochmal eine Chance ins Spiel zurückzukommen. In der 54. Minute gelang durch Mario Götze der Anschlusstreffer. Götze stand auf der linken Seite völlig frei und hatte keine Mühe, den Ball im langen Eck zu versenken. Die Eintracht war am Drücker, das war der Überzahl geschuldet.

Aber sie spielte kaum eine echte Torchance heraus. Trainer Glasner, inzwischen ja auf die Tribüne verbannt, hatte längst frische Kräfte auf dem Platz. Gleich nach der Pause war Paxten Aaronson für den schwachen Lindström gekommen, dann wechselte er Rafael Borré für Touré ein, später noch Faride Alidou und Junior Ebimbe für Lenz und Sow. Druck machten die Frankfurter zwar, aber die ganz großen Torchancen gab es nicht. Und die leidenschaftlich kämpfenden Hoffenheimer schafften es immer mal wieder, Entlastungsangriffe zu starten und brachten den Sieg sicher über die Zeit.