Eintracht Frankfurt: So präsentieren sich die Neuzugänge bisher

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Zwei der (bald) neun Eintracht-Verstärkungen für die kommende Saison: Frankfurts Sébastien Haller (links) und Danny da Costa beim Besuch der Golden Gate Bridge in San Francisco.Foto: Jan Hübner  Foto: Jan Hübner

Die Eintracht zeigte am Montag schon mal Bilder des nächsten vielversprechenden Einkaufs. Auf denen der niederländische Nationalspieler Jetro Willems in Frankfurt beim...

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COLUMBUS/OHIO. Die Eintracht zeigte am Montag schon mal Bilder des nächsten vielversprechenden Einkaufs. Auf denen der niederländische Nationalspieler Jetro Willems in Frankfurt beim Medizincheck auf dem Ergometer strampelte. Im Laufe des Dienstags dürften weitere folgen. Das mögliche Motiv: Willems, wie er einen Drei-Jahres-Vertrag am Main unterschreibt. Der 23 Jahre alte Linksverteidiger vom PSV Eindhoven, der den zum FC Schalke 04 abgewanderten Bastian Oczipka ersetzen soll, wird der neunte externe Neuzugang in diesem Sommer sein. Kosten: fünf bis sechs Millionen Euro. Damit haben die Frankfurter schon rund 20 Millionen Euro für neue Spieler ausgegeben – so viel wie noch nie. In der Hoffnung, dass aus der „Multi-Kulti-Truppe“ erneut eine erfolgreiche Einheit wächst. Und, dass der eine oder andere für ein Vielfaches in einigen Jahren verkauft werden kann. Ein Überblick über die bisherigen Verstärkungen der Eintracht, die in der Nacht zum Dienstag im dritten und letzten Testspiel auf der USA-Reise bei MLS-Gründungsmitglied Columbus Crew SC 0:1 unterlag:

Zwei der (bald) neun Eintracht-Verstärkungen für die kommende Saison: Frankfurts Sébastien Haller (links) und Danny da Costa beim Besuch der Golden Gate Bridge in San Francisco.Foto: Jan Hübner  Foto: Jan Hübner

Jonathan de Guzman (SSC Neapel): Der niederländische Routiniers, der 14 Mal das Trikot seines Landes trug, gefällt bislang richtig gut, könnte einer der neuen Führungsspieler der Eintracht werden. Der 29-Jährige, der ablösefrei aus Italien kam, zeigt sich sehr lauffreudig, verteilt mit Auge die Bälle und bringt Standards genau auf den Mann. SGE-Trainer Niko Kovac ließ ihn in den Tests als Sechser, Achter und Zehner agieren. Und ist überzeugt, „dass andere bei uns an ihm wachsen können“.

Sébastien Haller (FC Utrecht): Der Rekordtransfer (sieben Millionen Euro) fehlte die ersten sieben Tage in den USA, weil keine gültigen Reisedokumente vorlagen. Das sei ärgerlich, so Kovac, habe aber keinen Einfluss auf die Startelf beim Liga-Auftakt in Freiburg in vier Wochen. Haller habe zuhause trainiert. Er fügte sich gegen San José (1:4) mühelos ins Team ein, war noch einer der besten Frankfurter. Gegen Columbus verpasste er eine der wenigen guten Chancen nur um Zentimeter. Der französische Stürmer ist sehr präsent vor dem Tor, weiß seine 1,90 Meter einzusetzen. Der 23-Jährige scheint das Potenzial zu besitzen, „für 15 Treffer gut zu sein“, wie Kovac glaubt.

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Daichi Kamada (Sagan Tosu): Der schmächtige Japaner, für den die Eintracht knapp zwei Millionen Euro hingelegt hat, hat einen schnellen Antritt, ist beweglich und schlägt präzise Flanken von beiden Flügeln. Der 20-Jährige, der in allen drei Testspielen gefiel, gibt sich wissbegierig, will rasch Deutsch lernen. Die Frage wird sein, wie gut sich Kamada, der erstmals außerhalb der Heimat aktiv ist, an die neue Kultur und Spielweise der Bundesliga gewöhnt. In Makoto Hasebe hat er einen erfahrenen Helfer und Übersetzer an seiner Seite.

Carlos Salcedo (Deportivo Guadalajara): Der Mexikaner war eigentlich als Nachfolger von Jesus Vallejo als Stammspieler in der Innenverteidigung eingeplant, fehlt nach seiner Schulter-OP aber erst mal bis Ende September. Der 23-Jährige (rund 500 000 Euro Leihgebühr) gilt als bissiger Abwehrmann. Laut Sportdirektor Bruno Hübner arbeitet der Nationalspieler hart an der Rückkehr.

Gelson Fernandes (Stade Rennes): Der 29-Jährige, der für etwa eine halbe Million Euro kam, soll das defensive Mittelfeld endlich stabiliseren. Fußball spielen kann der Schweizer, keine Frage. Überblick hat er auch. Gegen Seattle (1:1) und San José (1:4) wirkte er noch unsicher, verlor viele Bälle. Gegen Columbus agierte er schon wesentlich abgeklärter.

Danny da Costa (Bayer Leverkusen): Der Rechtsverteidiger (Ablöse: eine Million) tritt sehr selbstbewusst auf, will Timothy Chandler den Platz als Rechtsverteidiger streitig machen. Der 23-Jährige, der gerne für gute Laune sorgt, hängt sich in den Einheiten voll rein, kommt über die Physis. Noch ist ihm die fehlende Spielpraxis (kam bei Bayer nur auf drei Saisoneinsätze) aber anzumerken. Seine Hereingabe gegen Columbus, die Haller knapp verpasste, war stark.

Luka Jovic (Benfica Lissabon): Der 20 Jahre alte Serbe ist neben dem Platz ein leiser Vertreter, präsentiert sich vor dem Gehäuse als wendiger Mittelstürmer. Der zu wissen scheint, wann man den Fuß wo hinstellen muss.

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Jan Zimmermann (1860 München): Der neue Ersatzkeeper konnte ob einer aufgeplatzten Wunde nicht mit in die Staaten, soll am Mittwoch wieder mit dem Training einsteigen.