Eintracht Frankfurt: Oczipka-Nachfolger fix: Willems will

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Im Anflug: Jetro Willems (links) steht vor einem Engagement bei Eintracht Frankfurt: Foto: dpa

Es hat ein wenig länger gedauert als erwartet, aber jetzt ist es perfekt: Die Frankfurter Eintracht hat Jetro Willems vom PSV Eindhoven verpflichtet. Der 23 Jahre alte...

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FRANKFURT. Es hat ein wenig länger gedauert als erwartet, aber jetzt ist es perfekt: Die Frankfurter Eintracht hat Jetro Willems vom PSV Eindhoven verpflichtet. Der 23 Jahre alte holländische Nationalspieler (22 Länderspiele) hat am Freitag einen Vierjahresvertrag bei den Frankfurtern bis zum 30. Juni 2021 unterschrieben. Er wird Nachfolger des zum FC Schalke 04 gewechselten Bastian Oczipka als linker Verteidiger, wird das Trikot mit der Nummer 15 tragen und soll an diesem Samstag (10 Uhr) zum ersten Mal mit seinen neuen Kollegen trainieren. Die Ablösesumme soll rund sechs Millionen Euro betragen, die im Erfolgsfall mit Bonuszahlungen auf sieben Millionen Euro steigen kann. Ein Teil der Ablöse geht auch an Sparta Rotterdam, für die Willems bis 2011 gespielt hat.

Offiziell wurde über die Transfervereinbarung wie üblich Stillschweigen vereinbart, doch soll die Eintracht in den Verhandlungen der letzten Tagen durchgesetzt haben, die Ablöse in Raten zu bezahlen. „Wir sind sehr froh, dass der Transfer geklappt hat“, sagte Sportvorstand Fredi Bobic, „dass es sich nach dem Medizincheck etwas hinausgezögert hat, war einigen Kleinigkeiten geschuldet – das kommt vor und ist alles andere als dramatisch.“

Bobic ist überzeugt, dass Willems die Eintracht „verstärken wird“. Er gehört zu den teuersten Einkäufen der Vereinsgeschichte und soll helfen, die Mannschaft auf ein höheres Niveau zu hieven. „Ich wollte unbedingt zu einem Verein wechseln, der mir eine gute Perspektive bietet und bei dem ich regelmäßig spielen kann“, wird Willems in der offiziellen Presseerklärung der Eintracht zitiert, „ich hatte sehr gute Gespräche mit der Vereinsführung und dem Cheftrainer und bin davon überzeugt, bei Eintracht Frankfurt den nächsten Karriereschritt machen zu können.“

Willems Eltern stammen aus Curacao, geboren wurde er aber in Rotterdam. Die Karriere verlief nach seinem Wechsel von Rotterdam nach Eindhoven (Ablösesumme: 800 000 Euro) zunächst wie im Märchen. „Damals schien es nur eine Frage der Zeit, wann die ganz Großen aus Spanien oder England sich für ihn interessieren würden“, sagt Rik Elfrink, Reporter beim „Einhovener Dagblad“ und absoluter PSV-Insider. Doch eine schwere Knieverletzung im Sommer 2015, die ihn zu einer Pause bis in den Januar 2016 zwang, hat Willems weit zurückgeworfen. Dennoch hatte er in der vergangenen Saison 25 Einsätze in der Liga und fünf in der Champions-League.

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Aktuell elf Neuzugänge im Eintracht-Kader

Mit Willems stehen 31 Spieler bei der Eintracht unter Vertrag, darunter elf Neuzugänge von anderen Klubs oder aus dem eigenen Nachwuchs. Die beiden jugendlichen Angreifer Nelson Mandela und Renat Dadashov können noch in der U 19 spielen, bleiben also 29 Profis im Bundesliga-Kader. Davon fallen mit Alex Meier (Knöcheloperation und Borreliose-Erkrankung), Omar Mascarell (Achillessehnenoperation) und Leon Bätge (Syndesmoseanriss) drei langfristig aus, und mit Carlos Salcedo, Marius Wolf und Marc Stendera (alle drei Schulterverletzungen) sind drei weitere noch nicht hundertprozentig fit. Wer aus diesem Trio am Montag mit ins Trainingslager über Bozen nach Gais/Südtirol fliegen wird, will die sportliche Leitung nach den Trainingseinheiten am Samstag und Sonntag in Frankfurt entscheiden.

Von Peppi Schmitt