Auch wenn es nur Testspiele sind: Eintracht Frankfurt “will...

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Timothy Chandler fordert einen Testspiel-Sieg. Archivfoto: Jan Hübner

Seit vier Spielen wartet Eintracht Frankfurt auf einen Sieg. Im Testspiel gegen den italienischen Erstliga-Aufsteiger Benevento soll es endlich soweit sein. Obwohl die...

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GAIS. Während Trainer Niko Kovac von einem „ordentlichen“ Test in Brixen sprach, Rechtsverteidiger Timothy Chandler sogar von einem „gelungenen“ – war ausgerechnet der einzige Torschütze der Frankfurter Eintracht nach dem 1:1 gegen US Sassuolo überhaupt nicht zufrieden. Mit sich selbst. „Ich war nicht so gut“, befand Mijat Gacinovic. Und sein Führungstreffer, ein Freistoßtor aus 18 Metern, gegen den italienischen Erstligisten? „Pures Glück“, gestand der junge Serbe. „Ich wollte den Ball eigentlich über die Mauer heben.“

Genauso wenig wie Kovac die an Höhepunkten arme Partie aufgrund der schweren Beine nicht überbewerten wollte, ärgerte sich auch Gacinovic nicht zu sehr. „Ich bin noch ein bisschen hinter der Mannschaft, sie haben eben 15 Tage Vorsprung“, erklärt der 22-Jährige, der ob der U 21-EM erst vor einer Woche mit der Vorbereitung begonnen hat. Und überzeugt ist: „Ich habe noch Zeit. Beim Pokalspiel will und kann ich bei 100 Prozent sein.“ Gacinovic will und kann durchaus auch zur Startelf von Kovac gehören. Das Gros der elf Plätze ist 14 Tage vor dem ersten Pflichtspiel gegen Regionalligist TuS Erndtebrück allerdings noch nicht vergeben. Oder besser gesagt: Es ist unklar, wer fit genug ist.

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Lukas Hradecky, Makoto Hasebe, David Abraham, Chandler – sie präsentieren sich bereits in solider Form. Doch wer kommt als zweiter Innenverteidiger in Frage? Andersson Ordonez enttäuschte am Donnerstag einmal mehr, leistete sich viele Fehlpässe. Carlos Salcedo steht frühestens im September zur Verfügung, Marco Russ hat noch Nachholbedarf, Noel Knothe ist zu unerfahren. Sprich: Die Eintracht kommt eigentlich nicht drumherum, noch einmal auf dem Transfermarkt aktiv zu werden.

„Das Ergebnis kann nicht immer egal sein“

Auch für die Sechs hat Kovac noch keine Ideallösung gefunden. Gelson Fernandes wirkt unsicher, Omar Mascarell fällt die komplette Hinrunde aus. Slobodan Medojevic hat sich am Donnerstag das Knie verdreht, konnte zumindest am Freitag wieder trainieren. Es könnte also die große Stunde von Max Besuschkow schlagen. Der 20-Jährige ist bislang einer der großen Gewinner der Vorbereitung, war auch gegen Sassuolo einer der besten Frankfurter. Kovac sieht den Tübinger, der vor einem halben Jahr vom VfB Stuttgart kam, in der Rückrunde aber nur ganze drei Mal eingesetzt wurde, „ziemlich weit vorne“.

Ganz vorne ist Sébastian Haller (eigentlich) gesetzt. Der Franzose agiert bis dato glücklos. Hinter Marco Fábian (Knie), der in den nächsten Tagen wieder einsteigen soll, und Jonathan de Guzman (Adduktoren), der spätestens in zwei Wochen wieder trainieren soll, stehen zum Saisonstart Fragezeichen. Daichi Kamada mischte am Freitag wieder mit, soll am Sonntag (18 Uhr) gegen den italienischen Erstliga-Aufsteiger Benevento in Gais auflaufen.

„Da wollen wir unbedingt gewinnen“, fordert Chandler. „Das Ergebnis kann nicht immer egal sein.“ Die Eintracht wartet seit vier Spielen auf einen Sieg. Kovac sieht das entspannt, seine Mannschaft sei müde – aber eben im Zeitplan. „Ja, die Einheiten sind hart“, schildert Chandler. „Aber dafür werden wir dem Trainer während der Saison dankbar sein.“ Er glaubt auch, dass die Neuen einschlagen: „Wir haben keine Qualität verloren, eher hinzugewonnen.“