Viele leichte Fehler, und die Köpfe gehen früh nach unten

Der dritte Heimsieg wäre nicht verkehrt im Abstiegskampf, denkt sich auch Ronny Sauer, Trainer der KSG Mitlechtern. Gutschalk

Kreisoberliga: Darum stecken KSG Mitlechtern, FV Biblis, SV Lörzenbach und SG Azzurri/Olympia Lampertheim im Schlamassel.

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BERGSTRASSE. BergstraßeMehr als drei Viertel aller Spiele sind gespielt, die Fußball-Kreisoberliga biegt allmählich auf die Zielgerade ein. Von der Tabellenspitze grüßt weiter die SG Odin Wald-Michelbach, die trotz eines noch ausstehenden Spieles einen Punkt Vorsprung auf Verfolger SG Unter-Abtsteinach hat. Der Dritte SGG Einhausen hat zwei Spiele mehr ausgetragen, liegt bereits fünf Zähler zurück.

Interessant ist das Bild am Tabellenende. Den Zwölften KSG Mitlechtern (14), den 13. FV Biblis (12), den 14. SV Lörzenbach (11) und Schlusslicht SG Azzurri/Olympia Lampertheim (10) trennen gerade mal vier Zähler. Alle vier Clubs blieben am vergangenen Wochenende ohne Punktgewinn.

Am schlimmsten erwischte es die Lampertheimer, die bei der SG Unter-Abtsteinach mit 0:9 unter die Räder kamen. Für Neu-Trainer Florian Di Lella war es die höchste Niederlage in seiner zwanzigjährigen Übungsleiterzeit: "Ein 0:4 mit Pfaffengrund im Pokal gegen Dielheim war bislang das deutlichste Ergebnis." Die Aufarbeitung des Spiels, das Ansprechen von Fehlern sowie mentaler Aufbau war, so Di Lella, in den vergangenen Tagen angesagt beim Schlusslicht. Das Rezept, um nicht auch vom Dritten SSG Einhausen überfahren zu werden, hat der SG-Trainer schon gemixt: "Wir müssen die Viererkette verstärken, Gegenpressing praktizieren und die Räume enger machen." Di Lella weiß auch: "Drei Elfmeter wie gegen die Odenwälder und eine Gelb-Rote Karte dürfen wir uns natürlich auch nicht einhandeln." Und der SG-Coach glaubt an seine Elf: "Wir haben eine gute Mannschaft. Wenn wir gegen Einhausen all unsere Kräfte in die Waagschale werfen, ist eine kleine Sensation in Form eines Punktgewinnes drin."

Drei Punkte gegen Unter-Flockenbach II (0:1) und Denis Dörsam (Mittelfeld) mit einem Kreuzbandriss verloren: Das ist die düstere Bilanz des Vorletzten SV Lörzenbach, der die vierte Niederlage in Serie kassierte. Nun geht es zur Tvgg Lorsch, einen Gegner, mit dem sich die Grün-Weißen erst am 22. März im Nachholspiel duellierten (1:1). "Der Gegner hat wie wir seine personellen Probleme", glaubt Trainer Jan Schörling, der seine Mannschaft beim jüngsten 0:1 gegen Flockenbach II als gleich starken Gegner ansah. "Es gab wieder das alte Problem. Mit dem ersten Gegentor gingen die Köpfe runter, und wir waren mental am Boden", resümiert Schörling.

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Nichts zu verlieren hat der Drittletzte FV Biblis im Heimspiel gegen Tabellenführer Wald-Michelbach. Von dem Wort Schadensbegrenzung will FV-Trainer Thorsten Schnitzer nichts hören: "Wenn ich den Begriff benutzen würde, wäre ich der falsche Mann." Nach dem 1:8 aus der Vorrunde weiß Schnitzer vielmehr, was wichtig ist: "Es ist kein Geheimnis, dass wir auf unsere Defensive setzen und unser Spiel darauf ausrichten." Ein Vorteil habe das Duell David gegen Goliath: "Endlich können wir einmal befreit aufspielen."

Schwere Wochen mit Spielen gegen den Zweiten, den Dritten und nun vor eigenem Publikum gegen den Vierten SC Olympia Lorsch gehen für die KSG Mitlechtern am Sonntag zu Ende. KSG-Trainer Ronny Sauer prangerte beim 2:4 gegen Einhausen "zwei kapitale Böcke" in der Defensive an und mahnt vor dem Spiel gegen die Olympia: "Wir dürfen es in der Abwehr dem Gegner nicht derart einfach machen, dass vor dem Tor nur den Fuß hinzuhalten braucht." Aufgrund von Verdacht auf Muskelfaserriss müssen die Odenwälder auf Leistungsträger Christian Tremper verzichten.

Im Spiel beim SV Unter-Flockenbach II will Jochen Ingelmann, Trainer des SV Fürth, mit seinen Jungs endlich wieder konstante Leistungen auf den Platz bringen: "Entweder spielen wir eine Halbzeit gut und die andere Hälfte schlecht oder es wechseln sich komplett gute mit schlechten Partien ab."