Trainer Christian Neidhart hat es immer gewusst

SV Waldhof beendet mit einem 3:1-Sieg beim MSV Duisburg seine Auswärtsmisere. Neuzugang Thomas Pledl zeigt gleich, wie wertvoll er sein kann.

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MANNHEIM. Es ist vollbracht: Fußball-Drittligist SV Waldhof Mannheim hat seinen seit April 2022 bestehenden Auswärtsfluch beendet. Mit dem 3:1 (1:1)-Erfolg beim MSV Duisburg am Montagabend holte das Team von Trainer Christian Neidhart in dieser Saison den ersten Dreier in fremden Stadien. Damit sind die Waldhöfer seit vier Spielen unbesiegt und bleiben als Sechster im Aufstiegsrennen. In der Tabelle der Dritten Liga hat der SVW noch vier Punkte Rückstand auf den Dritten 1. FC Saarbrücken und fünf auf den Zweiten SV Wehen Wiesbaden.

Ein tolles Debüt feierte Thomas Pledl, dem ein Treffer und eine Torvorlage gelangen. Der Mittelfeldspieler war in die Waldhöfer Startelf gerückt, weil Marten Winkler verletzt ausfiel. "Das war natürlich optimal. Ich freue mich riesig, dass ich meinen Beitrag dazu leisten konnte, diesen Auswärtsfluch der Mannschaft zu beenden", sagte der 28-Jährige, der ja über viel Zweitligaerfahrung verfügt, zuletzt aber vereinslos war und nach einigen Trainingseinheiten von den Mannheimern verpflichtet wurde. "Es wäre gut, wenn wir gleich nachlegen", denkt Pledl schon an das nächste Waldhöfer Gastspiel am Sonntag (29., 13 Uhr) bei Viktoria Köln.

Auf Vorlage des Neuen brachte Dominik Martinovic die Mannheimer in Führung (24.). Der SVW ließ sich auch durch den Ausgleich nicht beirren. Nach einer Ecke köpfte der Duisburger von Sebastian Mai (43.) ein. Es war der erste Abschluss der Zebras. Kurz vor der Pause sah Joshua Bitter nach einer Aktion gegen Adrien Lebeau und anschließendem Meckern Gelb-Rot (45.). Der Platzverweis war auch aus Waldhöfer Sicht eine zu harte Entscheidung. "Das hat uns natürlich in die Karten gespielt", sagte Neidhart, dessen Elf die Überzahl direkt ausnutzte: Leabeau und Pledl mit einem tollen 25-Meter-Schlenzer trafen zum 3:1. Danach spielten die Mannheimer die Partie souverän herunter und sorgten dafür, dass eine andere Serie hielt: Seit nunmehr 20 Jahren hat der MSV kein Heimspiel gegen Mannheim gewonnen.

"Wir haben nahtlos an die Leistungen der vergangenen vier Begegnungen angeknüpft. Und wenn das so ist, dann habe ich immer gewusst, dass auch auswärts der erste Sieg bald kommen wird", sagte Neidhart und betonte: "In den ersten 30 Minuten hatten wir den Gegner voll im Griff. Der Ausgleich war ärgerlich. Aber in Überzahl haben wir zu richtigen Zeitpunkten die Tore gemacht. Hinten raus, klar, hätten wir das vierte Tor machen müssen. Dann wäre es perfekt gewesen."

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SV Waldhof Mannheim: Bartels - Jans, Riedel (84. Karbstein), Seegert, Rossipal - Wagner, Bahn - Lebeau (68. Sommer), Pledl (67. Kother) - Martinovic (84. Malachowski), Sohm (79. Keita-Ruel).

Tore: 0:1 Martinovic (24.), 1:1 Mai (43.), 1:2 Lebeau (47.), 1:3 Pledl (55.). - Schiedsrichter: Exner (Münster). - Zuschauer: 10158. - Bes. Vorkommnis: Gelb-Rot für Bitter (MSV, 45.) wegen wiederholtem Foulspiel. - Beste Spieler: Mai/Pledl, Lebeau.