Trägt der Trainerwechsel beim FC Fürth Früchte?

Nach turbulenten Tagen betreut Christian Zeiß den Gruppenlisten erstmals im Spiel bei der FSG Riedrode. Auf seine Heimstärke baut derweil der FC Sportfreunde Heppenheim.

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BERGSTRAßE. (jz/eh/eh/ü). Nach der Trennung von Frank Mucha steht bei Fußball-Gruppenligist FC Fürth seit Dienstag der bisherige Co-Trainer Christian Zeiß in der Pflicht. Am Sonntag ab 15.30 Uhr kommt es für den Übungsleiter zu einer ersten Bewährungsprobe, wenn die Fürther beim Tabellensechsten FSG Riedrode zu Gast sind.

Drei Spiele sind bis zur Winterpause noch zu bestreiten. „Und wir wollen am Ende des Jahres noch über dem Strich stehen“, sagt Zeiß mit Blick auf die Tabelle. Fürth hat als Zwölfter drei Punkte Vorsprung auf einen Abstiegsplatz. „Wir müssen unsere Leistung abrufen, 90 Minuten konzentriert an die Sache gehen und uns auf die Grundlagen konzentrieren“, so Zeiß vor dem Gastspiel bei der FSG.

Die vergangenen turbulenten Tage wirken auch bei Zeiß nach. Am Dienstagabend „waren alle doch ein wenig geschockt, als uns mitgeteilt wurde, dass sich der Verein vom Trainer trennt“. In der Kabine sei es denn auch sehr ruhig geworden. „Frank Mucha hat sich dann vor die Mannschaft gestellt und sich für die Zusammenarbeit bedankt“, sagt Zeiß. Nach der Entlassung ging es direkt auf den Platz zum Training. Zwar kam der Wechsel auch für Zeiß überraschend. In den vergangenen Wochen habe sich ein Stück weit aber auch angedeutet, dass der Trainer zur Disposition stehen könnte. Die Kommunikation zwischen Spielern und Trainer habe zuletzt auch etwas gefehlt.

Zeiß‘ Respekt vor der neuen Aufgabe ist groß: „Der FC Fürth ist mein Heimatverein, und die erste Mannschaft zu trainieren ist ein Highlight für mich – aber ich traue mir das zu“, so der Übungsleiter.

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„Nach einem Trainerwechsel gibt es jetzt keine Ausreden mehr für die Spieler, die 100 Prozent geben werden müssen“, sagt Riedrodes Trainer Andreas Keinz. Christian Zeiß kenne die Mannschaft zudem sehr gut und habe schon Erfahrungen als Coach gesammelt. Zudem habe Fürth mit Özkan Cin und Pablo Cabezas erfahrene Spieler in seinen Reihen. „Trotzdem wollen wir am Sonntag auf uns schauen und versuchen, unsere Leistung auf den Platz zu bringen“, so Keinz.

Drei Siege und vier Unentschieden verbuchte der FC Sportfreunde Heppenheim aus seinen jüngsten acht Punktspielen. Angesichts der angespannten Personalsituation könne sich diese Bilanz durchaus sehen lassen, sagt Trainer Aiad Al-Jumaili. Mit 18 Punkten belegen die Sportfreunde den elften Tabellenplatz, die Tendenz geht nach oben. Gegen den Neunten SV 07 Geinsheim haben die Heppenheimer im Heimspiel am Sonntag (15 Uhr) jetzt die Chance nachzulegen. Und Geinsheim schwächelte zuletzt. Für Al-Jumaili ist das aber kein Grund, den Gegner zu unterschätzen. Im Gegenteil: „Geinsheim ist eine eingespielte und erfahrene Mannschaft.“ Al-Jumaili erwartet ein ähnlich schweres Spiel wie in Bensheim, weiß aber auch, dass seine Auswahl zuhause erst eine Niederlage kassiert hat. „An dieser Serie wollen wir festhalten“, sagt der SF-Coach, der mit Ramzy Yahaya auf seinen zweitbesten Torschützen verzichten muss, der gesperrt ist.

Bei einer 2:0-Führung handelte sich Benjamin Sigmund, Spielertrainer von Eintracht Bürstadt, gegen den 1. FCA Darmstadt wegen Handspiels die Gelb-Rote Karte ein. Zuletzt gab es für die Eintracht in jedem Spiel mindestens einen Platzverweis. Wenn es am Sonntag beim SV 07 Nauheim (16 Uhr) um Punkte im Kampf gegen den Abstieg geht, wird Sigmund gesperrt sein. Die Eintracht hat drei Punkte Rückstand auf einen Nichtabstiegsplatz.

Der FC 07 Bensheim (7.) bekommt es im Jahresendspurt mit Primus VfR Fehlheim, dem aktuell drittplatzierten 1. FCA Darmstadt sowie an diesem Sonntag (15 Uhr) mit Abstiegskandidat Hassia Dieburg zu tun. „Wir sind Favorit und wollen das Spiel gewinnen“, sagt Trainer Andy Zehnbauer. Die drei Punkte seien notwendig, um im vorderen Mittelfeld der Liga bleiben zu können. Momentan sind die Nullsiebener elf Zähler von der Abstiegszone entfernt „Wir wollen nicht mit dem Gefühl in die Winterpause gehen, dass nach unten irgendwie Gefahr droht“, so Zehnbauer.

Der Ärger über die erste Saisonniederlage (0:1 in Langstadt) war bei Spitzenreiter VfR Fehlheim schnell verraucht. „Wir haben uns trotz eines extrem dünn besetzten Kaders sehr gut verkauft und diese Begegnung unglücklich verloren. Darauf lässt sich aufbauen, zumal sich ja auch ein wenig Besserung in Sachen Personal andeutet“, sagt Trainer Sascha Huy vor dem Heimspiel gegen die SKV Büttelborn (10.), wo er auf Joshua Rettig und auch Evangelos Politakis zurückgreifen kann.