Kleiner Lichtblick für Eintracht Bürstadt

Gruppenliga: Unter dem neuen Trainer Flamur Bajrami gibt's einen Punkt im Kampf gegen den Abstieg. Die Konkurrenten TSV Auerbach und FC Fürth gehen trotz guten Spiels mal...

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BERGSTRASSE. Bergstraße (jz/eh/ü). Mit dem ersten Punkt nach dem Trainerwechsel hat Fußball-Gruppenligist Eintracht Bürstadt ein Lebenszeichen gesendet. Die nächste Niederlage indes kassierte die TSV Auerbach. Aus den letzten sieben Partien holte der Aufsteiger nur einen Punkt.

FC Alsbach - Eintracht Bürstadt 2:2 (0:1). Die Bürstädter gaben auf der Zielgeraden zwei Zähler ab, und fast hätten sie noch verloren. Denn Alsbach kam in der zweiten Minute der Nachspielzeit zu einer Ecke und im Gewühl im Strafraum auch zum Abschluss. Doch der Schuss wurde geblockt. "Das ist sehr ärgerlich so kurz vor dem Abpfiff", sagte Eintracht-Abteilungsleiter Marcus Haßlöcher. Die Leistung seiner Mannschaft aber habe gestimmt, und darauf lasse sich aufbauen. Nach dem Trainerwechsel (Flamur Bajrami übernahm vergangene Woche vom zurückgetretenen Benjamin Sigmund) "hat man gesehen, dass ein anderer Kampfgeist drin war. Die Kommunikation zwischen den Spielern war auch besser", sagte Haßlöcher. "Wir können der Mannschaft heute keinen Vorwurf machen." Der Knackpunkt im Spiel der Bürstädter war die Gelb-Rote Karte für Yunus Günder wegen Ballwegschlagens (47.). Denn in Unterzahl taten sich die Gäste schwer gegen technisch starke Alsbacher. "Mit elf Mann hätten wir heute gewonnen", so der Eintracht-Abteilungsleiter: "Aufgrund der zweiten Halbzeit ist der Punkt für Alsbach aber verdient".

Tore: 0:1 Akcan (33.), 0:2 Tutay (55.), 1:2 Dinyer (74.), 2:2 Engelhardt (90.+1). - Zuschauer: 80. - Bes. Vorkommnis: Gelb-Rot für Günder (47., Eintracht) wegen Ballwegschlagens. - Beste Spieler: geschlossene Leistung/Kilich, Romagnolo.

RW Walldorf II - TSV Auerbach 5:2 (3:2). "Es war kein 5:2-Spiel", bilanzierte TSV-Coach Giuliano Tondo: "Wir sind gut reingekommen und machen dann leider zwei dumme individuelle Fehler." Missgeschicke im Spielaufbau ermöglichten dem Tabellendritten Walldorf eine 2:0-Führung, die durch einen Foulelfmeter (35.) auf 3:0 anwuchs. Die TSV meldete sich mit einem Doppelschlag zurück, war am Drücker, wurde allerdings durch die Ampelkarte für Burak Türkyilmaz (55.) und das Gegentor zum 2:4 (57.) ausgebremst.

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Tore: 1:0 Zariouh (13.), 2:0 Karakas (23.), 3:0 Karakas (35. Foulelfmeter), 3:1 Brunner (38.), 3:2 Hofmann (45.), 4:2 El Haddoudi (57.), 5:2 Gürbüz (86.). - Zuschauer: 150. - Bes. Vorkommnis: Gelb-Rot für Türkyilmaz (TSV, 55.). - Beste TSV-Spieler: Brunner, Hofmann.

FCA Darmstadt - FC Fürth 2:0 (1:0). Fürths Trainer Daniel Pfeifer konnte seinen Spielern kaum einen Vorwurf machen. "Wir haben gut verteidigt - wir haben gut gespielt", sagte er. Der Vorletzte war stark ersatzgeschwächt beim Spitzenreiter angetreten. Gerade einmal 14 Mann standen im Aufgebot. Doch dafür machten die Gäste ihre Sache beim Aufstiegskandidaten gut. "Wir hätten in der ein oder anderen Situation entschlossener sein müssen", sagte Pfeifer mit Blick auf zwei Riesenchancen seiner Mannschaft durch Tim Gensel. Darüber hinaus habe man das Spitzenteam gut vom Tor weggehalten. So war das 0:1 ein wuchtiger Distanzschuss (Pfeifer: "sensationell"), das 0:2 sei aus abseitsverdächtiger Position gefallen. "Ich bin absolut zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft", lobt Pfeifer: "Meine Spieler geben Woche für Woche alles - das ist ein Lebenszeichen".

Tore: 1:0 (10.), 2:0 Morais Dias (82.). - Zuschauer: 100. - Beste FC-Spieler: geschlossene Leistung.

FSG Riedrode - TSV Seckmauern 1:3 (1:1). Der Tabellenvierte legte nach dem 1:0 den Schongang ein, und dies wurde bestraft. Denn Abstiegskandidat Seckmauern kämpfte, setzte immer nach, wollte unbedingt gewinnen. "Respekt - großes Lob an die Gäste", sagte Thorsten Göck, Sportlicher Leiter der FSG. Der ein und andere seiner Spieler habe den Gegner möglicherweise unterschätzt. "Ich hoffe, dass unsere Spieler daraus ihre Lehren ziehen." Den Gastgebern fehlte es an den Tugenden, Kampfgeist und Wille in den Zweikämpfen waren nicht da. Zudem agierten die Riedroder in der zweiten Halbzeit hektisch, leistete sich unnötige Fouls.

Tore: 1:0 Pitlovic (18.), 1:1 Siebenlist (38.), 1:2 Raitz (67.), 1:3 Hener (89.). - Zuschauer: 120. - Bes. Vorkommnis: Gelb-Rot für Asutay (FSG, 82.) wegen Unsportlichkeit. - Beste FSG-Spieler: keine.