Fußball-Gruppenliga: Torefestival mit Happy End für FSG

Ein rassiges Spiel sahen die 120 Zuschauer in Riedrode, wo die gastgebende FSG Riedrode (im Vordergrund Siegtorschütze Tomislav Tadijan) den FC Fürth (links Pablo Cabezas-Quedenbaum, rechts Tim Kaffenberger) mit 6:5 bezwang. Foto: Thorsten Gutschalk

Die FSG Riedrode bezwingt den FC Fürth nach einem wilden Spiel mit 6:5. In Heppenheim verpasste Scortt das Siegtor für den FC Sportfreunde.

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BERGSTRASSE. BergstraßePunktspiel Nummer eins für Fußball-Gruppenligist FC Fürth nach der Trennung von Trainer Frank Mucha. Fünf Tore erzielten die Odenwälder, die Moral war gut, die Einstellung stimmte. Dennoch gab es bei der FSG Riedrode eine Niederlage. Einen Punkt im Kampf gegen den Abstieg sicherte sich der FC Sportfreunde Heppenheim, während Eintracht Bürstadt erneut leer ausging.

FSG Riedrode - FC Fürth 6:5 (1:1). Ein Punkt wäre wichtig gewesen für die Fürther im Kampf gegen den Abstieg. Entsprechend groß war die Enttäuschung bei den Gästen. "Das Ergebnis ist sehr ärgerlich", sagte Interimstrainer Christian Zeiß: "Wir hätten nicht verlieren dürfen." Auf der anderen Seite habe sein Team zu einfach Tore kassiert. Als positiv erachtete der Coach, dass sich seine Mannschaft in Riedrode nie aufgab.

Von einem sehr guten Spiel beider Mannschaften sprach FC-Sportmanager Frank Ester. In der Defensive hätten sich aber auch einige Fehler eingeschlichen. "Standards und Distanzschüsse hätten wir besser verteidigen müssen", sagte Ester. Dennoch habe das Spiel keinen Sieger verdient. Läuferisch und kämpferisch war der FC auf der Höhe, "das können wir zu 100 Prozent unterschreiben", sagte Ester: "Aber wir haben uns leider nicht mit einem Punkt belohnt, das ist schade".

FSG-Trainer Andreas Keinz indes nahm die drei Punkte gerne mit. Das Defensivspiel seiner Mannschaft sei aber noch ausbaufähig. "Auch unser Spiel gegen den Ball war nicht gut", sagte Keinz. "Wir kassieren zu viele Tore". Mit 30 Punkten nach der Vorrunde können die Riedroder aber ganz gut leben. In der schlussphase ging es Schlag auf Schlag. "Man konnte sich noch nicht einmal eine Bratwurst holen, ohne zwei Tore zu verpassen", sagte Ester.

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Tore: 0:1 Katzenmeier (15.), 1:1 Lucchese (34.), 1:2 Katzenmeier (48.), 2:2 Pitlovic (55.), 3:2 Salzmann (58.), 3:3 Daniel Kaffenberger (61.), 3:4 Cin (65., Foulelfmeter), 4:4 Lucchese (66.), 5:4 Pitlovic (70.), 5:5 Sielmann (74.), 6:5 Tadijan (81., Foulelfmeter). - Zuschauer: 120. - Beste Spieler: Tadijan/geschlossene Leistung.

Sportfreunde Heppenheim - SV Geinsheim 0:0. Die Sportfreunde waren erneut stark ersatzgeschwächt ins Spiel gegangen, konnten aber auch dem nächsten favorisierten Gegner einen Punkt abtrotzen. Zwei Spieler aus der A-Jugend hatte Trainer Aiad Al-Jumaili auf der Bank, zudem Ankido David, der nach langer Verletzungspause noch Trainingsrückstand hat. Vor diesem Hintergrund konnte der Coach den Punktgewinn gegen den Tabellenneunten nur unterschreiben. "Wir waren spielerisch sogar die bessere Mannschaft", sagte Al-Jumaili. In der ersten Halbzeit hatten die Gastgeber mehr Ballbesitz, Torchancen blieben auf beiden Seiten aber die Ausnahme. Nach der der Pause kamen die Heppenheimer vor allem nach Standards zu guten Möglichkeiten. Nach dem Platzverweis für Burak Türkyilmaz, der sich nach einer vergebenen Chance ärgerte, in die Luft trat, einen vorbeilaufenden Nauheimer touchierte und dafür die Rote Karte sah, waren die Gastgeber auch in Unterzahl am Drücker. Helnathan Scott hatte in der Schlussphase die größte Chance per Kopfball aus kurzer Distanz. "Da hat der Torwart von Geinsheim einen Riesenreflex gezeigt", sagte Al-Jumaili und ärgerte sich: "Wir hätten gewinnen können."

Zuschauer: 130. - Bes. Vorkommnis: Rot für Türkyilmaz (80., SF) wegen Unsportlichkeit. - Beste SF-Spieler: geschlossene Leistung.

SV Nauheim - Einracht Bürstadt 4:2 (). Die Gäste spielten 70 Minuten lang in Überzahl . Doch die Mannschaft von Trainer Benjamin Sigmund konnte aus diesem Vorteil kein Kapital schlagen. "Wir waren vorne nicht energisch genug und defensiv zu anfällig", sagte Eintracht-Abteilungsleiter Marcus Haßlöcher. Beim Spielstand von 1:1 vergab Vitali Becker zudem das 2:1 für Bürstadt. "Das war eine tausendprozentige Chance - das Tor hätten wir machen müssen, dann hätte die Welt ganz anders ausgesehen", sagte Haßlöcher. Stattdessen kassierten die Gäste wenig später das 1:2. "Wir haben es heute auf dem Silbertablett serviert bekommen und es nicht genutzt", ärgerte sich Haßlöcher nach der Niederlage gegen den direkten Konkurrenten im Abstiegskampf. Das Fußballjahr 2021 hat der Abteilungsleiter damit abgehakt.

Tore: 1:0 Stein (19.), 1:1 Mehmet Tutay (28.), 2:1 De Leo (35./Foulelfmeter), 3:1 Kapucu (53.), 3:2 Becker (60.), 4:2 Harth (87.). - Schiedsrichter: Schmidthals (Rosbach). - Zuschauer: 40. Bes. Vorkommnis: Rot für Syah (Nauheim/27.), Tätlichkeit.